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In einer besseren Welt
Hævnen
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Regie
Susanne Bier
Drehbuch
Anders Thomas Jensen, Susanne Bier
Produzent
Sisse Graum Jørgensen
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 113 min Land Dänemark, Schweden Kinostart 17.03.2011 DVD-Start 02.09.2011 Verleih Universum Film |
Story
Elias ist an seiner Schule der ewige Außenseiter. Tagtäglich wird er von Mitschülern gehänselt, gar bedroht. Erst als Christian aus London neu an die dänische Schule kommt, findet er einen Freund und gleichzeitig einen verbündeten im Kampf gegen die ewigen Hänseleien. Der junge Christian kennt keine Gnade und setzt allen, die ihm zu nahe kommen, gehörig zu. Er ist stark gezeichnet von den letzten Jahren, in denen er seiner krebskranken Mutter bei ihrem langsamen körperlichen Zerfall, der hin zu ihrem Tod führte, zusehen musste. Seine Hilflosigkeit, die Ohnmacht gegenüber der tragischen Kraft des Lebens, haben ihn wütend werden lassen: Wütend nicht nur auf die Welt und das Leben, sondern auch auf seinen Vater, der seit dem Tod von Christians Mutter nicht mehr an seinen Sohn herankommt. Hilflos muss dieser dabei zusehen, wie Christian sich verändert und niemanden mehr an sich heranlässt...
Schauspieler
Mikael Persbrandt, Ulrich Thomsen, Trine Dyrholm, William Jøhnk Nielsen, Markus Rygaard, Bodil Jørgensen, Elsebeth Steentoft, Martin Buch, Anette Støvlbæk, Kim Bodnia
Filmkritik von Kathrin Lang
In den vergangenen Jahren gab es häufig Filme aus Nordeuropa, die in der breiten Masse der Filmproduktionen hervorstachen und besonders überzeugten. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, war es im Februar 2011 weniger verwunderlich, als der OSCAR in der Kategorie 'Bester ausländischer Film' nach Dänemark vergeben wurde. „In einer besseren Welt“ macht dieser Auszeichnung auch tatsächlich alle Ehre: Regisseurin Susanne Bier inszeniert ihr Drama mit brutaler Direktheit und hinterlässt damit tiefe Spuren, von denen der Zuschauer noch lange geprägt sein wird.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen die Figuren, zwei zerrüttete Familien, deren Schicksal aufgezeigt und deren Reaktionen auf ihr persönliches 'Los des Lebens' nun nachgezeichnet werden. Dabei ist es vor allem die psychologische Durchdringung der beiden Kinder Christian (William Jøhnk Nielsen) und Elias (Markus Rygaard), die am Meisten emotional berührt und aufwühlt. Nicht nur, dass die beiden Jungschauspieler mit beachtlichen Leistungen aufwarten, auch die eigentliche Aussage, die ihrem differenzierten Schauspiel innewohnt, hat es in sich. Natürlich berührt das tragische Schicksal junger Menschen, in diesem Fall von Kindern, auf ganz natürliche Weise immer stärker. Susanne Bier macht sich diese Tatsache zu ihrem Vorteil, ohne dabei an Authentizität einzubüßen. Obwohl sie ein scharfes Bildnis entwirft, die Psyche eines Kindes ordentlich quer rüttelt, bleibt ihr Drama zu jeder Zeit glaubwürdig und nachvollziehbar. Das große Ganze des Films ergibt sich jedoch erst im Zusammenspiel einzelner Aspekte und in der Zusammenführung der einzelnen Charaktere zu einem Bild. Die verschiedenen Einflüsse, die aufeinander einwirken, und die die Erzählung letztlich dorthin führen, wo sie hinführt, sind klug und auch ebenso inszeniert.
„In einer besseren Welt“: Der Titel ist hier eher als angestrebtes Ziel, gar als Wunsch, denn als von Anfang an gegeben zu verstehen. Der Weg dorthin ist steinig und schwer – nicht nur für die Figuren, sondern auch für den Zuschauer, der den Protagonisten als Wegbegleiter hautnah folgen darf und diese Reise sobald sicherlich nicht wieder vergessen wird.
Wissenswertes
Zuletzt inszenierte Regisseurin Susanne Bier den Hollywoodfilm "Things We Lost In The Fire" mit Halle Berry und Benicio del Toro in den Hauptrollen.
Auszeichnungen
Gewonnene Golden Globes
Bester ausländischer Film
Gewonnene OSCARs
Bester ausländischer Film
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