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Das Tagebuch der Anne Frank
The Diary of Anne Frank
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Regie
George Stevens
Drehbuch
Frances Goodrich, Albert Hackett
Produzent
George Stevens
Genre Historien-Drama FSK 12 Filmlänge 179 min Land USA Kinostart 28.08.1959 DVD-Start 02.02.2004 Blu-ray-Start 20.07.2009 Verleih 20th Century Fox |
Story
Holland, Juli 1942: Die Geschäftspartner Kraler und Miep bieten Otto Frank, seiner Frau Edith und den beiden Töchtern Margot und Anne ihren Dachboden an, um sich vor den Nazis zu verstecken. Kein Jude ist mehr sicher - auch in Holland nicht. Die Franks nehmen auch noch die Familie van Daan, bestehend aus Hans, seiner Frau Petronella und dem gemeinsamen Sohn Peter bei sich auf. Essen ist knapp, der Dachboden nicht sehr groß, aber sie rechnen alle damit, sich nicht allzu lange vor den Nazis verstecken zu müssen.
Zwei Jahre haben es die Franks und die van Daans, gemeinsam mit dem ledigen Albert Dussell geschafft, sich auf dem Dachboden des Geschäftshauses zu verbergen. Doch die Situation in Europa spitzt sich zu. Essen ist weiterhin Mangelware und die enge Behausung gleicht einem Gefängnis. Die Nerven liegen blank. Anne schreibt jede Kleinigkeit in ihr Tagebuch. Sie und ihre Gefährten hoffen, der Wahnsinn möge bald einen glücklichen Ausgang nehmen...
Schauspieler
Millie Perkins, Joseph Schildkraut, Shelley Winters, Richard Beymer, Gusti Huber, Lou Jacobi, Diane Baker, Douglas Spencer, Dodie Heath, Ed Wynn
Filmkritik von Thomas Ays
„Ich wusste gar nicht, dass meine kleine Anne so tief war.“ Otto Frank über die Aufzeichnungen seiner Tochter Anne, nachdem er nach seiner ersten Reaktion auf das Tagebuch gefragt wurde.
Damit hatte dieses Mädchen sicherlich nicht gerechnet. Sie schrieb in ihr Tagebuch, dass sie nicht verstehen könne, was irgendein Mensch mit den Gedanken eines dreizehnjährigen Kindes anfangen könne. Heute wissen wir es. Sie schrieb das heute berühmte Werk zwischen dem 12. Juni 1942 und brach am 1. August 1944 nach zwei Jahren Ausharren und Warten auf eventuelle Nazis, die sie entdecken könnten, ab. Nach der Verhaftung der Franks und der van Daans entging lediglich Otto Frank, Annes Vater, dem Tod in einem Konzentrationslager. Die Drehbuchautoren Frances Goodrich und Albert Hackett beginnen auch so ihren 179minütigen Film. Man weiß bereits zu Anfang, wie die Geschichte um Anne Frank enden wird und dennoch schafft man es die kommenden drei Stunden nicht, die Augen von diesem Monumentalwerk zu wenden. Man hofft, betet, die Nazis mögen sie nicht finden, Anne möge überleben. Doch, sie starb und ihr Werk, das sie der Welt hinterließ, wurde 2009 von der UNESCO in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen. Das können die Menschen mit den Gedanken eines dreizehnjährigen Mädchens anfangen. Was diese Familien in diesen zwei Jahren ihres Lebens durchmachen mussten, gleicht Psychoterror der schlimmsten Art. Heutzutage kann sich in Deutschland doch niemand mehr vorstellen, wie es gewesen sein muss, wegen seiner Herkunft verfolgt zu werden. Regisseur und Produzent George Stevens macht diese Angst erschreckend spürbar und inszenierte einen Film, der, wie das Tagebuch, auf dem er basiert, nicht in Vergessenheit geraten darf.
Die Schauspieler sind unglaublich authentisch, allen voran Joseph Schildkraut als Otto Frank und die noch sehr junge Millie Perkins als Anne.
Nicht umsonst wird „Das Tagebuch der Anne Frank“ in Geschichtsstunden an deutschen Schulen gezeigt. Diese Worte machen die Grausamkeit des Nationalsozialismus deutlich und lassen noch immer betroffene Zuschauer zurück. Anne Frank hat uns ein bedeutendes Werk hinterlassen, aus dem wir, dank Otto Frank, alle noch heute unsere Lehren ziehen können – und sollten.
Wissenswertes
"Das Tagebuch der Anne Frank" basiert auf dem echten Buch, das die Jüdin Anne Frank während des Zweiten Weltkriegs geschrieben hatte und wurde unzählige Male, meist als Fernsehfilm produziert. Nach der Kinoversion aus dem Jahr 1959 entstanden unter anderem Adaptionen 1967, 1980 und 1987. 1982 wurde auch eine TV-Serie gedreht.
Frances Goodrich und Albert Hackett schrieben auch das gleichnamige Theaterstück.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bester Schauspieler - Drama (Joseph Schildkraut), Beste Nebendarstellerin (Shelley Winters)
Gewonnene Golden Globes
Bestes Film-Promoting
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Beste Regie, Bester Nebendarsteller (Ed Wynn), Beste Kostüme (Schwarz/Weiß), Beste Musik
Gewonnene OSCARs
Beste Nebendarstellerin (Shelley Winters), Beste Ausstattung (Schwarz/Weiß), Beste Kamera (Schwarz/Weiß)
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