Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Prager Botschaft (TV)
|
Regie
Lutz Konermann
Drehbuch
Rodica Döhnert
Produzent
Iris Kiefer
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 96 min Land Deutschland, 2007 DVD-Start 24.09.2007 Verleih Universum Film |
Story
Im September 1989 flüchten viele ostdeutsche Bürger in die westdeutsche Botschaft in Prag. Hier sind sie sicher und sind in der Lage einigermaßen sicher und friedlich gegen die DDR und das dort herrschende Regime demonstrieren. Unter ihnen ist auch die Lehrerin Bettina, die jedoch Tag für Tag mehr und mehr verzweifelt. Ihr Mann Stefan ist noch immer in Berlin, um ihren gemeinsamen Sohn Felix zu suchen und zu ihnen zu bringen. Was das Ehepaar nicht ahnt: Ihre besten Freunde Karin und Thomas haben die beiden an die Stasi verraten. Nun ist Stefan auf der Flucht und Bettina wartet in der Prager Botschaft auf eine erlösende Nachricht von ihrer Familie. Die Spannung ist nicht auszuhalten. Vielleicht sollte sie doch über den Zaun klettern und nachsehen, wo ihre Liebsten stecken?
Schauspieler
Anneke Kim Sarnau, Christoph Bach, Hans-Werner Meyer, Hinnerk Schönemann, Valerie Koch, Heinrich Schmieder, Tatja Seibt, Dietrich Mattausch, Timm Marvin Schattling, Michael Kind, Doris Plenert, Tomás Zielinski, Udo Thies, Jan Kostroun
Filmkritik von Thomas Ays
Die Hauptdarstellerkonstellation erweist sich als ein großes Glück für Regisseur Lutz Konermann. Während sich Anneke Kim Sarnau als Bettina hinter den Gittern der Prager Botschaft die Seele aus dem Leib spielt, punktet in Ostberlin Christoph Bach als ihr Mann Stefan mit zurückhaltender Verzweiflung. In den wenigen gemeinsamen Szenen weiß man als Zuschauer gar nicht, von wem man nun begeisterter sein soll. Anneke Kim Sarnau ist schlicht und ergreifend eine kleine Sensation, wohingegen Christoph Bach mit weniger Szenen auskommen muss, er sich aber als ein würdiges Gegenstück zu Sarnau erweist.
Auch inszenatorisch beweist "Prager Botschaft" ein sicheres Gefühl für Emotion und Rührung, ohne kitschig oder gar unglaubwürdig zu werden. Die Dreiecksgeschichte zwischen Stefan, Bettina und Georg, einer Ex-Flamme von Bettina, bleibt glaubhaft und fesselt bis zum erlösenden Schluss.
Der TV-Film "Prager Botschaft" ist ein berührendes und authentisch wirkendes Zeitdokument geworden, das auf jeden Fall die richtigen Emotionen weckt. Wäre nur jedes „TV-Event“ derart packend, würde es weitaus mehr Zuschauer vor die Fernsehgeräte ziehen.

