Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Die Zeit, die man Leben nennt (TV)
|
Regie
Sharon von Wietersheim
Drehbuch
Sharon von Wietersheim
Produzenten
Sharon von Wietersheim, Dieter Pochlatko, Frank Meiling
Genre Melo-Drama FSK 6 Filmlänge 88 min Land Deutschland, 2008 Verleih Ascot Elite |
Story
Luca ist einer der begabtesten Pianisten des Landes. Ihm steht eine große Karriere bevor. Doch dann hat er einen schweren Unfall, der ihn für den Rest seines Lebens an den Rollstuhl fesseln soll. Luca verliert jeglichen Lebensmut und droht, an dem schweren Schicksalsschlag zu zerbrechen. In der Reha-Klinik lernt er jedoch Roderick kennen, der ebenfalls im Rollstuhl sitzt, aber deutlich besser mit seiner Situation fertig wird. Von ihm kann Luca viel über sein neues Leben lernen. Zusammen bestreiten sie ihren nicht ganz einfachen Alltag, der immer wieder neue, unvorhergesehene Überraschungen für sie bereithält…
Schauspieler
Kostja Ullmann, Hinnerk Schönemann, Jan Niklas, Katja Weitzenböck, Fritz Karl, Cheyenne Rushing, Björn Casapertra, Lars Rudolph, Marvin Platzer, Marlon Kittel, Daniel Zillmann, Alexander von Wietersheim, Marie Colbin, Nino Sandow, Lika Omoto
Filmkritik von Kathrin Lang
Es ist vor allem die Thematik des deutschen Dramas, die zu überzeugen und den Zuschauer emotional zu berühren weiß. „Die Zeit, die man Leben nennt“ erzählt eine sehr berührende Geschichte, die ohne Umschweife verdeutlicht, wie schnell sich das Leben von Grund auf ändern kann. Getragen von einer über alles stehenden Melancholie, lässt der Film auch viele hoffnungsvolle Momente zu, die den Zuschauer in permanentem Zwiespalt zurücklassen. Somit ergeht es ihm wie den beiden Hauptcharakteren, die im Laufe von „Die Zeit, die man Leben nennt“ eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchmachen. Dabei beeindruckt vor allem ihr immer wieder aufkeimender Lebensmut – der Wunsch stark zu sein und nicht aufzugeben. Besonders überzeugend ist vor allem Hinnerk Schönemann, der in seiner Rolle des im Rollstuhl sitzenden Rodericks beeindruckende schauspielerische Leistungen abliefert. Dahingegen droht der sonst immer sehr stark agierender Kostja Ullmann ein wenig in seinem Schatten zu verschwinden. Dennoch hat auch er seine großen Momente, in denen er überzeugen und damit berühren kann.
Leider erscheint in „Die Zeit, die man Leben nennt“ nicht alles so brillant wie die Story und deren Darbietung seitens der Hauptdarsteller. Vor allem in den Reihen der Nebendarsteller lassen sich etliche Schauspieler vorfinden, die mit ihrem unreifen Spiel die Illusion des Filmes immer wieder zerrütten. So sind die Darstellungen von der Amerikanerin Cheyenne Rushing und von Katja Weizenböck erschreckend unglaubwürdig und nehmen dem Drama viel von der Magie, die es hätte haben können. Auch die einzelnen Szenenübergänge und der nicht immer ganz stringente Fortlauf der Geschichte machen deutlich, dass wir es bei „Die Zeit, die man Leben nennt“ eben nur mit einer Fernsehproduktion zu tun haben, die sich ihre Veröffentlichung auf DVD nur teilweise verdient hat.
Die Filmmusik wurde von Wolfram de Marco komponiert und im Sommer 2007 vom Babelsberger Filmorchester in Berlin eingespielt.

