Gullivers Reisen - Da kommt was Großes auf uns zu

Gulliver's Travels

Filmplakat Gullivers Reisen - Da kommt was Großes auf uns zu
Regie Rob Letterman  Drehbuch Nicholas Stoller, Joe Stillman  Produzenten John Davis, Gregory Goodman 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 88 min
Land USA  Kinostart 10.02.2011  DVD-Start 15.07.2011  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Gulliver ist ein kleiner Mann mit großen Träumen: Als Mitarbeiter der Postabteilung in einem großen New Yorker Reiseverlag, hat er es im Leben noch nicht sonderlich weit gebracht. Gulliver ein zurückhaltender, schüchterner und unscheinbarer Typ, dem der Mut zu mehr im Leben fehlt. Nicht einmal seine einzig wahre Liebe, die Redakteurin Darcy, weiß von der heimlichen Liebe des netten Gullivers, der seit Jahren jeden Tag in ihrem Büro auftaucht, um ihr die Post zu bringen. Als Gulliver von seinem neuen Chef dazu ermutigt wird, endlich Nägel mit Köpfen zu machen, vermasselt er es schon wieder und verfängt sich in einem Geflecht aus Lügen: In seiner Hilflosigkeit erzählt er Darcy, dass es sein eigentlicher Traum ist Reisereporter zu werden und dass er durchaus das Talent dazu hat Texte zu schreiben. Darcy ist sofort begeistert und bittet Gulliver, ihr einige Textproben zu bringen. Da der schüchterne Postangestellte mit großem Mundwerk nun schon zu weit gegangen ist, kopiert er in der Nacht kurzerhand die Texte aus bekannten Reisemagazinen und -portalen und legt diese seiner Angebeteten vor. Diese durchschaut die Lügen von Gulliver erst, als der bereits auf dem Weg zu seinem ersten Auftrag ist: Vom sagenumwobenen Bermudadreieck soll er berichten. Doof nur, dass er nie dort ankommt, weil er zuvor von einem Wasserstrudel erfasst und in eine andere Welt katapultiert wird. Dort trifft er auf winzige Inseleinwohner, die Liliputs, die in Gulliver zunächst ein überdimensionales Monster und dann schon bald ihren neuen Anführer sehen. Gullivers großes Abenteuer kann beginnen!

Schauspieler

Gullivers Reisen - Da kommt was Großes auf uns zu Jack Black, Emily Blunt, Jason Segel, Amanda Peet, Chris O'Dowd, Billy Connolly, Catherine Tate, James Corden, Olly Alexander, Danni Bennatar, Stewart Scudamore, Nikki Harrup

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Gullivers Reisen - Da kommt was Großes auf uns zu Mit „Gullivers Reisen - Da kommt was Großes auf uns zu“ inszeniert Rob Letteman eine modernde Variante des Literatur-Klassikers von Jonathan Swift und erzählt dabei mit leicht verdaulichem Humor von den sagenumwobenen Abenteuern des Riesen Gullivers. Für die Titelfigur heuerte Regisseur Letteman den amerikanischen Vorzeigekomiker Jack Black an, der, wie so häufig, auch als Gulliver eine große One-Man-Show auf der Leinwand zelebrieren darf. Obwohl man Jack Black gerne dabei zusieht wie er als Gulliver das Abenteuer seines Lebens bestreitet, so kann sein wie immer recht albernes, aber doch amüsantes Schauspiel allerdings nicht über das fade Drehbuch hinwegtäuschen. Tröge plätschert die Story vor sich hin ohne je an Fahrt zu gewinnen. In schleppendem Tempo wird mit „Gullivers Reisen“ eine eindimensionale Geschichte erzählt, die nur selten überrascht oder gar einen Schritt in die Tiefe wagt. Vor allem in der recht platten, wenn auch niedlichen Moral der Geschichte zeichnet sich schon ab der Halbzeit die Einfallslosigkeit der Filmschaffenden ab.

Während kleinere Kinogänger sicherlich über das Ausbleiben eines dramaturgischen Schliffs hinwegblicken können, dürfte dies dem etwas älteren Publikum bedeutend schwerer fallen. Völlig unbedient geht letztlich jedoch auch die Erwachsene Zuschauerschaft nicht nach Hause: Einige Blicke, zurück in unserer popkulturelle Vergangenheit, lockern die ansonsten stur voraus preschende Geschichte willkommen und herzhaft auf. Dafür sorgt nicht nur die kurze 'Jack und Rose „Titanic“-Einlage', sondern vor allem auch die „Rock 'n' Roll all Night“-Showeinlage, die als ehrwürdige Hommage an die Rockband Kiss ihren Platz in der Geschichte findet, sowie die abschließende Choreographie zu Edwin Starrs Hit „War“, den Jack Black als gefeierter Musiker modern interpretiert und in Szene setzt. Selbst wenn die Botschaft des Songs, die sich im Refrain als “Krieg! Huch, wozu ist der gut? Absolut zu nichts!” manifestiert, sicherlich die recht flache Herangehensweise von „Gullivers Reisen“ weiter unterstreicht, so wird der Zuschauer mit der Rockvariante des Klassikers doch einigermaßen glücklich aus seinem Kinosessel entlassen. Zum schwerelosen Familienkino im Nachmittagsprogramm taugt „Gullivers Reisen - Da kommt was Großes auf uns zu“ allemal – leider jedoch nicht zu mehr.

Wissenswertes

Gullivers Reisen - Da kommt was Großes auf uns zu "Gullivers Reisen" ist die moderne Interpretation des gleichnamigen Romanklassikers von Jonathan Swift.



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