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Glückliche Fügung
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Regie
Isabelle Stever
Drehbuch
Anke Stelling, Isabelle Stever
Produzenten
Anne Leppin, Sigrid Hoerner
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 87 min Land Deutschland Kinostart 20.01.2011 DVD-Start 12.08.2011 Verleih Lighthouse Home Entertainment |
Story
Als die 37jährige Simone abends alleine ausgeht, begegnet sie einem fremden Mann. Simone geht mit ihm mit, schleicht sich jedoch heimlich davon, als sie am nächsten Morgen an seiner Seite aufwacht. Kurze Zeit später erfährt sie, dass sie bei dem One-Night-Stand geschwängert wurde. Wie es das Schicksal so will, begegnen sich Hannes und Simone einige Wochen später jedoch zufällig erneut. Bei einem Kaffee gesteht Simone ihre Schwangerschaft, die bei Hannes überraschenderweise sofort für Freude sorgt. In den kommenden Tagen kommen sich die beiden schnell näher. Simone traut dem schnell gefundenen Glück jedoch nicht und entwickelt erste Zweifel an ihrer Beziehung zu Hannes…
Schauspieler
Annika Kuhl, Stefan Rudolf, Arno Frisch, Maria Simon, Juan Carlos López, Hanns Zischler, Jana Thies, Anne Weinknecht, Hans Christian Steyer, Lawrence Davis
Filmkritik von Kathrin Lang
In ihrem dritten Spielfilm wirft Regisseurin und Drehbuchautorin Isabelle Stever einen Blick auf eine problembeladene Beziehung. Zum zentralen Thema erhebt sie dabei die Willkür des Glücklichseins. Genauso schnell wie Protagonistin Simone (Annika Kuhl) ihrem Glück bei einem One-Night-Stand unverhofft in die Arme läuft, droht es ihr auch wieder zu entgleiten. Die emotionale Beziehungsgeschichte rundum Simone und Hannes inszeniert Isabelle Stever im Stil der Berliner Schule: Statische Bilder und wortkarge Szenen sollen die komplizierte Gefühlswelt vor allem von Simone einfangen und an den Zuschauer transportieren. Dies gelingt „Glückliche Fügung“ allerdings nur sehr bedingt. Simone ist von Anfang an eine undurchsichtige Figur, deren Beweggründe und Probleme man nur wenig nachvollziehen kann. Warum sie sich über die glückliche Wende in ihrem Leben nicht freuen kann, bleibt bis zum Ende unklar. Während man als Zuschauer zunehmend mehr mit dem schwereloseren Hannes (Stefan Rudolf) sympathisiert, betrachtet man etwas ratlos die in ein karges Szenenbild eingebettete Simone und deren Traurigkeit. Emotionale Höhepunkte und Krisen werden in der Erzählung zudem immer wieder ins Leere geführt. Konsequent bleibt „Glückliche Fügung“ ohne größere Spannung. Zusammen mit der ausbleibenden Empathie des Zuschauers, ist Isabelle Stevers Beziehungsdrama daher nur wenig fesselnd oder unterhaltend.

