My Name Is Khan

Filmplakat My Name Is Khan
Regie Karan Johar  Drehbuch Shibani Bathija  Produzenten Karan Johar, Gauri Khan 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 126 min
Land Indien  Kinostart 10.06.2010  DVD-Start 22.10.2010  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Rizvan Khan ist anders. Seine Mutter erkennt dies früh und liebt ihn dennoch so wie er ist. Eine Liebe, die den autistischen Jungen stark macht und ihn nach ihrem Tod den Weggang aus Indien und den Neubeginn in Amerika wagen lässt. Amerika hält für Rizvan viele Abenteuer und mit der schönen, allein erziehenden Mutter Mandira auch die große Liebe bereit. Rizvan und Mandira heiraten, obwohl er Moslem und sie hinduistisch geprägt ist. Sie erleben eine Zeit des unbeschwerten Glücks, die durch den 11. September 2001 ein jähes Ende findet. Plötzlich sind Moslems Feinde und grundsätzlich alle mögliche Terroristen. Rizvan lernt nun auch die dunkle Seite seiner neuen Heimat kennen. Als sein Liebe zu Mandiras in ihren Grundfesten erschüttert wird, wagt der am Asperger-Syndrom leidende Mann eine ungewöhnliche Reise quer durch Amerika. Seine Botschaft: Toleranz. Seine Hoffnung: Die Frau zurückzugewinnen, der sein Herz gehört.

Schauspieler

My Name Is Khan Shahrukh Khan, Kajol, Christopher B. Duncan, Tanay Chheda, Alexi Torres, Julien Zuccolin, Steffany Huckaby, Katie A. Keane, Shane Harper, Adrian Kali Turner

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms My Name Is Khan „Mein Name ist Khan und ich bin kein Terrorist.“
Ein einfacher Satz mit einer nachhaltigen Wirkung. Er bringt auf den Punkt, was Ereignisse, wie der 11. September 2001 mit uns machen. Sie bringen uns dazu andere Menschen nach unseren eigenen Vorurteilen zu beurteilen. Insoweit verfolgte Bollywood-Superstar Shahrukh Khan mit seinem Film „My Name is Khan“ ein wichtiges Ziel: Er wirbt für rassen- und konventionsübergreifende Toleranz. Khan tut dies auf die Bollywood-typische Art und Weise. Ohne klassische Songeinlagen, aber dennoch mit viel Musik, keimfreier Optik und Kitsch. Die Gefühle fließen über, die Schicksalsschläge erschüttern abgrundtief und dennoch bewahrt sich die Hauptfigur Rizvan Khan eine naive Gutmenscheinstellung, die einem bis zum Ende sympathisch ist. Die Taktik des Films geht auf. Man hat diesen am Asperger-Syndrom leidenden Mann zwischen all den bunten Farben, der quirligen Handlung und der Situationskomik in der ersten Filmhälfte ins Herz geschlossen. Die Geschichte entwickelt eine mitreißende Strahlkraft, die auch dann noch anhält, wenn die Handlung nach dem 11. September ins Dramatische kippt. Weniger wäre hier jedoch eindeutig mehr gewesen. Um seine Liebe Mandira zurückzugewinnen, begibt sich Khan auf eine Reise, an deren Ende er unbedingt den amerikanischen Präsidenten treffen will. Doch bis dahin überführt er nicht nur echte Terroristen, sitzt selbst in Terroristen-Einzelhaft und baut eine vom Wirbelsturm „Kathrina“ verwüstete Kirche wieder auf, sondern wird auch noch zum medialen Toleranzbotschafter. Das ist des Guten dann doch einfach zu viel.

„My Name is Khan“ – knallharte Realisten sind hier falsch. Wer es jedoch schafft, seine Skepsis bei Seite zu schieben, bekommt eine Herz ergreifende Parabel zum Thema Toleranz erzählt. Shahrukh Khan tritt mit seinem Film dafür ein, unsere Beziehungen nicht nach Religion, Weltanschauung oder politischer Gesinnung sondern mit dem Herzen auszusuchen. Eine Botschaft die es - Kitsch hin, zu viel Dramatik her - wert ist gehört zu werden.

Wissenswertes

My Name Is Khan Shahrukh Khan ist selbst Moslem und mit einer hinduistischen Frau verheiratet, was ihn in seiner Heimat immer wieder zum Ziel von Anfeindungen macht.



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