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Invictus - Unbezwungen
Invictus
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Regie
Clint Eastwood
Drehbuch
Anthony Peckham
Produzenten
Clint Eastwood, Robert Lorenz, Lori McCreary, Mace Neufeld
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 134 min Land USA Kinostart 18.02.2010 DVD-Start 18.06.2010 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Südafrika, 1994: Der gerade erst gewählte Präsident von Südafrika, Nelson Mandela, tritt ein schweres Amt an. 27 Jahre saß er als politischer Gefangener in Haft. Nun soll er sein Land in ein neues Zeitalter führen. Von Schwarzen gefeiert, von Weißen gefürchtet, verblüfft der Menschenfreund seine Gegner, in dem er Dinge tut, die man von ihm nicht erwartet hätte. Er setzt keine weißen Regierungsmitarbeiter vor die Tür und behandelt schwarze Bürger Südafrikas nicht anders, als weiße und stößt damit seine Gegner – und auch seine Anhänger – erst einmal vor den Kopf. Es gilt ein neues Südafrika aufzubauen. Nelson Mandela steht für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
Doch die Apartheid lässt sich nicht so einfach verdrängen. Mandela sieht eine Chance in der Rugby-Nationalmannschaft des Landes. 1995 findet der Worldcup in Südafrika statt, bei dem seine Jungs gewinnen sollen. Dummerweise ist das Team in sehr schlechter Verfassung und kämpft mit Angst, Wut und fehlendem Selbstvertrauen. Mandela setzt alle Hoffnungen auf die kommende Weltmeisterschaft und trifft sich mit Francois Pienaar, dem Kapitän der Rugbymannschaft. In ihm findet er einen wichtigen Verbündeten. Gemeinsam glauben sie an den Sieg und daran, ihr Land weltpolitisch wieder besser zu stellen. Die Welt sieht auf Südafrika, auf Nelson Mandela. Wird das Wagnis gelingen?
Schauspieler
Morgan Freeman, Matt Damon, Tony Kgoroge, Patrick Mofokeng, Matt Stern, Julian Lewis Jones, Adjoa Andoh, Marguerite Wheatley, Leleti Khumalo, Patrick Lyster, Penny Downie, Sibongile Nojila, Bonnie Henna, Shakes Myeko, Robert Hobbs, Langley Kirkwood, Scott Eastwood, Grant Roberts
Filmkritik von Thomas Ays
Nelson Mandela studierte Jura an der Witwatersrand-Universität, bevor er als führender Anti-Apartheid-Kämpfer verurteilt und 27 Jahre ins Gefängnis geschickt wurde. Nach fast drei Jahrzehnten kommt kein verbitterter, alter Mann aus der Gefangenschaft, sondern ein Mensch, der mit sich und seinen Mitmenschen im Reinen ist. Er lässt sich als Volksvertreterkandidat aufstellen, gewinnt die Wahlen und wird der erste schwarze Präsident von Südafrika. Von seinen Mitarbeitern liebevoll bei seinem Stammesnamen „Mabida“ genannt, regiert er umsichtig und weltoffen und kämpft für ein friedliches, neues Südafrika, in dem Schwarze und Weiße miteinander leben können – ohne jeden Rassenhass. Doch das Ziel ist fern und muss erkämpft werden.
Das, was wie ein Hollywood-Drehbuch klingt, ist die Geschichte eines Mannes, den es zu bewundern gilt. Wer nach so langer Zeit aus dem Gefängnis kommt und in der Lage ist, Werte, wie Freiheit, Gleichheit, Frieden und Brüderlichkeit zu vermitteln, der verdient zu Recht den Friedensnobelpreis.
Clint Eastwood hat ein Händchen für solche Geschichten. Der vierfache OSCAR-Preisträger schafft es auch in „Invictus – Unbezwungen“ zu berühren, zu packen und zu begeistern. Es gibt viele, schwerwiegende Gründe, sich dieses Sport- und Biographiedrama nicht entgehen zu lassen. Die Musik ist beispielsweise zu jedem Zeitpunkt ein stimmungsvolles Element, das rührt und Zuschauer mit permanent feuchten Augen zurücklässt. Die Kamera und der Schnitt sind großartig und lassen keine Wünsche offen. Warum dieses Denkmal nicht als „bester Film“ bei den OSCARs ins Rennen geht, bleibt unklar. Vielleicht ist die Geschichte für diesen Filmpreis dann doch zu unamerikanisch.
Ein Geniestreich ist jedoch, wie in vielen Eastwood-Filmen, die Besetzung. Während Morgan Freeman als Nelson Mandela mit südafrikanischem Akzent über sich hinauswächst, läuft ein sensibel spielender Matt Damon zur Hochform auf und bietet Freeman eindrucksvoll die Stirn. Beide spielen jedoch nicht wie Platzhirsche, sondern tragen entscheidend zum Gelingen dieses wundervollen und hoffnungsvollen Films bei.
„Invictus – Unbezwungen“ ist ein weiteres Clint-Eastwood-Meisterwerk! Mit eindrucksvollen Bildern erzählt das Hollywood-Urgestein eine Geschichte, die viele Botschaften für seine Zuschauer bereithält und einem Mann ein Denkmal setzt, der es nicht nur verdient, sondern dem es weltpolitisch und menschlich zusteht. Ein schlicht und ergreifend fantastischer Film – ohne Kompromisse.
Wissenswertes
"Invictus - Unbezwungen" wurde im Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
Hollywood-Schwergewicht Clint Eastwood feierte vor allem als Regisseur große Erfolge. So wurde er für "Erbarmungslos" (1992) und "Million Dollar Baby" (2004) mit dem OSCAR im Fach Beste Regie ausgezeichnet. Für "Mystic River" (2003) und "Letters from Iwo Jima" (2006) erhielt er jeweils eine Nominierung in dieser Kategorie.
Bewertungen
| Thomas Ays | ![]() |
Stefanie Rufle | ![]() |
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Regie, Bester Schauspieler - Drama (Morgan Freeman), Bester Nebendarsteller (Matt Damon)
OSCAR-Nominierungen
Bester Hauptdarsteller (Morgan Freeman), Bester Nebendarsteller (Matt Damon)
| Besucherbewertung |
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Kommentare
Shruikan schreibt am 11.02.10, 15:17
Was für ein Film! Zunächst sollte man erwähnen, dass einem trotz der Länge zu keiner Sekunde langweilig wird. Es wird von Anfang bis Ende eine beeindruckende Story erzählt, welche durch die unglaubliche schauspielerische Leistung von Morgan Freeman und Matt Damon intensiviert wird. Sie machen den Film zu einem Meisterwerk!
Ruhige Szenen, in welchen die Dialoge im Vordergrund stehen wechseln sich mit actionreichen Rugby-Szenen ab und bieten durch die gesamte Spieldauer Spannung. Die Geschichte von Nelson Mandela wurde noch nie so ungezwungen und wirkungsvoll erzählt! 5/5 Sterne



