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Verdammnis
Luftslottet som sprängdes
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Regie
Daniel Alfredson
Drehbuch
Jonas Frykberg
Produzent
Søren Stærmose
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 129 min Land Schweden Kinostart 04.02.2010 DVD-Start 04.06.2010 Verleih NFP |
Story
Mikael Blomkvist bekommt für sein Magazin "Millennium" eine Story angeboten, die es in sich hat. Es geht um Mädchenhandel mit jungen russischen Frauen, und die Männer, die in die Geschichte involviert sind, stehen ganz oben in der schwedischen Gesellschaft: Journalisten, hohe Amts- und Würdenträger - allesamt Personen, die einen guten Ruf zu verlieren haben, sollte dieses Verbrechen auffliegen. Urheber der Enthüllungsstory ist der junge Journalist Dag Svensson und dessen Freundin Mia. Mia ist im Begriff, ein Buch mit allen pikanten Details zu veröffentlichen und spielt Mikael wichtige Informationen zu. Er ahnt nicht, in welche Gefahr er sich damit bringt und als er und Mia erschossen in ihrer Wohnung aufgefunden werden, ist Blomkvist sofort klar, dass dieser Doppelmord nur mit Dags Buch zusammenhängen kann.
Etwa zeitgleich wird noch ein Toter gefunden: Nils Bjurman, der offensichtlich auch in den Mädchenhandel verwickelt war. Pikanterweise stellt sich heraus, dass Bjurman der ehemalige Betreuer von Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander ist. Diese ist seit ihrem ersten gemeinsamen Fall spurlos verschwunden und reagiert nicht auf Mikaels zahlreiche Kontaktversuche. Die Tatwaffe, die bei dem ermordeten Journalisten gefunden wurde, trägt Lisbeths Fingerabdrücke und sofort fällt der Verdacht auf die junge Frau. Zudem werden Details aus ihrer Vergangenheit an die Öffentlichkeit gezerrt, die keinen Zweifel daran lassen, dass Lisbeth psychisch gestört und höchst gefährlich ist. Blomkvist setzt alles daran, seine Partnerin aufzuspüren, ist er doch von ihrer Unschuld restlos überzeugt.
Schauspieler
Noomi Rapace, Michael Nyqvist, Lena Endre, Georgi Staykov, Per Oscarsson, Sofia Ledarp, Annika Hallin
Filmkritik von Stefanie Rufle
Es sind verabscheuungswürdige und zutiefst finstere Abgründe, in die Mikael Blomkvist mit seiner Zeitschrift „Millennium“ gezogen wird. Mädchenhandel der brutalsten Sorte, in den hohe Würdenträger des Landes verwickelt sind. Hier wird dem Zuschauer beinahe nebenbei deutlich gemacht, dass Vergewaltiger ein ganz normales Allerweltsgesicht haben können – eine Erkenntnis, die ein ums andere Mal Gänsehaut erzeugt. Allein schon diese Geschichte würde genügend Stoff bieten für einen packenden und spannenden Thriller. Doch damit gibt sich der zweite Teil der „Millennium-Trilogie“ von Stieg Larsson keinesfalls zufrieden. Wer den ersten Teil der Verfilmung „Verblendung“ gesehen hat, wird wissen, dass hier mit vielschichtiger und manchmal sehr schockierender Unterhaltung zu rechnen ist. Vor allem die erschreckende Vergangenheit der charismatischen Protagonistin Lisbeth Salander beschäftigt in „Verdammnis“ und bietet Einblicke in die Abgründe der Menschheit, die man so lieber nicht sehen würde. Die Dämonen der Vergangenheit lassen Lisbeth nicht los und geben dem Zuschauer bis zum Schluss Rätsel auf. In diesem Thriller ist Hauptdarstellerin Noomi Rapace ganz eindeutig der tragende Charakter. Mit ihr stehen und fallen Handlung und Aufbau des Films, und ihr erhebender Rachefeldzug löst permanente Genugtuung beim Zuschauer aus. Ihr manchmal nur angedeutetes Lächeln spricht Bände – diese Schauspielerin sollte man sich in jedem Fall merken! Dagegen ist Michael Nyqvists Rolle leider so angelegt, dass er eher im Hintergrund bleibt und das, obwohl auch seine darstellerische Leistung durch und durch überzeugend ist.
Wo bei „Verblendung“ noch Regisseur Niels Arden Oplev zuständig war, wurde dieser zweite Teil von Daniel Alfredson inszeniert, und ihm ist es durchaus gelungen, die düstere und brutale Atmosphäre des ersten Teils zu übernehmen. Doch muss auch ganz klar gesagt werden, dass „Verdammnis“ über einige Längen verfügt und es dem Zuschauer vor allem zu Beginn nicht ganz leicht macht, in die Handlung hineinzufinden. Bis sämtliche Zusammenhänge geschaffen und deutlich geworden sind, geht sicherlich eine halbe Stunde ins Land, was am Anfang einiges Durchhaltevermögen erfordert. Überhaupt muss einem klar sein, dass man permanent mit voller Konzentration zusehen muss, um nicht wichtige Details zu verpassen. „Verdammnis“ bietet eine vielschichtige Handlung, die aber trotz allem rasant und packend erzählt wird. Die Inszenierung ist, wie schon beim ersten Teil, herrlich un-amerikanisch – hier sieht man nackte Körper, die nicht mehr ganz straff sind und nach aufgepumpten Silikonbrüsten sucht man vergebens. Auch die Dialoge wirken unglaublich lebendig und echt und bieten gemeinsam mit den düsteren Aufnahmen einen durch und durch skandinavischen Filmgenuss. Geradlinig und manchmal sehr direkt erzählt „Verdammnis“ die Geschichte des Ermittlerpaars Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist weiter, das in diesem zweiten Teil nur in einer Szene zusammen zu sehen ist.
Wissenswertes
Die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson umfasst folgende Filme:
Verblendung
Verdammnis
Vergebung

Bewertungen
| Stefanie Rufle | ![]() |
Thomas Ays | ![]() |
| Kathrin Lang | ![]() |
| Besucherbewertung |
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Kommentare
Shruikan schreibt am 04.02.10, 21:33
Verdammnis ist ein Film, welchem man einige positive und negative Aspekte abgewinnen kann. Super ist auf jeden Fall Noomi Rapace, welche ihre Hauptrolle sehr spannend und überzeugend spielt.
Das erste Drittel des Films ist eher zäh, was nicht unbedingt zum Verständnis der ohnehin schon schon eher komplizierten Handlung beiträgt. Alles in Allem bietet der Film interessante Unterhaltung, für mich nicht mehr und nicht weniger!





