A Serious Man

Filmplakat A Serious Man
Regie Joel Coen, Ethan Coen  Drehbuch Joel Coen, Ethan Coen  Produzenten Joel Coen, Ethan Coen 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 105 min
Land USA  Kinostart 21.01.2010  DVD-Start 13.08.2010  Verleih Tobis

Story

Eigentlich könnte es für den gläubigen Juden Larry Gropnik nicht besser laufen: Zusammen mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern lebt er in einer kleinen jüdischen Gemeinde im mittleren Westen der USA und hat einen ansehnlichen Beruf als Physikdozent an der Universität. Doch plötzlich bricht alles über ihm zusammen. Nicht nur, dass seine Frau aus heiterem Himmel die Scheidung verlangt, auch beruflich läuft auf einmal nichts mehr rund. Larry wird von einem asiatischen Studenten bestochen, der eine bessere Note für seine Arbeit einfordert, und anonyme Briefschreiber verbreiten falsche Anschuldigungen über ihn. Mit aller Ruhe versucht Larry die vielen plötzlichen Probleme in seinem Leben wieder in den Griff zu bekommen, doch nicht einmal der Rabbi, der sonst immer einen sicheren Hafen darstellte, setzt sich richtig mit der auswegslosen Situation auseinander…

Schauspieler

A Serious Man Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Aaron Wolff, Sari Lennick, Michael Tezla, Alan Mandell, George Wyner

Filmkritik von Kathrin Lang

A Serious Man Mal wieder sind es die Gebrüder Coen, die uns einen Film der speziellen Sorte in die Kinos bringen. War ihr letzter Film, der komödiantische Spionagethriller „Burn after Reading“ (2008), überraschend massenkompatibel angelegt, dürfte „A serious Man“ die Gemüter nun wieder ähnlich spalten wie es schon bei „Fargo“ der Fall war. Es ist die haarscharfe Gratwanderung zwischen trockenem Humor und kaum auszuhaltender Monotonie, die dafür sorgt, dass der eine Zuschauer diesen Film lieben wird, während der andere genervt die Minuten zählt.

Die Grundidee von Joel und Ethan Coen, soweit dürften sich noch alle einig sein, ist durchaus gut. Mit ihrer Geschichte katapultieren sie den Zuschauer mitten hinein in eine jüdische Gemeinde, die sich in den 60er Jahren im mittleren Westen der USA angesiedelt hat. Im besonderen Blickpunkt steht dabei der Physikdozent Larry, der wie vom Pech verfolgt eine Hiobsbotschaft nach der anderen in Empfang nehmen muss. Anstatt an dieser harten Glaubensprobe zu zerbrechen, bleibt er jedoch überraschend gefasst und versucht den Sinn dieser Probe zu ergründen. Natürlich nutzen die Gebrüder Coen diese Ausgangssituation, um eine absurde, manchmal aberwitzige Geschichte zu erzählen. In den kommenden Filmminuten bringt „A serious Man“ etliche Szenen hervor, in denen Larry sein Umfeld mit logischen Rückschlüssen von seiner Meinung zu überzeugen versucht, jedoch kläglich daran scheitert, weil ihn einfach keiner verstehen will. Oftmals ist das witzig, vor allem weil die Coens ihren altbekannten, trockenen Humor gut einzusetzen verstehen. Zudem ein kleiner Geniestreich ist die Tatsache, dass der Witz des Filmes häufig daraus resultiert, dass die Pointe einfach ausgelassen wird. Dennoch betreten Joel und Ethan Coen mit diesen Szenen und Stilmitteln gleichzeitig auch ein sehr wagemutiges Terrain. Es ist nämlich nicht nur der Humor, der überaus trocken ist, sondern auch der Erzählfluss. Viele Szenen und Dialoge ziehen sich unendlich in die Länge und versacken in einem nur schwer zu ertragenden monotonen Moloch, das zudem von schlichten Bildern umrandet wird. Außerdem bleibt die Pointe nicht nur bei vielen Erzählungen innerhalb der Geschichte aus, sondern im Grunde auch während des kompletten Filmes.

Mit „A serious Man“ fallen die Coens nach „Burn after Reading“ wieder in altbekannte Muster zurück. Alle Fans der beiden Filmemacher wird das sicherlich freuen!

Wissenswertes

A Serious Man Wie schon bei "Fargo" besetzten Joel und Ethan die Rollen größtenteils mit unbekannten Darstellern, die sie bei lokalen Castings am Drehort in Minneapolis fanden.

Bewertungen

Kathrin Lang Kathrin vergibt 3 von 5 Ms

Auszeichnungen

Golden Globe-Nominierungen

Bester Schauspieler - Musical / Comedy (Michael Stuhlbarg)

OSCAR-Nominierungen

Bester Film, Bestes Drehbuch (Original)



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