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Bis später, Max!
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Regie
Jan Schütte
Drehbuch
Jan Schütte
Produzenten
Kai Künnemann, Martin Hagemann
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 85 min Land Deutschland, Österreich Kinostart 09.04.2009 Verleih 3Rosen |
Story
Der jüdische Schriftsteller Max Kohen ist ein typisch verstreuter Künstler. Als Luftikus lebt er heute hier, morgen dort. Nicht nur, dass er viel auf Lesereisen unterwegs und ständig an die Schreibmaschine gefesselt ist, auch an weiblichen Geliebten fehlt es ihm wahrlich nicht. Sein Alter macht ihm jedoch zunehmend zu schaffen, weshalb er sich um sein Sexualleben sorgt. In dieser ohnehin schon schwierigen Situation passt ihm seine eifersüchtige Freundin Reisel überhaupt nicht in den Kram. Mit ihren ständigen Kontrollanrufen verstärkt sie sein Kummer noch mehr. Seinen starken Gefühlen und Empfindungen kann er vor allem durch das Schreiben freien Lauf lassen…
Schauspieler
Otto Tausig, Rhea Perlman, Barbara Hershey, Tovah Feldshuh, Elizabeth Peña, Carlone Aaron, Olivia Thirlby, Brian Doyle-Murray
Filmkritik von Kathrin Lang
Auf drei Kurzgeschichten des Literaturnobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer hat sich der deutsche Regisseur und Drehbuchautor Jan Schütte gestürzt, um sein Biopic „Bis später, Max!“ mit Inhalt zu füllen. Dabei vermischen sich die fiktiven Geschichten eindrucksvoll mit der Realität und dem tatsächlichen Leben des Schriftstellers. Trotz der sehr kurzen Spielzeit von gerade mal 84 Minuten, gelingt es Schütte ein sehr umfangreiches und eindrückliches Bild von einem besonderen Mann zu hinterlassen. Zügig wird die Geschichte erzählt und findet ihren Reiz vor allem in dem Gelungenen Mix aus Fiktion und Faktum. Aber auch der Charme, den Hauptdarsteller Otto Tausig seiner Figur Max verleiht, trägt wesentlich zu dem Gelingen des Filmes bei. In den Reihen der Nebendarstellerinnen lassen sich ebenfalls einige bekannte Namen finden, die sich mit ihrem Schauspiel alle Ehre machen. Unter ihnen eine eindrucksvolle Barbara Hershey, die in ihrer Rolle der Geliebten Rosalie nachhaltig beeindruckt.
Die Themen von „Bis später, Max“ sind auf sehr vielen Ebenen miteinander verwoben. Es geht um die Kunst des Schreibens, um Liebe, um sexuelle Triebe im Alter und nicht unwesentlich auch um die Sehnsucht nach Freiheit und die Suche nach Anerkennung für das eigene Schaffen und Wirken. All diese Themen werden auf einer manchmal amüsanten, manchmal tragischen Ebene behandelt und sorgen in ihrer Vielfältigkeit für gute Unterhaltung. Etwas schwierig dürfte manchem Zuschauer hingegen die Einordnung dieses Filmes fallen. Wer sich im Vorfeld nicht genügend informiert hat, dürfte einige Probleme damit haben, den Zusammenhang zwischen Max Kohen und Isaac Bashevis Singer herzustellen. Etwaige Erklärungen spart „Bis später, Max!“ gänzlich aus, was es dem unwissenden Zuschauer nicht immer einfach macht, der Geschichte zu folgen.
"Bis später, Max!" basiert auf drei Erzählungen des Literaturnobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer.