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Die kommenden Tage

Filmplakat Die kommenden Tage
Regie Lars Kraume  Drehbuch Lars Kraume  Produzenten Matthias Glasner, Lars Kraume, Katrin Schlösser, Jürgen Vogel, Andreas Schreitmüller, Jörn Klamroth 
Genre Science-Fiction-Drama  FSK 12  Filmlänge 129 min
Land Deutschland  Kinostart 04.11.2010  DVD-Start 05.05.2011  Verleih Universal Pictures

Story

Deutschland, 2020: Laura steht, zusammen mit ihrem kleinen Sohn, in den südlichen Alpen vor den Toren, die ins Nichts führen. Ein Leben in Deutschland, wie wir es einst kannten, existiert nicht mehr. Das Land ist mittlerweile von einer dicken Mauer umgeben. Dahinter leben nur Flüchtlinge und Migranten. Für Laura gibt es keinen anderen Ausweg, als die gesicherte Zone zu verlassen, um Unterschlupf bei ihrem Exfreund, der in einer Hütte in den Bergen lebt, zu suchen. Doch was ist passiert? Wie konnte es soweit kommen, dass die bodenständige Laura, für die das gesellschaftliche Leben alles bedeutete, ihrem Leben, ihrem Studium in Berlin den Rücken kehrt?

Acht Jahre zuvor: Laura wohnt zusammen mit ihrer Schwester Cecilia und deren Freund Konstantin in Berlins Mitte. Der nächste große Krieg um wichtige Ressourcen steht bevor. Die Welt befindet sich in jeglicher Hinsicht in einem Wandel, doch noch nicht jeder merkt, dass das Ende der Gesellschaft, wie wir sie heute kennen, bevorsteht. Konstantin jedoch erkennt die Problematik. Zusammen mit Cecilia und einem französischen Freund schließt er sich einer terroristischen Gruppe an. Als das Chaos tatsächlich ausbricht, sind Cecilia und Konstantin schon lange in den bewaffneten Kampf gezogen. Laura hingegen trifft der Wandel, vor allem die Auflösung der Institution Familie, vollkommen unverhofft...

Schauspieler

Die kommenden Tage Bernadette Heerwagen, Johanna Wokalek, August Diehl, Daniel Brühl, Susanne Lothar, Ernst Stötzner, Mehdi Nebbou, Vincent Redetzki, Michael Abendroth, Sebastian Blomberg, Jürgen Vogel, Alexander Yassin

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Die kommenden Tage Blickt der deutsche Filme generell gerne in die Vergangenheit, arbeitet dabei häufig alte Erlebnisse oder Traumata der deutschen Gesellschaft auf, geht Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Lars Kraume einen konträren Weg und blickt mit seinem Film „Die kommenden Tage“ in die Zukunft. Dabei entwickelt er die Geschichte für ein visionäres Drama, das zwar in Deutschland angesiedelt ist, dessen Thematik aber global zu sehen ist. Mit „Die kommenden Tage“ macht Kraume vehement auf unseren unüberlegten Umgang mit der Welt und unserer Natur aufmerksam.

Wir schreiben das Jahr 2020: Die natürlichen Ressourcen gehen zur Neige, wodurch ein erbitterter Kampf ums Überleben ausbricht. Ein Krieg, der nicht nur Menschenleben fordert, sondern zudem einen enormen Wandel der Gesellschaft herbeiführt. Ein Leben, wie wir es heute noch kennen, ist auf der Erde nicht mehr möglich. Inmitten dieser politischen und ökologischen Krise siedelt Lars Kraume die Geschichte über eine Gruppe junger Menschen an. Für Laura (Bernadette Heerwagen) liegt der Sinn des Lebens in der Evolution. Sie sehnt sich nach einer Familie und nach einem geregelten Leben. Im Gegensatz zu ihrer Schwester Cecilia (Johanna Wokalek) sieht sie den drohenden Untergang der Gesellschaft erst viel zu spät auf sich zukommen. Als das Chaos ausbricht, wird Laura vollkommen unverhofft davon getroffen. Cecilia hat sich mit ihren Freund Konstantin (August Diehl) hingegen schon lange einer terroristischen Gruppe angeschlossen. Aus dem Untergrund heraus, kämpfen sie auf radikale Weise gegen jene, die für die Katastrophe hauptverantwortlich sind. Mit dieser differenzierten Positionierung seiner Hauptfiguren schuf Autorenfilmer Lars Kraume eine Ausgangssituation, aus der heraus ein breit gefächerter Blick auf das Geschehen möglich wird. Auch wenn man nicht mit jeder Figur sympathisiert, so ist dem Zuschauer doch ein emotionaler Zugang zu all den verschiedenen Motiven und Beweggründen gegeben. Schnell nimmt man Anteil an dem Schicksal der Figuren, fühlt, leidet und hoffe mit ihnen.

Phänomenal besetzt, ist „Die kommenden Tage“ ein aufwühlendes, berührendes und wachrüttelndes Zukunftsdrama. Immer wieder spielt Lars Kraume mit den natürlich gegebenen Ängsten um das Fortbestehen der Gesellschaft. Harmonische, gar lustig anmutende Filmabschnitte, wechseln sich dabei mit krassen Szenen ab - Szenen, die dem Zuschauer zusetzen, ihn in seinem Kinosessel aufrütteln, und damit gekonnt auf die lauernde Gefahr aufmerksam machen. Ein Gefahr, vor der wir alle stehen. Eine Thematik, die uns alle betrifft.

Wissenswertes

Die kommenden Tage Regisseur Lars Kraume brachte uns 2005 "Keine Lieder über Liebe" in die Kinos.



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Kommentare

Sven schreibt am 29.07.11, 01:49
Langweilig, langweilig, langweilig. Der größte deutsche FLOP in diesem Jahr! Zurecht! Bin froh, dass Herr Brühl endlich mal gezeigt wird, dass er nicht zu den besten gehört!
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