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Der Untergang der Pamir (TV)
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Regie
Kaspar Heidelbach
Drehbuch
Fritz Müller-Scherz
Produzent
Matthias Esche
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 178 min Land Deutschland, 2006 DVD-Start 23.11.2006 Verleih ARD |
Story
Acki Lüders ist mit den Nerven am Ende. Nachdem seine geliebte Frau gestorben ist, kümmert er sich um die gemeinsame achtjährige Tochter und lebt zusammen mit der Schwiegermutter auf einem abgeschiedenen Bauernhof. Eigentlich ist er jedoch Vollblutseemann und unglücklich auf dem Land. Da kommt ihm der Besuch seines guten Freundes Hans Ewald genau richtig. Dieser bietet Lüders an, auf der Pamir anzuheuern und auf ihr Richtung Südamerika zu schippern. Schon bald brechen die beiden alten Freunde nach Hamburg auf. Lüders als Bootsmann und Ewald als 1. Offizier. Auf der Pamir lernen sie den neuen Kapitän Ludwig Lewerenz kennen. Von Anfang an stimmt die Chemie zwischen den drei führenden Männern auf der Pamir nicht. Das rächt sich vor allem ab dem Moment, als die Pamir unterzugehen droht…
Schauspieler
Klaus J. Behrendt, Jan Josef Liefers, Herbert Knaup, Peter Striebeck, Max Riemelt, Peter Becker, Marlon Kittel, Florian Jahr, Dietmar Bär, Uwe Rohde, Benjamin Sadler, Elena Uhlig, Tobias Schenke, Olover Stritzel, Johanna Gastdorf, Ulrike Grote, Georg Prang, Maxim Mehmet, Christian Kahrmann, Volker Bruch
Filmkritik von Kathrin Lang
„Gluckgluck, weg war sie“, schrieb der Redakteur des ‚Spiegels‘ zum Thema „Der Untergang der Pamir“. Nun ja: Zu Gute halten muss man dem deutschen Drama, dass es das Schiff tatsächlich und immerhin irgendwann hat untergehen lassen, sonst würden wir jetzt vermutlich noch immer vor der Mattscheibe sitzen und uns auf ein Neues fragen, warum wir uns diesen „Traumschiff“-Verschnitt mit Kullertränenalarm überhaupt zumuten. Als wäre „Der Untergang der Pamir“ in seiner Inszenierung und mit seinem Drehbuch nicht schon Katastrophe genug, muss der TV-Zweiteiler auch noch geschlagene 178 Minuten dauern. Das ist vor allem deshalb bedauerlich – nach spätestens der Hälfte des Filmes sogar zum Verzweifeln und schier zum Ausrasten – weil das Katastrophendrama für die elendlange Spieldauer schlicht nicht genug zu erzählen hat. Da werden Handlungsstränge aus dem Nichts heraus konstruiert und hinein in eine Geschichte gesetzt, in der sie vollkommen deplaziert wirken. Und für was? Um uns einen zum Gähnen langweiligen Film in das Abendprogramm zu bringen, der die ohnehin schon seichte Fernsehlandschaft noch ein bisschen blasser, elender und liebloser erscheinen lässt. „Der Untergang der Pamir“ reiht sich ein in die mittlerweile lange Geschichte von katastrophalen TV-Zweiteilern und gesellt sich in dunkler Finsternis neben Konkurrenzfilme wie „Die Sturmflut“. Wie immer sorgen auch hier die namenhaften Schauspieler allenfalls für bessere Einschaltquoten. Gegen ein solch grottiges Drehbuch schafft es nicht einmal ein ganzes Heer an großen, deutschen Namen glaubhaft anzuspielen.
