Das Bildnis des Dorian Gray

Dorian Gray

Filmplakat Das Bildnis des Dorian Gray
Regie Oliver Parker  Drehbuch Toby Finlay  Produzent Barnaby Thompson 
Genre Drama  FSK 16  Filmlänge 112 min
Land Großbritannien  Kinostart 15.04.2010  DVD-Start 30.08.2010  Verleih Concorde Film

Story

Dorian Gray ist noch jung und unerfahren, als er nach London heimkehrt, um die Erbschaft seines verstorbenen Großvaters anzutreten. Dank seiner reizenden Art und seines guten Aussehens ist er in der Upperclass bald ein gern gesehener Gast. Der Maler Basil Hallward führt Dorian in die feine Gesellschaft ein und überredet ihn sich von ihm malen zu lassen. Hallwards Freund Lord Henry Wotton wird bald auf den jungen Mann aufmerksam und nimmt ihn unter seine Fittiche. Der Zyniker predigt Dorian sein Leben nur nach dem eigenen Genuss auszurichten, solange sein Aussehen ihm noch alle Türen öffnet. Von seinem eigenen Anblick bei der Enthüllung des Portraits überwältigt, wünscht Dorian Gray sich, das Gemälde solle an seiner Statt altern. Fortan stützt er sich in die zweifelhaften Vergnügungen, die London zu bieten hat. Und sein Wunsch wird erhört. Egal was er auch tut, er bleibt äußerlich unverändert…

Schauspieler

Das Bildnis des Dorian Gray Colin Firth, Ben Barnes, Rachel Hurd-Wood, Rebecca Hall, Emilia Fox, Caroline Goodall, Ben Chaplin, Fiona Shaw, Maryam d'Abo, Jo Woodcock, Johnny Harris, Michael Culkin, Pip Torrens

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Das Bildnis des Dorian Gray Sex, Drugs und ein Schuss Horroreffekte – Die Neuverfilmung des Klassikers „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde bietet neben einer opulenten Ausstattung viel von jenen Oberflächlichkeiten, die man bei nicht genauer Kenntnis für die Essenz aus Wildes Roman halten könnte. Bei Erscheinen war sein Buch ein Skandal und DAS Gesprächsthema in den Salons der besseren Gesellschaft. Seiner filmischen Adaption aus dem Jahre 2010 wird dies sicher nicht vergönnt sein. Regisseur Oliver Parker und seinem Drehbuchautoren Toby Finlay gelingt es leider nicht, den Kern von Oscar Wildes Gesellschaftskritik einzufangen und auf die Leinwand zu bringen. Sie bleiben mit ihrem Versuch bei den sexuellen Ausschweifungen und den Drogen hängen und dramatisieren jede sich bietende Facette der Handlung. Figuren bekommen neue Lebensläufe, werden ganz weg gelassen oder neu hinzuerfunden. Von den Handlungsverläufen im Roman bleiben nur die Eckwerte und der philosophische Ansatz fehlt beinahe völlig. Der gesamte Film ist mit bedeutungsschwangerer, düsterer Musik unterlegt, so dass das nahende Unheil eigentlich bereits ab den ersten Filmminuten auf der Hand liegt. Unterm Strich bleibt von Oscar Wildes Buch, seinem Inhalt, am Ende wenig übrig. Ein Umstand, der sehr bedauerlich ist, ist Wildes Buch doch so viel mehr als Sex, Drugs und ein Schuss Horroreffekte. Mit seiner kritischen Auseinandersetzung zur Bedeutung von Schönheit und ihrer Wertigkeit in der Gesellschaft ist es nach wie vor aktuell und zeitgemäß. Die Verfilmung bietet davon leider nichts. Auch die beiden Hauptdarsteller Ben Barnes als Dorian Gray und Colin Firth als Lord Henry Wotton haben, bei solider Leistung, letztlich nicht das Charisma, den Film aus den seichten Untiefen herauszuheben.

Wissenswertes

Das Bildnis des Dorian Gray Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Oscar Wilde. Die Vorlage wurde bis 2010 15 Mal verfilmt. Auf Moviesection.de sind folgende Filme vertreten:
Das Bildnis des Dorian Gray (1945)
Das Bildnis des Dorian Gray (1969)
Das Bildnis des Dorian Gray (1973)
Das Bildnis des Dorian Gray




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