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Lila, Lila
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Regie
Alain Gsponer
Drehbuch
Alex Buresch
Produzenten
Andreas Fallscheer, Henning Ferber, Marcus Welke, Sebastian Zühr
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 108 min Land Deutschland Kinostart 17.12.2009 DVD-Start 27.08.2010 Blu-ray-Start 27.08.2010 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
David hat sich unsterblich in Marie verliebt, die er bei seinem Kellnerjob kennengelernt hat. Leider interessiert sich Marie nicht sonderlich für den linkischen, unbeholfenen David. Das ändert sich schlagartig, als David in einem alten Nachttisch das Manuskript eines Romans aus den fünfziger Jahren entdeckt. Da David vermutet, dass der Verfasser längst gestorben ist, gibt er sich bei Marie als Autor aus. Die ist hingerissen von David und "seinem" Roman und bietet diesen ohne sein Wissen einem Verlag an. So wird "Lila, Lila" zu einem Bestseller und Marie Davids Geliebte.
David kommt mit dem ständigen Versteckspiel immer weniger klar, würde Marie am liebsten die Wahrheit gestehen – aber er ist sich ihrer Liebe nicht hundertprozentig sicher. Als dann auch noch der ominöse Jacky den Schauplatz der Geschehnisse betritt und sich als wahrer Autor ausgibt, verliert David mehr und mehr die Kontrolle.
Schauspieler
Daniel Brühl, Hannah Herzsprung, Henry Hübchen, Kirsten Block, Alexander Khuon, Godehard Giese, Stefan Ruppe, Henriette Müller, Simon Eckert
Filmkritik von Thomas Ays
2004 erschien der Roman „Lila, Lila“ des Schweizer Erfolgsautors Martin Suter und wurde, wie viele seiner Bücher, zu einem echten Hit. Auch der Roman im Film „Lila, Lila“ wird ein Hit und fördert einen vollkommen überforderten David Kern (Daniel Brühl) zu Tage. Daniel Brühl wollte man so vielleicht schon immer mal sehen. Zurückhaltend spielend, leise, fast schon monoton ruhig, spielt er seine Figur. Diese Leistung sollte viele Daniel Brühl-Kritiker zufriedenstellen. An seiner Seite: Jungschauspielerin Hannah Herzsprung, die nach „Vier Minuten“ nun eine einfachere und „normalere“ Rolle spielen darf und auch die souverän meistert. Beide zusammen ergeben ein echtes Traumpaar, das gemeinsam auf der Leinwand ungestüm und stark wirkt. Gleichauf sind sie, diese beiden Schauspieler. Überzeugend. Hart. Selbstbewusst. Zu Brühl und Herzsprung gesellt sich ein herrlich spielender Henry Hübchen, der als undurchsichtiger Alkoholiker eine durchweg glaubhafte Vorstellung liefert.
Auch wenn man schnell ahnt, wohin die Reise führen wird, „Lila, Lila“ wurde von Regisseur Alain Gsponer glaubwürdig inszeniert und durchweg sympathisch fotografiert. Hier hat der Zuschauer 108 Minuten Spaß, darf aber auch mit ernsten Gedanken über Selbstfindung und Ehrlichkeitsbestreben nach Hause gehen.
"Lila, Lila" basiert auf dem gleichnamigen Roman des Schweizer Autors Martin Suter.
