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Das Wunder von Bern
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Regie
Sönke Wortmann
Drehbuch
Sönke Wortmann, Rochus Hahn
Produzenten
Tom Spieß, Hanno Huth, Sönke Wortmann
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 117 min Land Deutschland Kinostart 16.10.2003 DVD-Start 29.04.2004 Blu-ray-Start 21.05.2010 Verleih Senator Film |
Story
1954 haben es viele nicht besonders einfach. Der 11jährige Matthias Lubanski ist wie ganz Deutschland im Fußball-Fieber. Sein bester Freund ist der Essener Stürmer-Star und Nationalspieler Helmut Rahn, der für ihn wie ein Vater geworden ist. Doch eines schicksalhaften Tages kehrt Matthias richtiger Vater aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft nach Hause zurück. Von nun an ist Matthias’ Leben vollkommen anders - und ganz nebenbei spielt Matthias bester Freund Helmut Rahn in der Schweiz um die Fußball-Weltmeisterschaft...
Schauspieler
Louis Klamroth, Peter Lohmeyer, Lucas Gregorowicz, Katharina Wackernagel, Johanna Gastdorf, Mirko Lang, Birthe Wolter, Peter Franke, Knut Hartwig, Sascha Göpel
Filmkritik von Thomas Ays
Eines muss ganz klar vorweg gesagt werden: Die Werbekampagne des Films hat eindeutig funktioniert.
Die Darsteller: Peter Franke (Sepp Herberger) und Sascha Göpel als Helmut "Der Boss" Rahn spielen ihre Rollen mit soviel Sympathie, dass es einem fast die Schuhe auszieht.
Ganz klar heraussticht in dieser beeindruckenden Riege aber haben Louis Klamroth als Matthias, Peter Lohmeyer als sein Vater, Johanna Gastdorf als Mutter und Katharina Wackernagel als die Frau des Reporters Paul Ackermann - die ist nämlich so göttlich, dass man mehrmals lauthals lachen muss, bei der Mimik, die sie an den Tag legt.
Die Geschichte lebt ganz klar von ihren Darstellern - ob sie allerdings authentisch ist, ist leider nicht zu beurteilen, jedoch ist sie sehr glaubhaft. Beeindruckend ist jedoch, dass es doch tatsächlich einen deutschen Film gibt, der von der Nachkriegszeit handelt, aber seine Darsteller nicht jammern lässt. "Uns geht’s so schlecht". "Mein Gott wir haben ja nix". Ganz im Gegenteil: Die Mutter baut in Abwesenheit ihres Mannes ein Lokal auf, die Kinder haben alle das Herz am rechten Fleck. Ein-, zweimal bekommt man sogar feuchte Augen. Wenn das ein deutscher Film schafft, der von Fußball handelt, dann muss wirklich etwas dran sein. Auch gut war die Art und Weise, wie sie erzählt wurde: "Das Wunder von Bern" ist zwar als Drama ausgeschrieben, hat aber soviel wunderbaren Witz und Situationskomik, dass das Wort Drama eine völlig neue Bedeutung bekommt.
Interessant zu beobachten sind auch die Kinobesucher: Vom 11jährigen bis zum Rentner ist alles dabei. Dass auch so etwas ein Film erreichen kann, ist doch erfreulich.
Zusammenfassend sei zu sagen: "Das Wunder von Bern" ist ein großartiger Film mit sensationellen Kulissen und einer beeindruckenden Riege an Schauspielern, die sich nicht verstecken müssen. Anspruchsvolles - deutsches - Kino mit Bestnote.
