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Dr. House (TV-Serie) - Staffel 6
House M.D. - Season 6
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Regie
Katie Jacobs, Greg Yaitanes, David Straiton, Matt Shakman, Lesli Linka Glatter, Nick Gomez, Andrew Bernstein, Sanford Bookstaver, Hugh Laurie, Juan José Campanella
Drehbuch
David Shore, David Foster, Garrett Lerner, Russel Friend, Liz Friedman, Peter Blake, Thomas L. Moran, Lawrence Kaplow, Matthew V. Lewis, Doris Egan, Eli Attie, David Hoselton, Sara Hess, John C. Kelley, David Hoselton
Produzenten
Sara Hess, Marcy G. Kaplan
Genre TV-Serie FSK 16 Filmlänge 926 min Land USA, 2009-2010 DVD-Start 05.05.2011 Verleih Universal Pictures |
Story
House befindet sich seit seiner Selbsteinweisung in einer Nervenheilanstalt, wo er sich anfänglich jedoch gegen die Behandlung sträubt. Er wiegelt andere Patienten gegen das Anstaltspersonal auf und macht seinen Ärzten das Leben schwer. Doch dann lernt er Lydia kennen, die regelmäßig eine Verwandte in der Anstalt besucht. Als sich die beiden näherkommen, entdeckt House neue Gefühle in sich. Als dann bei einem Unfall, den House mitverschuldet hat, ein Patient schwer verletzt wird, macht House eine Kehrtwende und lässt sich von nun an behandeln. Als er später die Klinik verlässt, ist er runter von seinen Schmerztabletten und versucht nun wieder, den Alltag zu bewältigen. Er zieht zu seinem besten Freund Wilson und tastet sich langsam ans Diagnostizieren heran, wobei ihm jedoch noch die Lizenz fehlt. Doch ihm fällt es schwer, täglich mit Lisa Cuddy zu arbeiten, für die er tiefgehende Gefühle besitzt, die aber seine Avancen zurückweist…
Schauspieler
Hugh Laurie, Lisa Edelstein, Omar Epps, Robert Sean Leonard, Jennifer Morrison, Jesse Spencer, Peter Jacobson, Olivia Wilde, Michael Weston, Jennifer Crystal, Megan Dodds, Derek Richardson, Lin-Manuel Miranda, Lee Tergesen, Alexandra Barreto, Rick D. Wasserman, Annabelle Attanasio, Ben Giroux, Esteban Powell, Vicki Davis, Joshua Malina, Beau Garrett, Adam Rothenberg, Laura Prepon, Adam Garcia, China Shavers, Jon Seda, James Earl Jones, Andre Braugher, Cynthia Watros, Sasha Alexander, Jolene Blalock, David Strathairn, Sarah Wayne Callies, Franka Potente
Kritik von Sascha Koch
Dr. Gregory House alias Hugh Laurie mal ganz anders. Da eine Serie, die sich so extrem auf einen Charakter und den ständig gleichen Aufbau einer Episode stützt, früher oder später zwangsläufig Abnutzungserscheinungen aufweist, schicken die kreativen Köpfe um David Shore einen der erfolgreichsten TV-Ärzte der Geschichte auf einen Selbstläuterungs-/Selbstfindungstrip, um gewisse Ermüdungserscheinungen der Serie und primär der Figur House gekonnt zu kaschieren.
Und genau dies gelingt den Produzenten auf sehr geschickte Art und Weise. Zwar kann man kaum verbergen, dass die Galionsfigur der Serie erste Verschleißerscheinungen aufweist, doch durch die neue Richtung, in die man Dr. House lenkt, wird dem Zuschauer auch in der nunmehr sechsten Staffel von „Dr. House“ alles andere als langweilig. House ist in psychologischer Behandlung, hat dem massiven Schmerzmittel Vicodin abgeschworen und versucht sein Leben von nun an mit einer grundlegend neuen Einstellung zu meistern. Doch ist das wirklich noch House? Dies gilt es über die gesamte Staffellänge nicht nur für den Protagonisten selbst herauszufinden, sondern auch für den Zuschauer. Die wirre Psyche, der geniale Verstand und der schwächelnde Körper von House werden durchleuchtet und auf eine komplett neue Weise dargestellt, womit man es schafft, das Interesse des Zuschauers nicht abschwächen zu lassen. Hinzu kommt weiterhin das Knistern zwischen ihm und Dr. Lisa Cuddy. Dass sich beide lieben, weiß der geneigte Fan schon längst. Doch nun ist die Frage, wann es denn endlich auch die beiden merken. Dass sich Cuddy darüber hinaus noch neu verliebt, trägt zur Zerrissenheit der Figur House bei und die beiden steuern auf unruhige Gewässer zu.
Die sechste Staffel wartet also wieder mit reichlich Stoff auf, der von den Drehbüchern und der Umsetzung her weitestgehend und wie gewohnt einwandfrei ist.
Kontraproduktiv sind dafür jedoch die wild gesäten Nebenhandlungen der übrigen Charaktere. Zwar kommt mit der Umgestaltung des Teams und der Ehekrise von Chase und Cameron etwas frischer Wind in das „Fall-der-Woche“-Schema, doch über die meiste Zeit sind die Randgeschichten der Serie, wie so oft, unterinteressant und wenig kreativ. Dafür bringt man mit der sechsten Staffel durch interessantere, ausführlichere und teilweise auch actionreichere Vorspanne gleich zu Beginn einer Episode mehr Leben in die oft doch recht müden medizinischen Fälle.
Getragen wird „Dr. House“ aber weiterhin durch nur eine Sache: Hugh Laurie. Auch nach sechs Jahren wird der Brite nicht müde, sein ganzes Herzblut und sein breit gefächertes Können in diesen sehr schwierigen Charakter zu stecken. Er versteht es fortwährend, sich mit Dr. House weiterzuentwickeln, den Zuschauer zu fesseln, zu rühren oder zu belustigen. Laurie ist und bleibt der einzige Grund, warum die Serie so erfolgreich ist. Daneben ist ein langweiliger Robert Sean Leonard, dafür aber eine erneut sehr starke Lisa Edelstein zu sehen. Zwar nicht ganz so emotionsgeladen wie in Staffel fünf, aber doch immer noch sehr mitreißend, verkörpert sie die bessere Hälfte von House. Jedes Mal, wenn Cuddy House sieht, ist sie genervt, aber doch auf eine sehr obskure Art und Weise glücklich. Dies als Zuschauer vom Gesicht eines Schauspielers ablesen zu können, ist fantastisch. Die unaufregenden Gaststars sind, bis vielleicht auf den souverän agierenden Andre Braugher, leider kaum eine Erwähnung wert.
Ferner punktet „Dr. House“ natürlich weiterhin durch kesse Sprüche, irrwitzige Fälle und natürlich viel Humor. Zwar ist die Serie bei Weitem nicht mehr so lustig, wie in den ersten Staffeln, und auch die Dialoge sind nicht mehr so scharf wie einst, doch dafür konnte sich die Serie auf anderen Gebieten weiterentwickeln - hin zu einem Unterton, der einer Drama-Serie immer gerechter wird. Innovativ ist „Dr. House“ schon lange nicht mehr, trotzdem bewegt sich die Serie auch in der sechsten Staffel auf hohem Niveau, ist intelligent, tiefgreifend und unterhaltsam. Sollte es den Autoren und Produzenten gelingen, die Alterserscheinungen dieses Qualitätsformates weiter so geschickt zu verdecken, erwarten den Zuschauer noch einige aufregende Staffeln.
Wissenswertes
Hugh Laurie, der der Serie auch als ausführender Produzent dient, führte bei Episode 6.16 selbst Regie. Am 30.04.2011 war Laurie außerdem zu Gast in „Wetten dass…?“. Dort war er nicht nur Wettpate, sondern stellte auch sein neues Album „Let Them Talk“ vor. Lauries Vorliebe für Musik äußerte sich nicht nur in der Serie selbst, sondern auch in einem Benefizprojekt. Die Gruppe „Band From TV“, bestehend aus Laurie und Serienstars wie zum Beispiel Greg Grunberg, James Denton, Teri Hatcher, Adrian Pasdar oder Jesse Spencer, spendet ihre Erlöse an einen gemeinnützigen Zweck und trat auch schon bei der Aftershowparty der 58. Primetime Emmy Awards auf.
Die sechste Staffel wurde von durchschnittlich 12,80 Millionen Amerikanern gesehen, was für FOX weiterhin gute Quoten bedeutete.
In der fünften Staffel wurde die Figur des Privatermittlers Lucas Douglas, gespielt von Michael Weston, eingeführt. Diese sollte eigentlich in ein Spin-Off überführt werden. Jenes Konzept wurde jedoch wieder aus kreativen Gründen verworfen, sodass Weston weiterhin eine Nebenrolle in „Dr. House“ innehat.
Episodenguide:
• Einer flog in das Kuckucksnest (1)
• Einer flog in das Kuckucksnest (2)
• Schritt für Schritt
• Tyrannen
• Einmal Karma, bitte!
• Kopfgeburten
• Unbekannte Größen
• Teamwork?
• Selig sind die geistig Armen
• Vom Wert der Freundschaft
• Menschenbilder
• Reue
• Possenspiel mit Opossum
• Ein Arbeitstag wie kein anderer
• Das Privatleben der Anderen
• Abby im Sünderland
• Mitgefangen, mitgehangen
• In Not ist dieser Rittersmann
• Offene Ehe
• Im Nein liegt die Wahrheit
• Identitäten
• Hilf mir!
Diese TV-Serie umfasst folgende Staffeln:
Dr. House (TV-Serie) - Staffel 1
Dr. House (TV-Serie) - Staffel 2
Dr. House (TV-Serie) - Staffel 3
Dr. House (TV-Serie) - Staffel 4
Dr. House (TV-Serie) - Staffel 5
Dr. House (TV-Serie) - Staffel 6
Dr. House (TV-Serie) - Staffel 7
Auszeichnungen
Emmy Nominierungen: Bester Hauptdarsteller (TV-Serie – Drama) – Hugh Laurie, Bester Ton-Mix („Schritt für Schritt“), Beste Stunts („Kopfgeburten“)
Golden Globes Nominierungen:
Bester Hauptdarsteller (TV-Serie – Drama) – Hugh Laurie
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