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Pink
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Regie
Rudolf Thome
Drehbuch
Rudolf Thome
Produzent
Rudolf Thome
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 82 min Land Deutschland Kinostart 20.08.2009 DVD-Start 13.11.2009 Verleih EuroVideo |
Story
Pink ist eine erfolgreiche Poetin, die sich mit ihren gefühlvollen, wenn auch teils bitterbösen Gedichten eine große Fangemeinde aufgebaut hat. Doch nicht nur die Fans liegen ihr zu Füßen, sondern auch die Männerwelt scheint von der Künstlerin angetan. Pink hat zugleich drei Freunde und allen dreien macht sie Hoffnungen auf eine Heirat. Die Entscheidung, welcher der drei Auserwählten nun der Mann fürs Leben werden soll, nimmt ihr der Taschenrechner ab – und trifft prompt die falsche Entscheidung. Macht jedoch nichts, wenn man noch zwei weitere Kandidaten im Petto hat…
Schauspieler
Hannah Herzsprung, Guntram Brattia, Florian Panzer, Cornelius Schwalm, Radhe Schiff, Tonio Arango, Christine Knispel, Christian Hecke
Filmkritik von Kathrin Lang
Rudolf Thome bringt uns mit „Pink“ einen Film auf die Leinwand, der die Geschichte über das Suche und Finden der Liebe mal ganz anders in Szene setzt. Ohne romantischverklärte Brille irrt Protagonistin Pink durch das Leben, um unter drei Auserwählten den Mann fürs Leben zu finden. Dabei ist vor allem die Kompromiss- und Sorgenlosigkeit das Besondere an dem Film. Ohne moralisch zu werden oder Lehrstunden in Sachen Gefühle abzuhalten, gelingt es Thome mit „Pink“ eine Liebesgeschichte zu erzählen, die den Zuschauer erreicht. Allerdings nicht, indem sie sonderlich berührt, sondern indem sie es gerade nicht tut. Stellenweise erinnert Rudolf Thomes große Suche nach der Liebe vielmehr an einen kunstvollen Thriller, anstatt an eine romantische Komödie mit tragischen Ambitionen. Das ist erfrischend und mutig zugleich. Überraschend ist dabei vor allem, dass der Autorenfilmer Thome nun fast 70 Jahre alt ist und sein Debüt bereits vor über 40 Jahren feierte. Sein aktuelles Werk wirkt so neuartig und experimentell, dass man darin zunächst die Handschrift eines jungen Filmemachers zu erkennen glaubt. Schärft man jedoch den Blick für die feinen Details, lässt „Pink“ schnell erkennen, dass hier ein wahrer Fachmann am Werk war. Ein Mann, der gerade aus dem Kleinen und Unscheinbaren unglaublich viel herausholt.
Da sich „Pink“ an zahlreichen Stellen viele geschichtliche Freiräume erlaubt, wird dieser Film allerdings nicht jeden Geschmack treffen. Die Erzählung wird durch viele Zeitsprünge und Leerstellen zwar zügig vorangetrieben, spart sich dadurch jedoch die geschichtlichen Pointen aus. So werden spannende Dialoge zwischen den Figuren einfach übersprungen - der Zuschauer wird letztlich nur mit dem Resultat der Gespräche konfrontiert. Warum alles so ist, wie es ist, bleibt daher bis zum Schluss offen. Dieses Stilmittel mag manchem Zuschauer zu experimentell erscheinen, während ein anderer es lieben wird.
