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After.Life
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Regie
Agnieszka Wojtowicz-Vosloo
Drehbuch
Agnieszka Wojtowicz-Vosloo, Paul Vosloo, Jakub Korolczuk
Produzenten
Brad M. Gilbert, Bill Perkins, Celine Rattray
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 99 min Land USA, 2009 DVD-Start 05.08.2011 Blu-ray-Start 05.08.2011 Verleih Koch Media |
Story
Anna Taylor ist Lehrerin und mit ihrem Leben alles andere als zufrieden. Ohne Liebe durch ihre Mutter hat es die junge Frau niemals geschafft, zu vertrauen oder gar sich auf jemanden einzulassen. Nur mit Medikamenten kommt sie durch den Tag und schafft es einigermaßen zu überleben. Ihr Freund, der Anwalt Paul Coleman ist einigermaßen ratlos, wie er mit seiner manchmal alles andere als einfachen Freundin umgehen soll. Dennoch liebt er sie und das will er ihr eines Abends mit einem Heiratsantrag in einem teuren Restaurant beweisen. Doch bevor Paul fragen kann, haben die beiden wieder einmal einen Streit und Anna fährt wütend und weinend davon.
Wenig später wacht sie auf einer kalten Barre auf und ein Typ macht sich gerade mit einer Schere an ihrem Kleid zu schaffen. Sie wird hysterisch und fragt, was geschehen sei. Eliot Deacon, der Leichenbeschauer, sagt ihr, dass sie tot ist...
Schauspieler
Christina Ricci, Liam Neeson, Justin Long, Chandler Canterbury, Celia Weston, Luz Alexandra Ramos, Josh Charles, Rosemary Murphy, Malachy McCourt, Shuler Hensley, Alice Drummond, Sam Kressner, Doan Ly, Jack Rovello
Filmkritik von Thomas Ays
Agnieszka Wojtowicz-Vosloo hat erkannt, was viele vor ihr auch schon gewusst haben. Richtig eingesetzt, ist Schauspielerin Christina Ricci genau das richtige Stilmittel, um einen düsteren Film umzusetzen. Ihre morbide Ausstrahlung gepaart mit ihrer eiskalten Aura, die die Mimin nur allzu gut beherrscht, ist nur als atemberaubend zu bezeichnen. Kein anderes Wort passt derart gut zu Christina Ricci, wie das. Atemberaubend schön. Atemberaubend faszinierend. Atemberaubend ausdrucksstark. Mit roten Haaren und ebensolchem Kleid inszenierte die Regisseurin und Drehbuchautorin ihre Hauptdarstellerin perfekt. Auch Liam Neeson als Leichenbeschauer und Justin Long als trauernder Partner Paul sind überzeugend. Dennoch reicht an Ricci niemand heran. Selbst Neeson schafft es nicht, ihr in den vielen gemeinsamen Szenen die Stirn zu bieten.
Die Geschichte allerdings ist eine Mogelpackung. Wohin führt die Reise? Was ist mit ihr geschehen? Welche Rolle spielt der Leichenbeschauer? Was ist real, was Fiktion? Alle Fragen, die man sich während "After.Life" stellt, werden von Agnieszka Wojtowicz-Vosloo nicht wirklich beantwortet. Man kann sich nach dem Film vielmehr selbst so einiges zusammenreimen, sollte man dazu Lust haben. In Wahrheit ist dieser Film ein optisches Meisterwerk mit einer stimmungsvoll und atmosphärisch in Szene gesetzten Geschichte ohne Antworten. Im Fall von Christina Ricci braucht man hier nicht mehr, als nur sie in ihrem rot schimmernden Kleid und ihren eiskalten Blick.
Ursprünglich sollten Kate Bosworth und Alfred Molina die Hauptrollen spielen, bevor sie von Christina Ricci und Liam Neeson ersetzt wurden. "After.Life" wurde in nur 25 Tagen gedreht.
