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Au Revoir Taipeh
Yi ye Taibei
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Regie
Arvin Chen
Drehbuch
Arvin Chen
Produzenten
In-Ah Lee, Wei-Jan Liu, Oi Leng Lui
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 81 min Land Taiwan, USA Kinostart 25.11.2010 DVD-Start 08.07.2011 Verleih Arsenal Film |
Story
Als seine Freundin nach Paris abreist, blickt ihr der junge Kai voller Sehnsicht hinterher. Da geht sie hin, seine große Liebe. Fortan verbringt er seine Nächte in dem Wunsch ihr zu folgen, mit dem Warten auf einen Anruf und mit Besuchen in dem örtlichen Buchladen, wo er aus einem Lexikon versucht Französisch zu lernen. Hier begegnet er Susie, die hier arbeitet. Zusammen mit ihr verbringt Kai die verrückteste und abenteuerlichste Nacht seines Lebens. Von einem Bekannten hat er sich Geld für einen Flug nach Frankreich geliehen, doch der fordert von ihm einen Gefallen. Der Gefallen entpuppt sich als Päckchen, das Kai mitnehmen soll, doch plötzlich sind vier Kerle in orangefarbenen Anzügen hinter ihm und Susie her. Als der Morgen graut ist Kai nicht nur um einige Erfahrungen reicher, sondern auch um die Erkenntnis, dass die Liebe manchmal dort wartet, wo man sie am wenigsten vermutet.
Schauspieler
Jack Yao, Amber Kuo, Hsiao-chuan Chang, Lawrence Ko, Frankie Gao, Peggy Tseng, Tony Yang, Paul Chiang, Vera Yen, Bo-Syuan Wang, Brian Wong
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit seinem Langfilmdebüt bringt uns der Regisseur und Drehbuchautor Arvin Chen einen comichaften Mix aus Gangstergeschichte und romantischer Love-Story auf die Leinwände. Bei einem Film wie „Au Revoir Taipeh“ würde man eher Frankreich als Herkunftsland vermuten und nicht unbedingt Taiwan und die USA. Verrückte Geschichten mit verrückten Typen, still erzählt, sind eine Spezialität aus unserem Nachbarland. Arvin Chen lehnt sich in seiner Inszenierung und mit seinem Drehbuch an seine französischen Vorbilder an, reicht jedoch in punkto Leichtigkeit und Raffinesse nicht an sie heran. Die Geschichte hat durchaus ihren versteckten Witz und ihre sympathische Romantik, aber es fehlt dem Film an einer konsequenten inneren Spannung. Die Handlung ist zu vorhersehbar geraten, als dass uns die Entwicklungen wirklich überraschen könnten und so wartet man hier vergeblich auf die großen Akzente. Auch Chens Figuren weisen Züge der Manga-Comic-Szene auf, wirken überzeichnet, aber angenehmerweise nicht überdreht und fügen sich gut in diese besondere nächtliche Welt von „Au Revoir Taipeh“ ein, in der die Hektik der Großstadt von Stille abgelöst wird. Es sind sympathische Typen, die von guten Darstellern verkörpert werden, denen aber die letzte Präsenz fehlt.
Letztlich plätschert „Au Revoir Taipeh“ auf einem netten Niveau gefällige 81 Minuten an uns vorüber, glänzt mit optisch ansprechenden Bildern einer nächtlichen Großstadt, zieht uns aber nicht in seinen Bann.
Der Film feierte seine Premiere im Forum der Berlinale 2010.
