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Pianomania
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Regie
Lilian Franck, Robert Cibis
Drehbuch
Lilian Franck, Robert Cibis
Produzenten
Robert Cibis, Lilian Franck, Ebba Sinzinger, Vincent Lucassen
Genre Dokumentation Filmlänge 93 min Land Deutschland, Österreich Kinostart 09.09.2010 DVD-Start 08.04.2011 Verleih Farbfilm |
Story
„Pianomania“ erzählt von der Arbeit von Stefan Knüpfer - dem Meisterstimmer und Cheftechniker von ‚Steinway & Sons‘ in Österreich. Knüpfer arbeitet seit Jahren mit den größten und erfolgreichsten Pianisten dieser Welt zusammen. Unter anderem gehören Pierre-Laurent Aimard, Lang Lang und Alfred Brende zu seinem Kundenstamm. Im Zentrum von „Pianomania“ steht jedoch Knüpfers Zusammenarbeit mit Pierre-Laurent Aimard. Über ein Jahr lang bereiteten die beiden die Aufnahmen von Bachs „Die Kunst der Fuge“ vor. Die perfekten Flügel mussten gefunden und anschließend jeder Ton fein gestimmt und mit der perfekten Klangfarbe versehen werden. Vor allem für Stefan Knüpfer ist es ein anstrengendes Jahr, voller Stresssituationen und kreativer Ungeduld.
Filmkritik von Kathrin Lang
Die Dokumentarfilmer Lilian Franck und Robert Cibis begaben sich mit ihrem Vorhaben, das Schaffen von Stefan Knüpfer filmisch festzuhalten, auf die Suche nach dem perfekten Ton. Dabei gewähren sie faszinierende Einblicke in eine Arbeitswelt, die der Öffentlichkeit ansonsten verborgen bleibt. Nur all zu schnell nimmt man die Harmonie der Töne bei Konzerten oder gar bei musikalischen Aufnahmen für selbstverständlich. Dass dahinter schwere Arbeit steckt, jeder Ton gestimmt und seine Klangfarbe dem jeweiligen Stück perfekt angepasst sein will, gerät dabei leicht in Vergessenheit. Am Beispiel der einjährigen Zusammenarbeit zwischen Cheftechniker Knüpfer und dem Meisterpianisten Pierre-Laurent Aimard eröffnet sich durch die Dokumentation „Pianomania“ jedoch das Bild eines eindrucksvollen Mikrokosmos. Selbst wenn man als Laie, mit ungeschärftem Ohr versehen, nur schwer nachvollziehen kann, woran der Unterschied zwischen ‚Vorher und Nachher‘ nun genau festgemacht wird, so bekommt man doch einen guten Eindruck davon, wie anspruchsvoll diese Arbeit doch ist.
„Pianomania“ nimmt den Zuschauer mit auf eine ebenso kurzweilige wie imposante Reise und ermöglicht es ihm damit, für rund 90 Minuten in eine kleine andere Welt einzutauchen.
Der Film lief bereits mit großem Erfolg auf zahlreichen Festivals und gewann 2009 unter anderem in Locarno den Preis der „Semaine de la Critique“ und den Golden Gate Award beim San Francisco International Film Festival.