Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

Brooklyn's Finest

Filmplakat Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest
Regie Antoine Fuqua  Drehbuch Michael C. Martin  Produzenten Elie Cohn, Basil Iwanyk, John Langley, Avi Lerner, John Thompson 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 133 min
Land USA  Kinostart 01.04.2010  DVD-Start 02.09.2010  Verleih Kinowelt

Story

Erzählt wird die Geschichte von drei Cops, die alle in einem Brooklyner Revier arbeiten. Obwohl alle drei im Prinzip den gleichen Job ausüben, unterscheiden sich ihre jeweiligen Tätigkeiten jedoch stark voneinander. Während Tango seit Jahren undercover ermittelt und von Innen heraus den Brooklyner Drogenverkehr blockieren soll, gehört Sal zu einem Spezialkommando, das offensiv Wohnungen stürmen, um Drogen und Drogengelder in Beschlag zu nehmen. Eddie hingegen fährt in Brooklyn’s Straßen Streife und fiebert seiner baldigen Pensionierung entgegen. Keiner von ihnen ist mit seinem Leben zufrieden. Tango sieht sich zunehmend in seinem Part als Undercover-Cop verloren und kann seine eigentliche Identität nicht mehr von seiner gespielten Rolle unterscheiden. Sal hat zu viele Kinder in die Welt gesetzt, als dass er sie alle ernähern könnte und überlegt daher fieberhaft, wie er an mehr Geld kommen könnte. Eddie fristet sein Single-Dasein und gerät kurz vor der Pensionierung in eine Lebenskrise.

Schauspieler

Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest Richard Gere, Ethan Hawke, Don Cheadle, Wesley Snipes, Ellen Barkin, Jesse Williams, Lili Taylor, Will Patton, Brian F. O'Byrne, Vincent D'Onofrio

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest Das Grundgerüst von „Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest“ bilden drei parallel zueinander verlaufende Erzählstränge, die sich immer wieder leicht schneiden und in deren Zentrum jeweils ein Polizist steht. Die drei Polizistenrollen differenzieren jedoch stark. Während Richard Gere im klassischen Sinne den guten Cop geben darf, übernimmt Ethan Hawke den Gegenpart, während sich Don Cheadle als Grenzgänger zwischen beiden Welten erweist. Soweit jedoch nur oberflächlich festgehalten. Im weiteren Verlauf der Geschichten zeigen sich die anfänglich stereotypischen Rollen als wesentlich facettenreicher. Am Ende der Entwicklungskette steht eine spannende Abhandlung über die feinen Grenzen zwischen Gut, Böse und dem ‚Dazwischen‘.

Inszenatorisch gelingt es Regisseur Antoine Fuqua sich an das starke Schauspiel seiner drei Topstars anzupassen. Während sich Richard Gere in einer scharf dramatischen Umsetzung seiner Rolle suhlt und damit immer wieder melancholische Töne anschlägt, gibt Ethan Hawke wörtlich gesprochen Vollgas und wartet mit ungestümer Präsenz auf. Don Cheadle erweist sich erneut als unheimlich sensibler Darsteller, der allein durch seine Anwesenheit vor der Kamera starke Aussagen trifft. In seiner Inszenierung greift Fuqua alle drei Facetten auf und umrandet das Spiel seiner Darsteller nahezu perfekt.

Das Brooklyner Polizei- und Gangstermilieu erscheint in „Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest“ authentisch eingefangen und erzeugt in seiner Ehrlichkeit eine elektrisierende Spannung. Seine Authentizität gewinnt der Thriller vor allem durch die maßgebliche Fokussierung auf die verschiedenen Psychologien der Charaktere. Actionszenen bleiben zwar nicht gänzlich aus, werden jedoch angenehm dezent im Hintergrund gehalten. Obwohl der Erzählfluss dadurch manchmal etwas zäh erscheint, erzeugt dies gleichzeitig in nahezu jeder Szene eine prickelnde Spannung. Mutig und schnörkellos bleibt Antoine Fuqua seiner Linie treu und geht damit letztlich doch einen Schritt zu weit. So sehr man von der ungewöhnlichen Inszenierung begeistert sein mag, zum Schluss hätte sich der prickelnde Knoten getreu den Genreregeln durchaus lösen dürfen. Fuqua verzichtet jedoch auf den groß eingeläuteten Showdown und wählt weiterhin die subtilere Variante.

„Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest“ erweist sich als unkonventioneller Milieuthriller, der mutig und mit einem durchweg überzeugenden Ensemble an sein Thema herangeht und dadurch viele Pluspunkte sammelt. Um gänzlich als Highlight durchzugehen, hinkt die Story jedoch zu oft in ihrem Erzählfluss. Schade!



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