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Seine Majestät das Schwein
Sa majesté Minor
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Regie
Jean-Jacques Annaud
Drehbuch
Jean-Jacques Annaud, Gérard Brach
Produzenten
Jean-Jacques Annaud, Xavier Castano
Genre Komödie FSK 16 Filmlänge 97 min Land Frankreich, 2007 DVD-Start 14.08.2009 Verleih Universum Film |
Story
Minor fristet im Dorf ein tristes Leben als Außenseiter bei den Schweinen. Eines Tages wir ihm der Prozess gemacht, weil er auf den heiligen Baum gestiegen ist. Da er nur grunzen und nicht reden kann, übernimmt die wunderschöne Tochter des Dorfvorstehers, Clytia, seine Verteidigung. Mit ihren „weiblichen“ Argumenten gelingt es ihr, Minor vor dem Tod zu bewahren. Er wird zur Arbeit als Vogelscheuche verurteilt und macht bei der Arbeit die Bekanntschaft von Satyr und anderen Fabelwesen. Als Minor bei der Olivenernte von einem Olivenbaum fällt, hält ihn das Dorf zunächst für tot. Doch Minor lebt: mehr noch, er kann plötzlich reden und denken. Das kann nur bedeuten, er ist von den Göttern gesegnet. Minos Aufstieg zum König des Dorfes steht nichts mehr im Wege, doch er hat die Rechnung ohne seine langjährige Weggefährtin, die Sau gemacht…
Schauspieler
Vincent Cassel, José Garcia, Sergio Peris-Mencheta, Mélanie Bernier, Claude Brasseur, Jean-Luc Bideau, Rufus, Marc Andréoni, Bernard Haller, Taïra, Alice Frémont, Rosine Favey, Pedro Casablanc
Filmkritik von Melanie Frommholz
Regisseur Jean-Jacques Annaud steht für Romanadaptionen wie „Der Name der Rose“ oder „Der Liebhaber“ und bildgewaltige Streifen wie „Der Bär“ oder „Sieben Jahre in Tibet“. In Sachen Freizügigkeit kommt wohl bislang nur „Der Liebhaber“ an „Seine Majestät das Schwein“ heran. Damit hören die Gemeinsamkeiten der beiden Projekte aber auch schon auf. Annauds neuster Streich ist geradezu unverschämt frivol, frech und sexuell freizügig. Es scheint, als wäre in seiner griechisch angehauchten Fabelwelt fast jegliche sexuelle Spielart erlaubt. Bereits die erste halbe Stunde hat diesbezüglich genügend Potential für hitzige Diskussionen. Dabei ist „Seine Majestät das Schwein“ mehr als nackte Brüste und erregierte Phallussymbole. Jean-Jacques Annauds Film ist im Grunde die Adaption klassischer Sagenthemen wie des guten Außenseiters, der durch die Macht korrumpiert wird. Warum der französische Filmemacher dies allerdings mit Tiersex und Vergewaltigungen durch Fabelwesen garnieren musste, erschließt sich nicht wirklich. Annaud überspannt den Bogen provozierend und lässt die Handlung zwischen Klamauk und Satire pendeln, und sein hintergründiger Humor wird sich sicherlich nicht jedem erschließen.
„Seine Majestät das Schwein“ – Selten war ein Film so sehr Geschmackssache.
