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Looking for Eric
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Regie
Ken Loach
Drehbuch
Paul Laverty
Produzent
Rebecca O'Brien
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 116 min Land Großbritannien, Frankreich Kinostart 05.11.2009 DVD-Start 18.11.2010 Verleih Delphi Filmverleih |
Story
Das Schicksal meint es nicht gut mit Eric Bishop. Mit 50 Jahren ist der Postbote und alleinerziehende Vater am Ende. Einst waren es die Leidenschaft für "sein" Manchester United, vor allem für deren Star Eric Cantona, und die Liebe zu seiner Traumfrau Lily, die ihm das Leben versüßten. Doch Lily, mit der er eine mittlerweile erwachsene Tochter hat, ließ er damals im Stich, als sie ihn am meisten gebraucht hätte. Und Cantona hat seine Karriere schon lange beendet. Als seine Söhne aus einer späteren Beziehung sich als Kleinkriminelle entpuppen, gleitet Eric das Leben endgültig aus den Händen. Den Anforderungen des Lebens nicht mehr gewachsen, ist er von Selbstzweifeln geplagt und flüchtet sich in Zwiegespräche mit dem lebensgroßen Poster Cantonas' in seinem Schlafzimmer. Als sein Idol plötzlich leibhaftig vor ihm steht, wendet sich das Blatt. Von Cantona inspiriert, intensiviert er den Kontakt mit seiner großen Liebe Lily wieder. Aber damit nicht genug. Den kriminellen Elementen, denen sein Sohn in die Hände gefallen ist, zeigt er gemeinsam mit seinen Freunden, dass man sich mit fanatischen Fußballfans besser nicht anlegt. Die "Operation Cantona" kann beginnen...
Schauspieler
Steve Evets, Eric Cantona, John Henshaw, Stephanie Bishop, Stefan Gumbs, Lucy-Jo Hudson, Cole Williams, Dylan Williams, Max Beesley
Filmkritik von Achim Lay
Dass wir das noch erleben dürfen! Regie-Altmeister Ken Loach, bekannt für seine eindringlichen, von Pessimismus und Hoffnungslosigkeit geprägten Studien des britischen Proletariats, überrascht uns mit einem modernen, intensiven Märchen voller Leidenschaft und Fantasie. Die realistischen Bezüge zu den brillanten Charakterstudien läßt er dennoch nicht ausser Acht. Die Balance zwischen der "on location" in Manchester gedrehten, beinahe dokumentarisch anmutenden Inszenierung und der charmanten Leichtigkeit des Märchens, meistert Loach mit Bravour. Dies hat er nicht zuletzt einem Ensemble hervorragender Darsteller zu verdanken, die mit Leib und Seele ihre Rolle verkörpern. Steve Evets und Stephanie Bishop als verhindertes Liebespaar sind so authentisch, dass man förmlich herbeisehnt, sie mögen sich endlich in die Arme schließen. Erics' Freunde, eine Ansammlung skurriler Typen mitten aus dem Leben, und die französische Fußballlegende Eric Cantona geben dem Film mit ihrem Charisma die nötigen Zutaten, aus denen Loach ein Menü der besonderen Art bereitet. Cantona, in seiner Heimat als "Enfant Terrible" und "launische Diva" verschrien, eroberte in den neunziger Jahren die Herzen der Fans von Manchester United im Sturm und avancierte zur lebenden Legende am "Old Trafford". Die kultige Verehrung seiner Anhänger macht sich Loach hier zunutze, indem er Cantona als eine Art "Bezaubernde Jeannie" auftreten läßt, der seinem abgehalfterten Namensvetter auf die Sprünge hilft.
Erfrischend anders, witzig und mitreißend. Dieser Film versprüht einen Zauber, dass man ihn nach dem Abspann gleich nochmal anschauen könnte. Vielleicht gibt es aber auch den ein oder anderen, der nach der Vorstellung zum Telefon greift, und der heimlichen Liebe endlich seine wahren Gefühle gesteht. Der gute Wille ist es, der hier zählt. Wie sagt Eric Cantona doch gleich? Es ist der geniale Pass zum Mitspieler, der noch wichtiger ist als der eigene Torschuss!
