Bon Appétit

Filmplakat Bon Appétit
Regie David Pinillos  Drehbuch David Pinillos, Juan Carlos Rubio, Paco Cabezas  Produzent Pedro Uriol 
Genre Tragik-Komödie  FSK Filmlänge 97 min
Land Deutschland, Spanien, Schweiz  Kinostart 25.11.2010  DVD-Start 27.05.2011  Verleih Warner Bros. Pictures

Story

Daniels ganze Leidenschaft gilt dem Kochen, weshalb er seine Heimat auch verlassen hat, um nun in Zürich, an der Seite von Starkoch Thomas, groß herauszukommen. Voller Elan macht er sich in der neuen Küche an die Arbeit und 'erkocht' sich damit auch schon bald die Gunst der Gäste, seiner Kollegen und nicht zuletzt seines Chefs. Nebenbei schließt er Freundschaft mit seinem Kollegen Hugo und der attraktiven Sommelière Hanna. Bald schon sieht er in Hanna jedoch mehr als nur eine gute Freundin. Sie fühlen sich voneinander angezogen und kommen dagegen kaum an. Doch dann erfährt Daniel, dass Hanna die Geliebte von seinem Chef Thomas ist. Was ist nun wichtiger: Job oder Liebe? Und was sagt Hanna dazu?

Schauspieler

Bon Appétit Nora Tschirner, Unax Ugalde, Herbert Knaup, Giulio Berruti, Xenia Tostado, Sabina Schneebeli, Elena Irureta, Rainer Guldener, Daiel Alonso, Susana Abaitua, Eva Nislen

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 2 von 5 Ms Bon Appétit Freunde romantischer Komödien seien gewarnt: Was sich im Trailer noch als herzerquickende Lovestory mit viel Romantik und ebenso viel Witz präsentiert, ist in seinem Endprodukt eine seichte Schnulze, die in ihrer Emotionalität weit übers Ziel hinausschießt und traurig wenig Überraschungen zu bieten hat. Vor allem Fans von Nora Tschirner, den „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“ werden mit enttäuschter Miene den Kinosessel verlassen. „Bon Appétit“ bietet mit Deutschlands Leinwandheldin Nora Tschirner und Frauenschwarm Unax Ugalde zwar ein überaus ambitioniertes Schauspielerduo, liefert das gute Drehbuch aber leider nicht Freihaus mit. Immer wieder verfängt sich die seichtromantische Tragik-Komödie in ihrer Oberflächlichkeit. Während die Beziehung zwischen Hanna und Dani noch eindringlich beleuchtet wird, verliert die Geschichte die Bindungen der Haupt- zu den Nebenfiguren immer mehr aus den Augen. Gleichzeitig sind diese aber essentiell für die Gefühle, die sich zwischen Hanna und Dani auftun, wodurch letztlich selbst diese nur wenig überzeugend wirken.

Anstatt einen intelligenten Film über die große Liebe und ihre Tücken abzuliefern, gelingt Regisseur und Drehbuchauto David Pinillos höchstens eine zweitklassige Studie über zwischenmenschliche Beziehung, deren Hauptproblem klar der Mangel an Originalität und Feingefühl ist. Übertrieben romantische Szenen wechseln sich mit überzogen Herzschmerzszenen ab, dazwischen gerät der Erzählfluss immer wieder ins Stocken. Schade, die deutsch-spanische-schweizerische Co-Produktion hätte Potential zu mehr gehabt, verspielt jedoch das meiste davon grundlos.

Wissenswertes

Bon Appétit "Bon Appétit" gewann beim spanischen Filmfestival in Málaga unter anderem den Drehbuchpreis.



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