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Tatort - Nasse Sachen (TV)
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Regie
Johannes Grieser
Drehbuch
Andreas Knaup
Produzent
Jan Kruse
Genre Krimi Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2011 Verleih MDR |
Story
Als des Nachts eine Leiche mitten auf der Straße von der Müllabfuhr gefunden wird, stehen bald auch Hauptkommissarin Eva Saalfeld und ihr Kollege, der Hauptkommissar Andreas Keppler, auf der Matte, um den Fall zu untersuchen. Schnell kommen sie dabei gewieften Autoschiebern auf die Spur. Doch es scheint noch mehr dahinter zu stecken - viel mehr. Während Saalfeld sich mit der Staatsanwaltschaft und längst ruhenden Geschichten befassen muss, ermittelt Keppler gezwungenermaßen zeitweise alleine. Der Fall nimmt gigantische Ausmaße an und führt die Ermittler in vollkommen ungeahnte Machenschaften, die auch mit der Stasi zusammenzuhängen scheinen...
Schauspieler
Simone Thomalla, Martin Wuttke, Claudia Michelsen, Günter Junghans, Uwe Preuss, Jörg Hartmann, Peter Benedict, Henrike von Kuick, Maxim Mehmet, Marie Anne Fliegel, Stefan Gräbner
Filmkritik von Thomas Ays
In „Nasse Sachen“, dem neuesten „Tatort“ aus Sachsen, ist das mit der Glaubwürdigkeit so eine Sache. Wenn Simone Thomalla alias Hauptkommissarin Eva Saalfeld mit ihren hochhackigen Schühchen auf Kopfsteinpflaster Verdächtigen hinterher rennt und sie schließlich actionreich stellt, kann man das als Zuschauer nicht so ganz ernst nehmen. Es kostet auch hier Glaubwürdigkeit, wenn eine Beamtin dieser Berufsgruppe manchmal derart inkompetent erscheint. Und wenn Regisseur Johannes Grieser das während der Inszenierung nicht merkt, geht das schon nicht mit rechten Dingen zu.
Abgesehen von dem ein oder anderen Patzer solchen oder ähnlichen Ausmaßes, ist Grieser, gemeinsam mit seinem Drehbuchautoren Andreas Knaup, ein spannender und vielschichtiger „Tatort“ gelungen, der in die Machenschaften der DDR und ihrer Staatssicherheit, als auch in die persönliche Geschichte seiner Kommissarin blickt. Dies ist alles glaubhaft und, gerade am Ende, sehr packend inszeniert und auch gut gespielt. Gerade Martin Wuttke als Hauptkommissar Andreas Keppler ist hier wieder eine sichere Bank.
„Nasse Sachen“ ist somit ein sehenswerter und spannend inszenierter „Tatort“ aus Leipzig geworden. Würde man als Regisseur nun noch auf Details der Hauptfigur achten, könnte man sich von einem Krimi dieser Art durchweg überzeugen lassen.
Wissenswertes
Alle Fälle von Saalfeld und Keppler:
• 2008: Todesstrafe
• 2008: Ausweglos
• 2008: Unbestechlich
• 2009: Schwarzer Peter
• 2009: Mauerblümchen
• 2009: Falsches Leben
• 2010: Absturz
• 2010: Heimwärts
• 2010: Schön ist anders
• 2011: Rendezvous mit dem Tod
• 2011: Nasse Sachen
• 2012: Todesbilder
| Besucherbewertung |
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Kommentare
roschflor schreibt am 13.06.11, 22:05
Nachdem ich gelesen Habe, dass der Autor elf Folgen von "In aller Freundschaft" geschrieben hat, erübrigt sich eine Meinungsäußerung zu "Nasse Sachsen", Entschuldigung, war ein freudscher Schreibfehler, "Nasse Sachen". Soviel moralisierendes Gut- und Schlechtmenschentum - da kann einem schön mal schlecht werden.

