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Black Forest
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Regie
Gert Steinheimer
Drehbuch
Gert Steinheimer
Produzent
Christian Drewing
Genre Horror-Thriller FSK 16 Filmlänge 79 min Land Deutschland Kinostart 15.04.2010 DVD-Start 10.12.2010 Verleih Kinostar Filmverleih |
Story
Zwei junge Pärchen wollen einen Kurzurlaub in der „freien Wildbahn“ machen. Mike, Susanne, Jürgen und Eva haben sich für ihren „Back to the roots“- Trip in einem abgelegenen und etwas heruntergekommenen Schwarzwaldhaus eingemietet. Kein Fernseher, kein Handy, nur Natur pur, so lautet die Abmachung. Der „Wunderlehof“ scheint dafür geradezu prädestiniert, liegt er doch inmitten eines dichten Tannenwaldes. Die Einrichtung ist mehr als karg, das Wasser muss direkt am Bach geholt werden und Elektrizität gibt es nur mithilfe eines uralten und ziemlich altersschwachen Generators. In der Abstellkammer allerdings findet sich ein uralter Fernseher und Mike und Jürgen schrauben so lange daran herum, bis sie der alten Kiste Leben entlocken können. Noch ahnen die beiden nicht, dass dieser Fernseher ihr Verhängnis werden soll.
Denn plötzlich und scheinbar aus heiterem Himmel tauchen immer wieder Bilder auf der Mattscheibe auf. Ein kleines Mädchen, das auf einer quietschenden Schaukel sitzt – genau der Schaukel, die hinter dem „Wunderlehof“ steht – und Eva aus dem Fernseher zuwinkt. Eva argwöhnt schon bald, dass mit dem Fernseher etwas nicht stimmt und als ein einsamer Wanderer bei ihnen um ein Quartier für die Nacht bittet, kommt es zur Katastrophe…
Schauspieler
Bernhard Billing, Nikola Kastner, Johanna Klante, Adrian Topol, Andreas Hoppe, Hans-Joachim Weiser
Filmkritik von Stefanie Rufle
Der deutsche Horrorstreifen „Black Forest“ bietet zunächst einmal all jene Elemente, die versierte Genrefans nur zur Genüge kennen: eine Gruppe von jungen Leuten, die auf ein Abenteuer in der einsamen Natur hofft, unerklärliche Ereignisse, unheimliche Geräusche – kurz: eine deutsche Version von „The Hole“ kündigt sich an. Doch dann kommt alles ganz anders, entwickelt der Film seine ganz eigene Dynamik und einen individuellen Charakter, der ihn aufs Angenehmste von der breiten Masse der Horrorfilme abhebt. Drehbuchautor und Regisseur Gert Steinheimer hat hier ziemlich vieles absolut richtig gemacht. Auf billige Effekte und Griffe in die altbekannte Trickkiste hat er weitestgehend verzichtet und vielmehr auf psychologische Momente gesetzt. Es ist vor allem die Stimmung in dem alten, düsteren Schwarzwaldhaus, die sich zusehends verändert, die mehr und mehr kippt, die den Zuschauer die Luft anhalten lässt. Die niedrigen Decken, dunkle Holzwände, der unheimliche Fernseher und natürlich die immer wieder quietschende Schaukel eines verstorbenen Mädchens sind hier schon die halbe Miete.
Hinzu kommt mit Adrian Topol, Johanna Klante, Nikola Kastner und Bernhard Bulling eine Darstellerriege, die ihre Sache ganz überzeugend macht. Sicherlich sind es keine großen darstellerischen Leistungen, die hier zutage treten, doch gelingt es den vier Jungschauspielern, den Eindruck einer Freundesclique zu vermitteln, die mehr und mehr auseinander bricht. Allerdings können auch die ganz guten Darsteller nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Story an sich über die eine oder andere Logikschwäche verfügt. Nicht alles ist schlüssig und nachvollziehbar an „Black Forest“ und auch das Ende lässt einige Fragen offen.
Doch unterm Strich gelingt es „Black Forest“, den Zuschauer zu packen, ihn in diese finstere Geschichte hineinzuziehen – was interessiert es da schon, dass die Logik hin und wieder auf der Strecke bleibt?
Drehbuchautor und Regisseur Gert Steinheimer inszenierte unzählige Folgen der TV-Serien „Großstadtrevier“ und „Die Männer vom K3“.
