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Mr. B52 - A bright shining Lie
A bright shining Lie
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Regie
Terry George
Drehbuch
Terry George
Produzent
Greg Ricketson
Genre Kriegs-Drama FSK 16 Filmlänge 114 min Land USA, 1998 DVD-Start 18.11.2010 Verleih 3L Filmverleih |
Story
Amerika 1962. Der ehrgeizige und von sich überzeugte US-Lieutenant John Paul Vann geht als einer der ersten Militärberater nach Vietnam, um die südvietnamesische Regierung gegen den kommunistischen Vietcong zu unterstützen. Vann ist kein Mann, der mit seinen Ansichten hinter dem Berg hält und so eckt er mit seinen Auffassungen schnell an, als er erkennt, dass die Pressemeldungen über Erfolge schlicht gelogen sind. Er erkennt schnell, dass ein organisierter und geplanter Gegenschlag gegen den Vietkong von den Machthabern nicht gewollt ist, und dass man die Bauern für sich gewinnen muss, um diesen Konflikt zu gewinnen. Als eine kleine Gruppe des Vietcongs die halbe Regierungsstreitmacht besiegt, eskaliert der Konflikt mit seinen Vorgesetzten. Kaum ist Vanns Dienstzeit in Vietnam beendet, wird er vom Oberkommando der US-Armee kalt gestellt. John Paul Vann geht in die Wirtschaft, doch Vietnam lässt ihn nicht mehr los. Als der Krieg immer weiter geht und Amerika nach dem Kennedy-Attentat unter neuer Führung steht, bekommt Vann eine zweite Chance, seine Friedensmission in Vietnam fortzusetzen. 1971 ist er auf dem Gipfel seiner militärischen Karriere und als Nixon Präsident wird, gehört John Paul Vann zu den wichtigsten Amerikanern in Saigon. Doch der engagierte Kämpfer hat seine zivile Mission, die Bauern für sich zu gewinnen, mittlerweile aus den Augen verloren. Der Vietcong ist zu seinem persönlichen Feind geworden. In einem Zeitraum von drei Wochen lässt Vann im Raum Kontum über 300 Angriffe mit B-52-Bombern fliegen und Berge von Leichen zurück.
Schauspieler
Bill Paxton, Bo Eason, Amy Madigan, Vivian Wu, Eric Bogosian, William L. Mansey, Donal Logue, Kurtwood Smith, Harve Presnell, Robert John Burke
Filmkritik von Melanie Frommholz
Was den Deutschen die Nazi-Zeit,ist den Amerikanern der Vietnamkrieg. Ein Trauma, das mit all seinen Facetten oft filmisch aufgearbeitet wird. „Mr. B52 - A bright shining Lie“ gehört in diese Kategorie und widmet sich der Person des John Paul Vann, der mit seinen Flächenbombardements bei Kontum für ein äußerst dunkles Kapitel in diesem Krieg sorgte. Regisseur Terry George, der für „Im Namen des Vaters“ und „Hotel Ruanda“ je für einen OSCAR nominiert war, nahm sich dieser schillernden Figur und deren Werdegang an und drehte diesen TV-Film, der nun bei uns als DVD erschienen ist, in einem halbdokumentarischen Stil.
Angereichert mit dokumentarischem Bildmaterial beleuchtet „Mr. B52 - A bright shining Lie“ kritisch das Engagement des US-Militärs in Vietnam von seinen Anfängen bis hin zum Jahr 1972, in dem Vann bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam. Mit markigen Sprüchen und den nächsten hübschen Rock immer im Blick, ist John Paul Vann ein Machertyp, unangepasst, arrogant und von sich überzeugt. Nicht unbedingt ein Sympathieträger. Bill Paxton verkörpert Vann leider wenig überzeugend oder facettenreich und fast immer mit dem gleichen Gesichtsausdruck. Die dunklen Seiten der Figur werden nur angerissen und gehen in der insgesamt überhasteten Inszenierung unter. Die Story präsentiert sich als actiongeladenes Abhaken von Einzelereignissen, über deren Kontext man bereits einiges an Vorwissen mitbringen muss, um sie entsprechend einordnen zu können. Eine Storyführung, die einem die Hintergründe des Krieges und die Figur John Paul Vann nur bedingt näher bringt und insgesamt zu oberflächlich ist, um zu begeistern.
Der Film basiert auf dem Buch „A Bright Shining Lie“ von Journalist Neil Sheehan, für das er den Pulitzer-Preis gewann. 