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Der große Bluff - Das Howard Hughes Komplott
The Hoax
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Regie
Lasse Hallström
Drehbuch
William Wheeler, Clifford Irving
Produzenten
Betsy Beers, Mark Gordon, Leslie Holleran, Joshua D. Maurer, Bob Yari
Genre Krimi FSK 12 Filmlänge 112 min Land USA, 2006 DVD-Start 19.11.2009 Verleih Ascot Elite |
Story
Nachdem sein sicher veröffentlich geglaubtes Buch in letzter Minute vom Verlag doch nicht auf den Markt gebracht wird, ist der amerikanische Schriftsteller Clifford Irving kurz vor dem finanziellen Kollaps. Auf der Suche nach einer Möglichkeit seinen Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen, verfällt er auf eine wahnwitzige Idee: Er behauptet der exzentrische Milliardär Howard Hughes wolle mit seiner Hilfe eine Autobiographie schreiben. Die Nachricht schlägt bei Irvings Verlag ein wie eine Bombe, lebt Hughes doch völlig isoliert und lehnt jede Interviewanfrage seit Jahren ab. Irvings Lügen sind derart überzeugend, dass ihm alle Verantwortlichen auf den Leim gehen. Endlich mit der erträumten Aufmerksamkeit bedacht, läuft der Autor zu wahrer schriftstellerischer Höchstform auf und bringt damit einen Skandal ins rollen, der seinesgleichen in der Geschichte sucht…
Schauspieler
Richard Gere, Alfred Molina, Marcia Gay Harden, Hope Davis, Julie Delpy, John Carter, Judi Barton, Raul Julia Jr., James Biberi, Christopher Evan Welch, Okwui Okpokwasili, Antonie Knoppers
Filmkritik von Melanie Frommholz
Clifford Irving und seine erfundene Autobiographie von Howard Hughes war in den 70er Jahren für Amerika wohl dass, was Konrad Kujau mit seinen gefälschten Hitler-Tagebüchern in den 80er für Deutschland war – ein ungeheuerlicher Skandal, bei dem sich hinterher alle Beteiligten kritisch fragen mussten, ob die Gier an etwas Unglaublichen beteiligt zu sein die eigene kritische Urteilskraft doch merklich trübte. Lasse Hallström begibt sich mit „Der große Bluff“ auf die Spur dieses ungeheuerlichen Betruges und seines Initiators. Das Drehbuch basiert auf einem Buch, mit dem Clifford Irving die Geschehnisse selbst erzählt. Man darf daher bestimmt augenzwinkernd fragen, ob sich der Schriftsteller damit nicht im Nachhinein noch in ein besseres Licht setzen wollte.
Hallström versucht die Beweggründe Irvings zu ergründen. Warum wagt jemand solch einen enormen Schwindel? Zusammen mit einem sensationell spielenden Richard Gere präsentiert er uns einen Mann, der stets größer sein wollte, der Aufmerksamkeit wollte, welche ihm nach eigenem Ermessen auch zustand. Er zeigt aber auch einen Mann, der sich immer mehr in seinen eigenen Lügen verstrickt und beginnt, selbst an diese zu glauben. Der Filmemacher will Irving nicht als einen Betrüger verstanden wissen, der es nur aufs Geld abgesehen hatte. Er zeigt ihn als einen Mann, der sich in seine eigene geniale Idee verrennt. Hallström führt dabei gleichzeitig in entwaffnender Art und Weise die Wahrheit hinter den Worten „Frechheit siegt“ vor Augen. Egal ob Clifford Irving nun nur auf das große Geld aus war oder endlich sein schriftstellerisches Talent gewürdigt sehen wollte, seine Geschichte ist der Stoff aus dem tolles Kino gemacht wird.
