Feuer und Eis

Fire and Ice

Filmplakat Feuer und Eis
Regie Ralph Bakshi  Drehbuch Gerry Conway, Roy Thomas  Produzent Ralph Bakshi 
Genre Animation  FSK 12  Filmlänge 81 min
Land USA  Kinostart 25.03.1983  DVD-Start 27.11.2009  Verleih Capelight

Story

Das Land ächzt unter der Bedrohung durch den finsteren Magier Nekorn und seiner Mutter. Nekron überzieht das Land mit Kälte und schafft so eine neue Eiszeit, die die eroberten Völker leiden lässt. Auch das Volk von Larn muss seinen Widerstand schließlich aufgeben und einzig der Kämpfer kann dem Massaker entkommen. Ganz im Süden widersetzt sich der Hort des Feuers und sein Herrscher Jarol tapfer Nekron. Dieser will jedoch die Alleinherrschaft und schickt Unterhändler, die aber nur den Auftrag haben Jarols Tochter Teegra zu kidnappen. Doch die schöne Prinzessin ist kein williges Opfer. Im Dschungel schafft sie es ihren Entführern zu entkommen und erhält unerwartet Hilfe von Larn. Doch die Häscher Nekrons gegeben nicht auf. Eine gnadenlose Hetzjagd beginnt…

Schauspieler

Feuer und Eis Randy Norton, Cynthia Leake, Steve Sandor, Sean Hannon, Leo Gordon, William Ostrander, Eileen O'Reill

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Feuer und Eis Der israelische Animationsfilmemacher Ralph Bakshi startete mit seiner Arbeit in einer Zeit, als diese Streifen noch Zeichentrickfilm hießen und das gesamte Genre von Walt Disney dominiert wurde. Heile-Welt-Gesänge in züchtigem Outfit sind jedoch nicht der Stil von Bakshi, wie man bereits nach den ersten Minuten von „Feuer und Eis“ sehen kann. Die Figuren sind allesamt eher leicht bis aufreizend gekleidet und in den Auseinandersetzungen wird nicht zimperlich mit einander umgegangen. Keine Frage also: „Feuer und Eis“ ist eindeutig Trickfilmunterhaltung für Erwachsene. Die Geschichte, die den ewigen Kampf Gut gegen Böse thematisiert ist handwerklich gut ungesetzt. Wenn einem allerdings schon die Optik nicht zusagt, wird einen auch die Story nicht begeistern. Diese entwickelt sich vorhersehbar, ohne Tiefe und ohne raffinierte Kniffe geradlinig auf das vermutete Ende hin. Leider sind auch die Figuren nur oberflächlich angelegt und man erfährt wenig über sie außerhalb der Geschehnisse, die sich gerade ereignen. Auch die spärlichen Dialoge sprühen nicht gerade vor Einfallsreichtum. Abseits seiner Bilder wollte der Filmemacher wohl keine Botschaft vermitteln. So bleibt einem nur über die sehr gute Einbindung des Rotoscope-Verfahren zu staunen, bei dem die Szenen zunächst mir realen Darstellern gedreht und dann in den Zeichentrickmodus übertragen wurden. Ein Verfahren mit dem Ralph Bakshi auch seinen „Der Herr der Ringe“-Film im Jahr 1978 realisierte. Die Actionsequenzen, die die überwiegende Filmlänge füllen sind dadurch geschmeidig und realistisch.

Wissenswertes

Feuer und Eis Ralph Bakshi erlangte mit "Fritz the Cat" weltweit Berühmtheit. Der animierte Kater mit den anzüglichen Sprüchen begründete seinen Ruf als Enfant terrible.



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