Love Happens

Filmplakat Love Happens
Regie Brandon Camp  Drehbuch Brandon Camp, Mike Thompson  Produzenten Mary Parent, Scott Stuber, Mike Thompson 
Genre Drama  FSK Filmlänge 109 min
Land USA  Kinostart 12.11.2009  DVD-Start 26.03.2010  Blu-ray-Start 26.03.2010  Verleih Tobis

Story

Burke Prestons Ratgeberbücher werden von Millionen begeisterten Leser verschlungen. Zudem gibt er Selbsthilfeseminare, in denen er Menschen dabei hilft, den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Er lockt mit der Tatsache, dass er selbst vor drei Jahren seine Frau bei einem Autounfall verloren hat und sich daher mit Trauer und Verarbeitung von Verlust gut auskennt. Zunehmend wird jedoch klar, dass er selbst mit dem Rückschlag nicht fertig wird. Erst als Burke der hübschen Eloise begegnet, wird ihm klar, dass auch er endlich wieder damit anfangen muss, sein eigenes Leben zu leben…

Schauspieler

Love Happens Aaron Eckhart, Jennifer Aniston, Martin Sheen, Sasha Alexander, Judy Greer, Gina Holden, Dan Fogler, John Carroll Lynch, Brandon Jay McLaren, Michelle Harrison, Ellie Harvie

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Love Happens Regisseur Brandon Camp wurde für seinen Film „Love Happens“ von einem persönlichen Schicksalsschlag inspiriert. Vor einigen Jahren starb seine Mutter. Er selbst konnte nach eigenen Aussagen den Verlust nur schwer verarbeiten: „Am Anfang reagierte ich auf diesen Tod mit reiner Verleugnung, ungefähr ein Jahr lang fühlte ich überhaupt nichts. Dann aber traf es mich plötzlich wie ein Schlag und eine wahre Flut von Gefühlen übermannte mich. Ich stellte fest, dass Trauer ein sehr schwieriger, vielschichtiger, aber auch interessanter Prozess ist.“ (Brandon Camp)

Ausgehend von dieser schmerzlichen Erfahrung, erzählt uns Camp mit „Love Happens“ nun eine Geschichte, die die Trauer um einen geliebten Menschen in seinen Mittelpunkt rückt. Erwartet hätte man, vor dem persönlichen Erlebnishintergrund des Regisseurs, einen tief greifenden Film, der sein Thema vielseitig beleuchtet und den Zuschauer durch die Authentizität seiner Emotionen tief berührt. Tatsächlich ist „Love Happens“ jedoch meilenweit davon entfernt ans Herz zu gehen und dort wahrhafte Spuren zu hinterlassen. Der Mangel an Mut, die Geschichte dort anzupacken wo es wirklich wehtut, wird dem romantischen Drama schnell zu seinem Verhängnis. Während „Love Happens“ mit seinen 109 Filmminuten viel Platz dafür geboten hätte, in die Tiefe zu gehen und die Schattenseiten der Trauer zu beleuchten, entschloss sich Regisseur Brandon Camp dazu, die eigentlich sehr traurige Geschichte lediglich an der Oberfläche spielen zu lassen. Nur in den wenigen Momenten, in denen die dicken Mauern der heilen Welt durchbrochen werden, vermag es „Love Happens“ zu überzeugen. Diese Momente sind jedoch erschreckend rar gesät und umzingelt von reichlich langweiligen Szenen, die entweder nichts oder nichts Neues erzählen.

So verkommt das Drama immer mehr zu einer seichten Liebesromanze, die ihre Eckpunkte schon im Trailer verrät und sich sämtlicher Klischees bedient, die die Schublade derzeit zu bieten hat. Was bleibt ist ein überzeugendes Schauspielerduo und toll eingefangene Bilder, untermalt von einem berührenden und gut ausgewählten Soundtrack. Zu viel um „Love Happens“ gänzlich untergehen zu lassen und zu wenig, um ihn als sehenswert zu bezeichnen.



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