Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Die Superbullen
|
Regie
Gernot Roll
Drehbuch
Tom Gerhardt, Franz Krause
Produzent
Bernd Eichinger
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 82 min Land Deutschland Kinostart 06.01.2011 DVD-Start 14.07.2011 Verleih Constantin Film |
Story
Tommie und Mario sind die dümmsten Polizisten der Welt – wie sie es überhaupt in den Beruf geschafft haben, bleibt zunächst fraglich. Da sich die beiden Chaoten mittlerweile ein paar „Ausrutscher“ zu viel erlaubt haben, stehen sie kurz vor der Kündigung. Doch dann naht Rettung durch einen Fall, der wie gemacht ist für die beiden: Als der Geißbock Hennes, das geliebte Maskottchen des 1.FC Köln, gekidnappt wird, beschließen die beiden Vollblutfußballfans Tommie und Mario den Fall zu übernehmen. Kurzum begeben sich die beiden angehenden Superbullen auf eine chaotische Reise quer durch die Republik – ihrem Ziel mal weniger, mal mehr ganz dicht auf den Fersen…
Schauspieler
Tom Gerhardt, Hilmi Sözer, Axel Stein, Thomas Heinze, Götz Otto, Anna Böttcher, Kordula Kohlschmidt, Franka Much, Thaddäus Meilinger, Leonard Kuhnen, Marek Zedek, Werner Daehn
Filmkritik von Kathrin Lang
Bereits 1994 feierten die beiden Leinwandchaoten Tommie (Tom Gerhardt) und Mario (Hilmi Sözer) ihren ersten Leinwandauftritt mit „Voll Normaaal!“. Lose fortgesetzt wurde die Geschichte drei Jahre später mit der Komödie „Ballermann 6“, die immerhin 2.5 Millionen Deutsche in die Kinos lockte. Stolze 14 Jahre später setzen die Macher nun erneut an und führen die beiden Chaoten mit „Die Superbullen“ zurück auf die große Leinwand. Mit Schrecken muss man dabei feststellen: 14 Jahre Auszeit haben nichts verändert – wenn Tommie und Mario die Kinos entern, bleibt alles wie es schon 1994 und 1997 war. Insofern weiß der Zuschauer, schon lange bevor er nur eine Szene der neuen Chaotenkomödie gesehen hat, worauf er sich einlässt.
Tragik und Komik liegen manchmal erschreckend nahe beieinander: Während sicherlich erneut Millionen von Zuschauer ihren grenzenlosen Spaß mit den beiden hemmungslos begriffsstutzigen Protagonisten haben werden, dürfte für viele andere die Schmerzgrenze schon bald erreicht sein. Wenn Tommie und Mario in die Rolle von Ärzten schlüpfen, um einen Mann vor dem sicheren Tod durch einen Darmverschluss zu bewahren, und die beiden in einem ersten Schritt das wurstartige Organ erst einmal gänzlich im OP verteilen und anschließend durch wildes darauf Herumdrücken ein basslastiges Furzkonzert veranstalten, ist der Höhepunkte des Filmes gewiss erreicht – es ist und bleibt wohl Geschmacksache ob im tragischen oder im komischen Sinne. Was manch einem würde- und niveaulos erscheint, ist für andere eben der größte Spaß, den sie seit Langem beim deutschen Film erleben durften.
„Die Superbullen“ gibt durchaus Anlass dazu um unsere Kultur zu bangen: wenn Tom Gerhardt und Hilmi Sözer in ihre Rollen schlüpfen, bleibt jedweder sinnvolle Ansatz auf der Strecke. Nach irgendeiner versteckten Erzählebene, der vielleicht doch noch einen Hauch von Sinn zu entnehmen ist, kann man bei diesem Film mit jeder noch so großen Anstrengung lange und vergeblich suchen. „Die Superbullen“ bleibt Nonsense-Kino, das mit jeder gelösten Kinokarte noch ein Stück bedauernswerter wirkt.
Nach "Voll normaaal" und "Ballermann 6" ist "Die Superbullen" der dritte Film, in dem Tom Gerhardt und Hilmi Sözer in die Rollen von Tommie und Mario schlüpfen.
