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Verblendung
Män som hatar kvinnor
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Regie
Niels Arden Oplev
Drehbuch
Nikolaj Arcel, Rasmus Heisterberg
Produzent
Søren Stærmose
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 153 min Land Schweden, Dänemark, Deutschland Kinostart 01.10.2009 DVD-Start 05.02.2010 Blu-ray-Start 05.02.2010 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Journalist Mikael Blomkvist ist den mehr als dubiosen Machenschaften des Großindustriellen Wennerström auf der Spur und fördert Beweise zutage, die absolut wasserdicht zu sein scheinen. Doch dann geht etwas schief, Wennerström kann sich aus der Affäre ziehen, Blomkvist kommt vor Gericht und wird wegen Verleumdung verurteilt. Mit dieser Geschichte hat er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Zeitung "Millennium" in größten Verruf gebracht und zieht sich deshalb erst einmal aus der Öffentlichkeit zurück. Da kommt ihm das Angebot des einflussreichen Industriellen Henrik Vanger, für ihn die weitverzweigte Familienchronik zu schreiben, mehr als gelegen. Doch dieser Auftrag ist nur ein Vorwand für eine weitaus kompliziertere Geschichte. Seit 44 Jahren erhält der 82jährige Vanger jedes Jahr zu seinem Geburtstag eine gepresste Blume zugeschickt. Seine Nichte Harriet hatte ihm im Jahr 1958 zum ersten Mal ein solches Geschenk gemacht und verschwand dann spurlos. Henrik hat nicht die leiseste Ahnung, was seiner Lieblingsnichte zugestoßen sein könnte, der Leichnam wurde nie gefunden.
Mikael Blomkvist fällt nun die Rolle des verdeckten Ermittlers zu, der sich durch Berge von Schriftstücken und Fotos wühlen muss und so tatsächlich auf erste Spuren stößt. Bald schon wird ihm die Ermittlerin Lisbeth Salander zur Seite gestellt, eine geniale Hackerin, die auch vor unorthodoxen Methoden nicht zurückschreckt. Und diese sind denn auch bitter nötig, treffen die beiden Ermittler doch auf Mauern des Schweigens und der Ablehnung seitens des Vangerschen-Clans. Was sie dann aber schließlich zutage befördern, könnte grauenvoller und erschreckender kaum sein. (Booksection.de)
Schauspieler
Noomi Rapace, Michael Nyqvist, Sven-Bertil Taube, Peter Andersson, Peter Haber, Marika Lagercrantz, Lena Endre, Ingvar Hirdwall, Gösta Bredefeldt, Björn Granath, Ewa Fröling, Stefan Sauk, Gunnel Lindblom, Willie Andréason, Tomas Köhler
Filmkritik von Stefanie Rufle
Mit seiner Millennium-Trilogie beschenkte der schwedische Autor Stieg Larsson ein Millionenpublikum mit drei grandios ausgedachten und packenden Thrillern. Und es sieht ganz danach aus, als wäre dem ebenfalls schwedischen Regisseur Niels Arden das große Kunststück gelungen, die Verfilmung des ersten Teils „Verblendung“ zu einem der Buchvorlage ebenbürtigen Thriller zu machen. Düster, erschreckend, unheimlich, brutal und grausam – das alles sind Attribute, die man „Verblendung“ zusprechen darf. Und doch ist diese Romanverfilmung noch so viel mehr. Arden lässt hier die Seele Schwedens sprechen, malt finstere Bilder und zeigt Menschen, die so ganz anders sind, als wir sie aus der breiten Masse der amerikanischen Filme kennen. Genau das ist es, was von Anfang an derart an diesem Thriller fesselt. Es geht hier um die menschlichen Abgründe, die sich dem Zuschauer in jeder noch so abstoßenden Spielart zeigen – im Vordergrund steht dabei die Gewalt gegen Frauen. Was dem Zuschauer dabei geboten wird, geht oft weit über das Maß des Erträglichen hinaus. Brutalste Vergewaltigungsszenen lassen kein gedankliches Beschönigen zu. Aber nie hat man dabei das Gefühl, dass einem etwas aufgezwungen wird, dass sich das alles nicht in die Dramaturgie einfügt. Denn in erster Linie handelt „Verblendung“ von all jenen Frauen, die den Mut haben, sich zu wehren.
Das Paradebeispiel dafür ist die Protagonistin Lisbeth Salander. Sie ist eine derart bizarre Heldin, dass man ganz einfach nicht anders kann, als sie sofort in sein Herz zu schließen. Sie ist es, wie auch schon in der Buchvorlage, die das Zentrum dieser Geschichte ist, quasi der Dreh- und Angelpunkt. Eine Lisbeth Salander lässt sich von nichts und niemandem unterdrücken – niemals! Lisbeth wird von einer großartigen Noomi Rapace, die nie Schauspielunterricht hatte, einfach nur grandios verkörpert. An ihrer Seite ist der Reporter Mikael Blomkvist, der von Michael Nyqvist dargestellt wird, den wir bereits aus „Wie im Himmel“ kennen. Auch er überzeugt durch seine große Ausdruckskraft und enorme Ausstrahlung. Mit Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist bekommt das Publikum ein Paar präsentiert, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte. Die beiden ermitteln in einem zutiefst fesselnden Kriminalfall, bei dem keine der 152 Minuten zu lang ist. Dabei führt Niels Arden gekonnt zwei scheinbar völlig unterschiedliche Erzählstränge zueinander und lässt daraus einen schlüssigen Kriminalfall entstehen. „Verblendung“ ist ein hochklassiger Thriller, der zeigt, wie gut europäisches und in diesem Fall schwedisches Kino sein kann.
Wissenswertes
Die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson umfasst folgende Filme:
Verblendung
Verdammnis
Vergebung