FlashForward (TV-Serie) - Staffel 1

FlashForward - Season 1

Filmplakat FlashForward (TV-Serie) - Staffel 1
Regie David S. Goyer, Michael Rymer, Bobby Roth, Nick Gomez, Michael Nankin, John Polson, Constantine Makris, Leslie Libman  Drehbuch Brannon Braga, David S. Goyer, Marc Guggenheim, Lisa Zwerling, Scott M. Gimple, Barbara Nance, Seth Hoffman, Quinton Peeples, Ian Goldberg, Nicole Yorkin, Dawn Prestwich, Byron Balasco, Timothy J. Lea  Produzent Mark H. Ovitz 
Genre TV-Serie (Mystery)  FSK 16  Filmlänge 924 min
Land USA, 2009-2010  DVD-Start 14.10.2010  Verleih Walt Disney

Story

Es ist ein ganz normaler Tag, in einer ganz normalen Woche, in einem ganz normalen Monat. Doch nicht am Morgen des 6. Oktober 2009! Aus dem Nichts heraus verfällt jeder Mensch auf der Erde in ein Blackout. Für die Dauer von 2 Minuten und 17 Sekunden sieht jeder Mensch in seine persönliche Zukunft des 29. April 2010 um 22:00 Uhr.
Nach dem Blackout herrschen überall auf der Welt Chaos und Verwüstung. Niemand kann sich erklären, warum, wie und wo das Blackout ausgelöst wurde und wie nun jeder mit dem, was er gesehen hat, umgehen soll. Das FBI Los Angeles gründet eine Arbeitsgruppe, deren Bestreben es ist, Aufklärungsarbeit zu leisten, was sich jedoch extrem schwierig gestaltet…

Schauspieler

FlashForward (TV-Serie) - Staffel 1 Joseph Fiennes, John Cho, Jack Davenport, Zachary Knighton, Peyton List, Brían F. O'Byrne, Courtney B. Vance, Sonya Walger, Christine Woods, Barry Shabaka Henley, Genevieve Cortese, Shohreh Aghdashloo, Lee Thompson Young, Christine Woods, Callum Keith Rennie, Michael Massee, Gabrielle Union, Alex Kingston, James Callis, Thomas Kretschmann, Gina Torres, Dominic Monaghan

Kritik von Sascha Koch

Sascha vergibt 3 von 5 Ms FlashForward (TV-Serie) - Staffel 1 Alle Augen richteten sich im September 2009 auf DAS Serienhighlight der Saison. „FlashForward“, so pries es der Sender ABC an, solle für das Network der Nachfolger von „Lost“ sein und der Serienhit schlechthin werden. Anfangs gelang dies auch, als „FlashForward“ auf dem internationalen Fernsehmarkt von ausländischen Sendern wie warme Semmeln gekauft und mit Begeisterung so schnell wie möglich ausgestrahlt wurde. Egal ob Russland, Großbritannien oder Deutschland – man war sich sicher, dass dieses Konzept ein riesen Erfolg werden würde.
Doch der Euphorie folgte rasch die Ernüchterung, als die Quoten für ABC immer weiter sanken. Schließlich wurde „FlashForward“ eingestellt und entwickelte sich dadurch zum Flop des Jahres.

Ohne Frage beginnt die Serie grandios. Dass in der heutigen Zeit auch Serien nicht mehr Unterhaltung zweiter Klasse sind und sich durchaus auch mit Kinoformaten messen können, stellt „FlashForward“ mit seiner Pilotepisode „Blackout“ eindrucksvoll unter Beweis. Die Zeiten, in denen man Serien als Unterhaltungsmedium hinter Kinofilmen abstellen konnte, sind definitiv vorbei. Der Blackout der gesamten Menschheit ist in den ersten Minuten dieser neuen Mystery-Serie mit großen Bildern, viel Action und einer Menge Chaos und damit verbundener Aufregung perfekt inszeniert. Wer glaubt, er sei hier in einem Kino-Blockbuster, glaubt dies aus gutem Grund. Selten war der Beginn einer Serie so spektakulär in Szene gesetzt worden. Zum Grundkonzept der Serie lässt sich sagen, dass dieses absolut viel versprechend und genial ist. Hier schafft man eine ähnliche Ausgangssituation wie bei „Lost“ und lässt alles auf ein Ziel hin ablaufen. Hier offenbarte sich aber leider auch die eklatanteste Schwäche von „FlashForward“, welches dieses ungeheure und aufregende Potential, welches die Rahmenhandlung bietet, über weite Strecken nicht ausnutzen kann.
Schon kurz nach dem Blackout, der auch hätte eingehender geschildert werden können, zeigt die Spannungskurve weit nach unten. In den folgenden Episoden wechselt „FlashForward“ mehrmals seine Ausrichtung und zeigt sich orientierungslos, verklemmt aber auch viel zu dynamisch im Handlungsaufbau. Worauf die Serie nun hinaus will, weiß der Zuschauer anscheinend genau so wenig, wie ihre Produzenten. So führt all dies zu einer relativ langatmigen und unaufregenden Serie, die mehr auf einem Selbstfindungstrip als auf Unterhaltungskurs ist. Angesichts des Potentials der Serie, ist dies schon enorm schade zu beobachten.
Darstellertechnisch kann man der Serie und den zwei Hauptakteuren Joseph Fiennes und John Cho hingegen nichts vorwerfen. Auch den beiden erfahrenen Produzenten Brannon Braga und David S. Goyer möchte man aufgrund ihrer erfolgreichen Vergangenheit nicht die Schuld zuschieben. Doch irgendwo liegt nun der Hund begraben. Letztendlich hat man sich bei Sender und Produktionsteam wohl selbst überschätzt und vor allem Erwartungen geschürt, die einfach nicht realistisch waren.
Doch bei all dem Hin und Her und seiner wirklich traurigen Existenz verabschiedet sich „FlashForward“ in seiner 22. und letzten Episode „Die Zukunft passiert“ wenigstens versöhnlich mit viel Action und vorrangig endlich mit großer Spannung. Dabei ist das Serienfinale durchaus befriedigend und nicht auf einen abschließenden TV-Film angewiesen. Es ist ein relativ offenes Ende, ja, aber ein gutes.

Was ist nun also passiert? Die Serie wurde so hochstilisiert, dass sie nur scheitern konnte. All die großen Erwartungen und Vorstellungen an den „Lost“ Nachfolger konnten leider nicht erfüllt werden und so sanken die Zuschauerquoten ins Unermessliche. Letztendlich zeigt das Serienfinale großes Potential für eine zweite Staffel, jedoch kam in der Gesamtheit der Dinge die Absetzung gerechtfertigt, da „FlashForward“ von Storyline bis Charakterentwicklung einfach nicht gut genug war. Es ist schade um dieses extrem faszinierende Grundkonzept, doch wenn die Umsetzung nicht stimmt, hilft auch dies leider nichts mehr. So ist die Serie kaum sehenswert und leider als Flop zu bezeichnen. Aus DER Sensation der Saison wurde DIE Enttäuschung der Saison, welche an ihrem eigenen Anspruch imposant zerschellte.

Wissenswertes

FlashForward (TV-Serie) - Staffel 1 Die Geschichte basiert auf dem Roman „FlashForward“ vom kanadischen Science-Fiction Autor Robert J. Sawyer. Kreiert wurde die Serie von Brannon Braga und David S. Goyer.

„FlashForward“ verlor den hauseigenen Quotenkampf auf ABC gegen „V“ und wurde somit nach einer Staffel und 22 Episoden ohne einen Abschluss der Handlung eingestellt.

Episodenguide:
• Blackout
• Die weiße Dame
• 137 Sekunden
• Der schwarze Schwan

• Machtspiele
• Die blaue Hand
• Geister
• Spiel mit dem Teufel

• Keiko
• A 561 984
• Die Offenbarung (1)
• Die Offenbarung (2)

• Duell der Väter
• Bessere Engel
• Damenopfer
• Der geheimnisvolle Mr. Frost

• Der Garten der sich gabelnden Pfade
• Janis
• Kurskorrektur
• Der Tag davor

• Countdown
• Die Zukunft passiert

Auszeichnungen

FlashForward (TV-Serie) - Staffel 1 Emmy Nominierungen:
Beste Kamera („Blackout“), Beste Musik („Blackout“)

Gewonnene Emmys
Beste Stunts („Blackout“)

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