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Everybody's Fine
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Regie
Kirk Jones
Drehbuch
Kirk Jones
Produzenten
Vittorio Cecchi Gori, Ted Field, Glynis Murray, Gianni Nunnari
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 99 min Land USA Kinostart 18.03.2010 DVD-Start 22.07.2010 Verleih Walt Disney Pictures |
Story
Frank Goode hat sein ganzes Leben damit verbracht, hart zu arbeiten. Erst jetzt, als seine vier Kinder schon lange aus dem Haus sind und seine geliebte Frau gestorben ist, wird ihm bewusst, was er in seinem Leben alles verpasst hat. Spontan begibt er sich auf eine Reise quer durch die USA, um seine Kinder nach fünf Monaten endlich mal wieder zu Gesicht zu bekommen. Erst durch diese Besuche lernt er seine Lieben richtig kennen und bekommt gleichzeitig einen Einblick in ihre Herzen. Dennoch merkt Frank, dass er in den vergangenen Jahrzehnten viele Fehler gemacht hat. Permanent ertappt er seine Kinder dabei, wie sie ihm Lügen auftischen und nur die halbe Wahrheit über sich und ihr Leben preisgeben. Erst als Frank zunehmend verzweifelter wird, weil er seinen zweiten Sohn David in seiner Wohnung nicht antreffen und auch telefonisch nicht erreichen kann, machen seine drei anderen Kinder reinen Tisch…
Schauspieler
Robert De Niro, Kate Beckinsale, Drew Barrymore, Sam Rockwell, Katherine Moennig, Melissa Leo, Austin Lysy, James Frain, Steve Antonucci, Ben Schwartz, Lucian Maisel
Filmkritik von Kathrin Lang
Es gibt wohl kein Thema, das universeller ist als die Familie. Mal nervt sie, mal treibt sie einen in den Wahnsinn und mal gerät sie im alltäglichen Drunter und Drüber auch etwas in Vergessenheit. Dennoch bleibt sie dabei immer eines: Unersetzlich, konstanter Pol und mit das Wichtigste, das man im Leben haben kann. „Everybody’s Fine“ thematisiert all diese Aspekte und wird dadurch zu einem Familienfilm - so schön, so herzerwärmend und so tragisch wie es im Bilderbuch steht. Obwohl der Brite Kirk Jones das Rad mit seiner Tragik-Komödie sicherlich nicht neu erfindet, so liefert er mit ihr dennoch wunderschöne Kinounterhaltung ab, die Mitten ins Herz zielt.
Erzählt wird die Geschichte ausgehend von dem vierfachen Vater Frank Goode (Robert DeNiro), dem die große Bedeutung einer Familie erst viel zu spät bewusst wird. Spontan begibt er sich auf eine Reise quer durch die USA, um seine vier Kinder zu besuchen. Dass er seinen eigenen Nachwuchs kaum kennt, erschließt sich durch die regelmäßigen Rückblenden, die Einblicke in die Kindestage der mittlerweile Erwachsenen geben. Seine Kinder lernt Frank erst jetzt, da seine Sinne geöffnet sind, kennen. Etliche Jahre zu spät… Die schweren Vorwürfe, die er sich selbst macht, und der Zweifel an der Erfüllung seiner Vaterrolle, werden in „Everybody’s fine“ allerdings sehr subtil vermittelt. Es sind nicht die großen Gesten, die Emotionen wie Verletzlichkeit, Wut oder Trauer ausdrücken. Vielmehr setzt der Film auf das schauspielerische Talent seiner Hauptfiguren, das sich gerade im kleinen Detail offenbart. Dabei ist wie immer Verlass auf den ausdrucksstarken Robert DeNiro, der die sachte Atmosphäre des Filmes nutzt, um den Gefühlen durch kleine Gesten und seine Mimik Ausdruck zu verleihen. Auch die Nebendarsteller beherrschen dieses minimale Schauspiel, bekommen in der Geschichte aber leider nicht genügend Platz eingeräumt, um ebenso nachhaltig zu überzeugen wie DeNiro.
„Everybody´s Fine“ ist ein warmherziger Film, der sich nicht davor scheut die Menschlichkeit sowohl mit ihren Stärken als auch ihren Schwächen darzustellen. Ganz hollywoodlike konnte es sich die Tragik-Komödie am Schluss allerdings nicht verkneifen, noch einmal emotional groß aufzufahren. Leider wird „Everybody’s Fine“ damit seiner ansonsten so überzeugenden Behaglichkeit etwas untreu, schafft es dabei aber dennoch die weichen Zuschauerherzen zu berühren.
Wissenswertes
"Everybody’s fine" ist das Remake des italienischen Films „Stanno Tutti Bene“ (1990) von Giuseppe Tornatore („Die Legende des Ozeanpianisten“) mit Marcello Mastroianni.
Der Film wurde im englischen Original gesehen und bewertet.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Song ("I Want To Come Home")
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