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Die Brücke (TV)
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Regie
Wolfgang Panzer
Drehbuch
Manfred Gregor, Wolfgang Kirchner
Produzenten
Guido Gerold, Jürgen Herbstreit, Marian Redmann
Genre Kriegs-Drama FSK 12 Filmlänge 101 min Land Deutschland, 2008 DVD-Start 06.10.2008 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
April 1945: Nazideutschland steht kurz vor der Kapitulation, als in einer Kleinstadt im Bayrischen Wald acht 16jähirge von der Schulbank weg zum Kriegsdienst rekrutiert werden. Sie sollen die Brücke im Ort vor der Eroberung durch die Amerikaner verteidigen, obwohl diese längst zur Sprengung vorgesehen ist. Während sich die Oberbefehlshaber aus dem Staub machen, engagieren sich die acht Jungs voller Enthusiasmus für ihre Mission. Denn Sinn des Befehles fangen sie erst an in Zweifel zu ziehen, als die Angriffe der Amerikaner die ersten Toten fordern.
Schauspieler
Lars Steinhöfel, Paula Schramm, Franka Potente, François Goeske, Robert Höller, Florian Heppert, Daniel Axt, Toni Deutsch, Alexander Becht, Michael Lott
Filmkritik von Melanie Frommholz
In den 50er Jahren verfilmte Bernhard Wicki die Romanvorlage von Gregor Dorfmeister und schuf damit einen wegweisenden Antikriegsfilm, der mit zahlreichen Preisen bedacht wurde. 2008 wagte sich nun Wolfgang Panzer an eine Neuadaption für das Fernsehen. „Hochkarätig besetzt und packend verfilmt“ so wirbt man für einen Film, der außer bedeutungsschwangerer Musik wenig zu bieten hat. Da wo das darstellerische Können versagt, soll düstere und Unheil verkündende Musik für die nötige Dramatik sorgen. Es ist viel Musik zu hören in „Die Brücke“, denn auf darstellerische Glanzleistungen wartet man hier vergebens. Diese Neuverfilmung setzt auf Optik, Effekte und platte Klischees und symbolisiert damit mit Nichten die Sinnlosigkeit des Krieges. Scheinbar war es wichtiger in die Handlung noch die eine oder andere Sexszene einzubauen, als die Vielschichtigkeit der Dramatik dieser letzten Kriegstage herauszuarbeiten. Die acht Jungs auf der Brücke bleiben genauso blass, wie eine um Glaubwürdigkeit ringende Franka Potente als deren Lehrerin. „Die Brücke“ – 2008: In einer Zeit, in der Krieg wieder als probates politisches Instrument diskutiert wird, wurde die Chance vertan einer jüngeren Generation die Sinnlosigkeit von Krieg nahe zu bringen.
Wissenswertes
Die Buchvorlage von Gregor Dorfmeister (auch bekannt als Manfred Gregor) wurde bereits früher verfilmt:
Die Brücke (1949)
Die Brücke (1959)
Die Verfilmung aus dem Jahr 1959 stammt von Regisseur Bernhard Wicki und war 1960 für den Auslands-OSCAR nominiert. Sie gewann unter anderem den Deutschen Filmpreis in Gold und den Golden Globe.
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