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The Silent House
La casa muda
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Regie
Gustavo Hernández
Drehbuch
Oscar Estévez
Produzent
Gustavo Rojo
Genre Horror-Thriller FSK 18 Filmlänge 74 min Land Uruguay, 2010 DVD-Start 07.07.2011 Verleih Kinowelt |
Story
Laura und ihr Vater Wilson sollen im Auftrag eines Freundes ein unbewohntes Haus auf dem Land renovieren. Da sie erst spätabends ankommen, übernachten sie im Untergeschoss des Gebäudes. Bevor Wilsons Freund sie für die Nacht alleine lässt, warnt er sie noch davor, das Obergeschoss des Hauses zu betreten, da der Fußboden völlig morsch sei. Doch kaum haben Vater und Tochter sich zur Ruhe begeben, hört Laura seltsame Geräusche von oben. Sie kann Wilson überreden, ins Obergeschoss zu gehen und nachzusehen, was die Quelle der verstörenden Laute ist. Als ihr Vater nicht mehr von oben zurückkehrt, bleibt Laura nichts anderes übrig, als selbst nach dem rechten zu sehen…
Schauspieler
Florencia Colucci, Abel Tripaldi, Gustavo Alonso, María Salazar
Filmkritik von Stefanie Rufle
„The Silent House“ wurde vollmundig als Real Horror in Real Time angekündigt und soll zusätzlich auch noch durch seinen experimentellen Charakter überzeugen, wurde der Streifen doch angeblich in einer einzigen Einstellung gedreht. Diese beiden Aspekte sind dann aber auch schon so ziemlich alles, wodurch sich „The Silent House“ auszeichnet. Außerdem ist die Idee, einen Film ohne Schnitte zu drehen, ja nicht ganz neu. Schon Alfred Hitchcock versuchte diese Methode bei „Cocktail für eine Leiche“ umzusetzen, verfügte damals aber noch nicht über die ausgefeilten Methoden der heutigen Zeit. In allen anderen Bereichen jedoch versagt dieser Horrorfilm kläglich. Auch wenn die Geschichte weder besonders aufregend noch sonderlich innovativ ist, gäbe es doch jede Menge Möglichkeiten für Gänsehaut erzeugende Spannung: ein einsames, heruntergekommenes Haus in der Einöde, eine junge Frau, die plötzlich ganz allein mit einem Mörder ist, jede Menge dunkle Winkel und Ecken. Doch all diese Chancen, aus „The Silent House“ einen Horror-Schocker zu machen, verstreichen ungenutzt.
Hier versagen sowohl Drehbuch wie Inszenierung jämmerlich, was noch durch die völlig unpassende Filmmusik unterstrichen wird. Der Großteil des Films spielt sich im Dunkeln ab, was dazu führt, dass man schlicht und ergreifend kaum etwas sieht. Wovor sollte man sich also fürchten? Selbst wenn Hauptdarstellerin Florencia Colucci ihre Sache vielleicht ganz gut macht, kann man das als Zuschauer kaum beurteilen, da man von ihrem Spiel viel zu wenig zu sehen bekommt. Insgesamt wirkt ihr Handeln aber einfach zu unglaubwürdig und aufgesetzt. Fakt ist jedenfalls, dass nicht einmal Spannung oder gar Grusel aufkommen will – Langeweile ist von Anfang bis Ende garantiert, woran auch die zugegebenermaßen überraschende Auflösung nichts zu ändern vermag. Wie es hier zu einer Altersbegrenzung von 18 Jahren kommen konnte, steht in den Sternen.
Am Ende bleibt nur eines zu sagen: Thema verfehlt – setzen – sechs!
Die Geschichte, die in „The Silent House“ erzählt wird, soll auf einer wahren Begebenheit beruhen, die sich angeblich in den Vierzigerjahren in Uruguay zugetragen hat.