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24 Hour Party People
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Regie
Michael Winterbottom
Drehbuch
Frank Cottrell Boyce
Produzent
Andrew Eaton
Genre Musikfilm FSK 16 Filmlänge 112 min Land Großbritannien, 2002 DVD-Start 18.09.2009 Verleih Kinowelt |
Story
Tony Wilson hatte das Glück zu den 42 Menschen zu zählen, die sich im Publikum befanden, als die Sex Pistols in den 70er Jahren ihr erstes Konzert in Manchester gaben. Kurz danach eröffnet der bis dahin sehr erfolgreiche TV-Moderator das Label „Factory Records“, das schon kurze Zeit später Bands wie Joy Division oder Happy Mondays unter Vertrag nimmt. Er veranstaltet Konzerte und lässt seinen ‚Club Hacienda‘ damit schnell zum legendärsten Club der Stadt werden. Mit seinem übermäßigen Engagement, bei dem Wilson auch den finanziellen Privatruin nicht scheut, treibt er die Musikszene von Manchester auf ihren Höhepunkt.
Schauspieler
Steve Coogan, John Thomson, Nigel Pivaro, Jennie James, Shirley Henderson, Marin Hancock, Mark Windows, Paddy Considine, John Simm, Ralf Little, Dave Gorman, Andy Serkis, Danny Cunningham, Paul Popplewell, Ron Cook, Simon Pegg
Filmkritik von Kathrin Lang
Tony Wilson war einer der bekanntesten britischen Musikmanager, Nachtclubbetreiber und Fernsehjournalisten der 70er Jahre. Viele bekannte Bands haben ihm ihren (nachhaltigen) Erfolg zu verdanken. Der Musikfilm „24 Hour Party People“ erzählt uns, ausgehend von der Figur Wilson, die Geschichte der Musik der 70er Jahre in Manchester und damit einhergehend die Entwicklung vom Punk zum Rave, von den Sex Pistols zu den Happy Mondays. Dabei überzeugt der Film gleich in mehreren Punkten. Zum einen ist es natürlich der reichhaltige Informationsfluss: Wer Bands wie Joy Division/New Order, Sex Pistols oder A Certain Ratio heute noch gerne hört, wird hier nicht nur mit Songs der Bands verwöhnt, sondern erfährt gleichzeitig auch einiges über deren Entstehung und musikalische Entwicklung. Außerdem interessant zu verfolgen ist die Entwicklungsphase weg vom Punk und hin zum Rave, die hier ebenfalls thematisiert wird. Zum anderen ist es die Art und Weise wie „24 Hour Party People“ die (historische) Musikgeschichte erzählt: Gewitzt und stets mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor versehen, versteht es der Musikfilm wunderbar sein Publikum bei Laune zu halten. Drogenexzesse und heiße Partys, die in dieser Musikbranche natürlich zum Alltag gehörten, werden hier pointiert dargestellt und sorgen nicht selten für Gelächter. Vor allem gelungen ist jedoch der Part von Tony Wilson, verkörpert von Steve Coogan, der als Erzähler fungiert und die Geschichte kurzweilig kommentiert.
In Deutschland lief „24 Hour Party People“ niemals in den Kinos. Ein Grund mehr sich nun die DVD anzuschaffen, die in keiner Sammlung von Musikliebhabern fehlen sollte.
Wissenswertes
Bei den Filmfestspielen von Cannes war "24 Hour Party People" im Wettbewerb um die Goldene Palme vertreten und auf dem Internationalen Filmfest Emden-Norderney erhielt der Musikfilm eine Nominierung für den Emden Film Award.
„24 Hour Party People“ erschien 2009 innerhalb der Reihe “Rolling Stone Music Movies Collection”. Die komplette Collection umfasst folgende Filme:
Shine a Light
This is Spinal Tap
Year of the Horse
The Doors
The Filth and the Fury
Lou Reed’s Berlin
Ray
Control
8 Mile
Once
The Blues Brothers