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Tatort - Der doppelte Lott (TV)
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Regie
Manfred Stelzer
Drehbuch
Stefan Cantz, Jan Hinter
Produzent
Sonja Goslicki
Genre Krimi FSK 12 Filmlänge 88 min Land Deutschland, 2005 Verleih WDR |
Story
In Münster stehen die Bürgermeisterwahlen an. Mit dem neuen Kandidaten , dem rechtsextremen Bauunternehmer Frieder Lott, sind allerdings nicht alle Einwohner der Stadt einverstanden. Als sich während dem Wahlkampf ein Mord ereignet, glaubt die Kriminalpolizei zunächst, dass es sich bei dem Toten um den neuen Bürgermeisterkandidaten handelt. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Lott mit dem Kabarettist Joachim Montell einen ihm verblüffend ähnlichen Doppelgänger hatte, der nun an Frieder Lotts Stelle tot ist. Oder ist es etwa anders herum? Wem galt der Mordanschlag nun eigentlich? Kommissar Frank Thiele muss in beide Richtungen ermitteln und gerät dabei immer tiefer in ein verworrenes Netz aus Lügen und Verstrickungen, das es nun zu entwirren gilt.
Schauspieler
Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Friederike Kempter, ChrisTine Urspruch, Mechthild Großmann, Joe Bausch, Alexander Held, Chulpan Khamatova, Tim Fischer, Rezzo Tschchikwischwili, Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär
Filmkritik von Kathrin Lang
Es ist nicht das erste Mal, dass das Autorengespann Stefan Cantz und Jan Hinter die Zeilen für einen „Tatort“ aus dem Münsterland niedergeschrieben hat. Unter anderem haben die beiden Autoren bereits das Drehbuch für die Folge „Der dunkle Fleck“ verfasst, für die sie 2003 sogar eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis erhielten. Auch dieses Mal ist es Cantz und Hinter gelungenen einen unterhaltenden „Tatort“ zu konzipieren. Spaßig wie immer, dürften sich Kommissar Frank Thiel und sein Kollege Prof. Boerne von der Gerichtsmedizin auch in dieser Folge wieder einige lustige Wortgefechte liefern, die schwerelose Abendunterhaltung garantieren. Zu Gunsten des Geplänkels zwischen den beiden Hauptdarstellern tritt dann leider aber auch der eigentlich Kern eines „Tatorts“ ein wenig in den Hintergrund. An so mancher Stelle beschleicht einen das leise Gefühl, dass die kniffligen Mordfälle aus dem Auge verloren und der Fokus vielmehr auf das amüsante Zusammenspiel der beiden Ermittler gelegt wird. Dieses Konzept gestaltet sich zwar problemlos als abendfüllend, allerdings nicht durchweg im Sinne eines klassischen „Tatorts“.
Wissenswertes
Alle Fälle von Thiel und Boerne:
• 2002: Der dunkle Fleck
• 2002: Fakten, Fakten
• 2003: 3x schwarzer Kater
• 2003: Sag nichts
• 2004: Mörderspiele
• 2004: Eine Leiche zu viel
• 2005: Der Frauenflüsterer
• 2005: Der doppelte Lott
• 2006: Das ewig Böse
• 2006: Das zweite Gesicht
• 2007: Ruhe sanft
• 2007: Satisfaktion
• 2008: Krumme Hunde
• 2008: Wolfsstunde
• 2009: Höllenfahrt
• 2009: Tempelräuber
• 2010: Der Fluch der Mumie
• 2010: Spargelzeit
• 2011: Herrenabend
• 2011: Zwischen den Ohren
• 2012: Hinkebein
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