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Meet Bill
Bill
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Regie
Bernie Goldmann, Melisa Wallack
Drehbuch
Melisa Wallack
Produzenten
John Penotti, Matthew H. Rowland, Fisher Stevens
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 93 min Land USA, 2007 DVD-Start 15.01.2009 Verleih Planet Media |
Story
Bill ist ein Paradebeispiel für die klassische Midlife-Crisis. Sein langweiliger Job als Manager einer Bankfiliale, die den Eltern seiner Frau Jess gehört, ödet ihn an. Seinen Frust erstickt er mit Schubladen voller Schokoriegel, die den Umfang seines Bauchs schon beträchtlich vergrößert haben. In der Familie seiner Frau gilt er als Versager und Weichei – kurz, Bill ist ziemlich desillusioniert. Als er dann auch noch herausfindet, dass seine Frau Jess ihn mit dem schmierigen Lokalreporter Chip betrügt, ist das Maß endgültig voll. Heimlich filmt er Jess und ihren Lover beim Liebesspiel – dummerweise gerät das Filmchen dann allerdings ins Internet. Vor laufenden Kameras schlägt Bill Chip krankenhausreif und beschließt, sein Leben gehörig umzukrempeln. Ein aufgeweckter Schüler, der sich Bill als Mentor ausgesucht hat, unterstützt ihn bei diesem Vorhaben. Bill entdeckt seine Leidenschaft fürs Schwimmen und findet in der reizenden Dessous-Verkäuferin Lucy eine Weggefährtin auf dem Weg zu einem selbst bestimmten Leben.
Schauspieler
Aaron Eckhart, Jessica Alba, Elizabeth Banks, Logan Lerman, Holmes Osborne, Todd Louiso, Timothy Olyphant, Reed Diamond, Kristen Wiig, Jason Sudeikis, Andy Zou, Ana Lucasey, Constance Barron, Conor O'Farrell, Julia Pace Mitchell
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Meet Bill“ ist einer dieser Filme, bei denen man sich unentwegt fragt, was einem das Ganze denn nun eigentlich sagen soll. Das Motto „Ein vom Leben und der Liebe enttäuschter Bankmanager stellt sich der Herausforderung seines Daseins“ scheint über allem zu schweben. Doch im Grunde genommen gelingt es dieser Komödie nicht einmal im Ansatz, eine stimmige Linie zu finden. Die Verwandlung vom von Aaron Eckhart ganz passabel dargestellten Ja-Sager zum selbstbewussten Mann wirkt alles in allem unausgegoren und wenig überzeugend. Was Bill denn nun eigentlich wirklich will für sein Leben bleibt bis zum Schluss ein Rätsel. Schwimmweltmeister werden? Den perfekten Mentor für einen nicht ganz einfachen Halbwüchsigen abgeben? Den Freund seines schwulen Bruders davon überzeugen, dass er ein echter Kerl ist? Seine Frau zurückgewinnen? Keine Ahnung – Bill bleibt eine ziemlich farblose und langweilige Figur, über die man nur selten lachen mag. Auch Elizabeth Banks vermag als verknöcherte Ehefrau nicht so recht zu überzeugen und die Rolle von Jessica Alba kann man dann nur als banal und verschwindend gering bezeichnen.
Typisch amerikanisch ist diese Komödie, wobei die Betonung leider weniger auf Komödie, als vielmehr auf typisch amerikanisch liegt. Es gibt nur wenig wirklich witzige Momente, dafür aber umso mehr Klischees, an denen sich „Meet Bill“ aus vollen Zügen bedient. Ganz offensichtlich bemüht sich diese Komödie, betont sarkastisch zu wirken und lehnt sich dabei an den großartigen „American Beauty“ an. Ein Vorhaben, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Einzig Aaron Eckhart vermag in dieser wenig einfallsreichen und recht seichten Komödie durch seine selbstironische Darstellung zu überzeugen.

