Das A-Team - Der Film

The A-Team

Filmplakat Das A-Team - Der Film
Regie Joe Carnahan  Drehbuch Michael Brandt  Produzenten Ridley Scott, Jules Daly, Stephen J. Cannell 
Genre Action  FSK 12  Filmlänge 121 min
Land USA  Kinostart 12.08.2010  DVD-Start 10.12.2010  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Nach acht Jahren und über 80 Einsätzen wird die Widerbeschaffung von Noten-Druckplatten im irakischen Bagdad zum Verhängnis für die Spezialeinheit rund um den alten Haudegen Colonel John 'Hannibal' Smith. Smith und seine Jungs holen für die USA die Platten von den Irakis zurück, doch dann tappen sie in eine Falle und werden selbst des Diebstahls beschuldigt, während die wahren Täter mit den Druckplatten auf und davon eilen. Hannibal und sein Team werden unehrenhaft aus der Armee entlassen und in verschiedene Hochsicherheitsgefängnisse gesteckt. Doch Hannibals A-Team ist nicht einfach irgendeine Spezialeinheit der US-Armee. Lt. 'Faceman' Peck, B.A. Baracus und Captain H.M. Murdock sind nicht nur die Besten, sie sind auch total durchgeknallt und so dauert es nicht lange und das A-Team ist wieder vereint und macht sich daran seinen Ruf reinzuwaschen…

Schauspieler

Das A-Team - Der Film Bradley Cooper, Liam Neeson, Quinton 'Rampage' Jackson, Sharlto Copley, Patrick Wilson, Jessica Biel, Gerald McRaney, Henry Czerny, Yul Vazquez, Brian Bloom, Maury Sterling, Terry Chen, Omari Hardwick, David Hugghins

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Das A-Team - Der Film Nach Kult-Serien wie „3 Engel für Charlie“ oder „Starsky & Hutch“ setzt nun „Das A-Team“ nach über 20 Jahren Pause zum Sprung auf die große Leinwand an. Die TV-Serie, die mit einfach gestrickten Storys, Action und Witz unterhielt, war ein Straßenfeger und begeisterte sein Publikum ab 1983 fünf Staffeln lang. Die Erwartungshaltung war also entsprechend hoch. Der einstige Erfinder der Serie Stephen J. Cannell wachte als Produzent daher wohl mit Argusaugen auf eine werkgetreue Umsetzung. „Das A-Team – Der Film“ orientiert sich erwartungsgemäß eng an der Serienvorlage und erzählt die Geschichte dieser besonderen Truppe vom Zusammenfinden, über den ersten Einsatz, bis zum Entschluss als Söldner für Recht und Ordnung zu sorgen. Regisseur Joe Carnahan sagte zu dem Konzept: „Diese Show ist fast eine heilige Kuh, es abzulehnen, sie zu verfilmen, fast unmöglich. Wir wollten respektvoll mit der Serie umgehen, nicht ihre vielen Fans verprellen, aber gleichzeitig sollte „Das A-Team“ ein Film fürs 21. Jahrhundert werden.” Ein Ziel, das weitestgehend erreicht wurde. Leider sieht man in der ersten Filmhälfte aber doch recht deutlich, welche Stunts vor dem Green-Screen gedreht wurden. Ein Minuspunkt, der sich schon bald zu weiteren gesellt. Die Story findet nicht durchweg das richtige Timing und die Gags sind eher zum leicht Schmunzeln, denn zum laut lachen. Immer wenn man denkt, nun kommt die Handlung in Schwung bremst eine Unstimmigkeit sie wieder aus. In der zweiten Filmhälfte kann „Das A-Team“ dann aber punkten. Die Action stimmt, die Jokes und das Timing sitzen und man lacht über die vielen kleinen versteckten witzigen Andeutungen und Bezugnahmen auf die Serie. Wenn die Jungs kurzerhand einen abstürzenden Panzer in ein Flugzeug umwandeln sind Darsteller und Film in ihrem Element angekommen. So hätten wir Hannibal und Co. gerne von Anfang an gesehen.

Bei der Besetzung hatten Carnahan und sein Team ein fast durchweg sicheres Händchen. Bis auf Quinton 'Rampage' Jackson, der als B.A. Baracus blass bleibt, konnten für die Serienvorbilder würdige Nachfolger gefunden werden. Liam Neeson als Colonel Hannibal Smith, Bradley Cooper als Lt. 'Faceman' Peck und Sharlto Copley als Captain H.M. Murdock brauchen zwar etwas Anlauf, passen aber sehr gut in ihre Rollen und hatten sichtlich Spaß, den bösen Jungs ordentlich auf die Mütze zu geben. Auch Patrick Wilson agiert herrlich als überzeichneter böser CIA-Agent Lynch.

„Das A-Team – Der Film“ richtet sich wie seine Serienmutter grundsätzlich an ein männliches Publikum zwischen 15 und 30 Jahren. Auch junggebliebene Fans werden „ihre“ Serie in dem Film sicherlich wiedererkennen. Hätte der Film es geschafft früher in Fahrt zu kommen, wäre daraus ein herrlich anspruchsloses aber vergnügliches Kinoevent geworden. So bleibt zwar ein solider Gesamteindruck, aber auch das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre.

Wissenswertes

Das A-Team - Der Film „Das A-Team – Der Film“ basiert auf der gleichnamigen TV-Serie, die erstmalig 1983 über den amerikanischen TV-Sender NBC ausgestrahlt wurde und die insgesamt über fünf Staffeln bis 1987 erfolgreich 98 Episoden lang lief. Die deutsche Erstausstrahlung war 1987. Die Serie wurde von Produzent Frank Lupo und Drehbuchautor Stephen J. Cannel entwickelt.

In den Hauptrollen der TV-Serie waren zu sehen:
George Peppard als John 'Hannibal' Smith
George Peppard wurde 1961 durch seine Rolle an der Seite von Audrey Hepburn in „Breakfast at Tiffany's“ bekannt. Er verstarb am 08. Mai 1994 und hatte seinen letzten Auftritt in einer Episode der TV-Serie „Matlock“.

Dwight Schultz als 'Howling Mad' Murdock
Dwight Schultz arbeitet überwiegend nur noch als Synchronsprecher; häufig für Videospiele. Als Schauspieler hatte er zuletzt in „Star Trek: Voyager“ als Lt. Reginald 'Reg' Barclay III eine größere Rolle. Im Kinofilm hat er einen kleinen Cameoauftritt als Arzt.

Mr. T ist B.A. Baracus
Mr. T, der mit bürgerlichem Namen Lawrence Tureaud heißt, startete seine Karriere 1985 als Wrestler und hatte in „Rocky III“ seinen Durchbruch. Die TV-Serie „Das A-Team“ war sein größter Erfolg als Schauspieler.

Dirk Benedict als Templeton 'Faceman' Peck
Dirk Benedikt heißt eigentlich Dirk Niewoehner. Neben der Rolle des „Faceman“ war sein größter Erfolg die Rolle des Lieutenant Starbuck in der TV-Serie „Battlestar Galactica“. Im Kinofilm hat er einen kleinen Cameoauftritt als Gefangener.



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