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Yella
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Regie
Christian Petzold
Drehbuch
Christian Petzold, Simone Bär
Produzent
Florian Koerner von Gustorf
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 86 min Land Deutschland Kinostart 13.09.2007 DVD-Start 18.04.2008 Verleih Kinowelt Home Entertainment |
Story
Yella hält es in ihrem Heimatdorf Wittenberg nicht mehr länger aus. Nachdem die Firma ihres Ehemannes Ben Insolvenz anmelden musste und sie ihn verlassen hat, stellt er ihr unangenehm nach. Sie hofft nun in Hannover ein neues Leben anfangen und den alten Ballast hinter sich lassen zu können. Kurz vor ihrer Abreise bittet Ben Yella jedoch, sie an den Bahnhof fahren zu dürfen. Auf dem Weg dort hin steuert er das Auto hinein in einen Fluss. Yella kann sich retten und schafft es so dennoch auf den Zug nach Hannover. Dort angekommen muss sie allerdings feststellen, dass sie ihren neuen Job nicht wird antreten können. Als sie kurz davor steht den Traum von ihrem neuen Leben zu begraben, lernt sie Philipp kennen, der ihr unverbindlich einen Job anbietet. Yella nimmt das Angebot an, bringt sich damit allerdings erneut in Schwierigkeiten.
Schauspieler
Nina Hoss, Devid Striesow, Hinnerk Schönemann, Barbara Auer, Burghart Klaußner, Christian Redl, Selin Barbara Petzold, Wanja Mues, Michael Wittenborn, Martin Brambach, Joachim Nimtz, Peter Benedict, Ian Norval, Peter Knaack, Thomas Giese
Filmkritik von Kathrin Lang
Tragische Figuren entpuppen sich immer mehr zum Spezialgebiet von Schauspielerin Nina Hoss. Auch in Christian Petzolds „Yella“ glänzt sie mit ihrer Darstellung der vom Leben gezeichneten Yella, die hilflos und verängstigt durch die Welt geht. Die wortkarge Rolle gibt Hoss die Möglichkeit, auch fernab verbaler Kommunikation zu überzeugen. Ihre Haltung, Mimik und Gestik sind Dreh- und Angelpunk der Charakterdarstellung, die in ihrer Intensität kaum übertroffen werden kann. Es gelingt der deutschen Schauspielerin ohne viel Worte viel zu sagen und ihre Figur dadurch glasklar zu zeichnen. Ihr zur Seite steht in „Yella“ ein wie immer souverän auftretender Devid Striesow, der es neben der stark agierenden Hoss allerdings schwer hat zu bestehen und ungewohnt blass wirkt.
Neben der toll agierenden Nina Hoss, glänzt „Yella“ auch noch auf einer anderen Ebene: der Inszenierung. Regisseur und Drehbuchautor Christian Petzold, der sich als neuer Vertreter des längst totgesagten Autorenkinos feiern lässt, inszeniert mit seinem Sozialdrama einen Film, der in seinen langen Kameraeinstellungen und langsamen Kamerabewegungen zu eindringlicher Größe findet. Das Grundthema - Yellas Flucht vor ihrem alten Dasein, hinein in eine nur scheinbar neue Welt – wird in den schweren, manchmal apathisch wirkenden Bildern hervorragend versinnbildlicht. Dazu fügen sich übernatürliche Momente, die die Wirklichkeitsgrenzen verschwimmen lassen und spannende Überlegungen zulassen. Obwohl Petzolds „Yella“ durchsichtig erscheint, so entgleitet einem schon bald der Blick auf die Wirklichkeit, wodurch die Einordnung der Ebene, auf der man sich gerade bewegt, schwer fällt. Durch dieses mitreißende Spiel gewinnt das Drama den Teil an Spannung zurück, der ihm durch den manchmal doch etwas zu träge wirkenden Inszenierungsstil verloren geht.
Wissenswertes
Für ihre Verkörperung der Titelfigur "Yella" gewann Nina Hoss den Silbernen Bären auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2007 sowie den Deutschen Filmpreis 2008. Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises erhielt Christian Petzolds Regiearbeit außerdem Nominierungen in den Kategorien Bester Spielfilm, Beste Regie und für die Beste Kamera.
Die von Christian Petzold als Trilogie angelegte Gespenster-Reihe umfasst folgende Teile:
Die innere Sicherheit
Gespenster
Yella