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Die Lüge (TV)
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Regie
Judith Kennel
Drehbuch
Katrin Bühlig
Produzent
Dietrick Kluge
Genre Thriller Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2008 Verleih ZDF |
Story
Auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch begegnet Susanne Lasko im Aufzug einer Frau, die ihr wirklich verblüffend ähnlich sieht und die sich als Nadia Trenkler vorstellt. Doch bald schon soll sich zeigen, dass die beiden Frauen verschiedener nicht sein könnten. Da Susanne die Stelle, für die sie sich beworben hat, nicht bekommt, lässt sie sich auf das mehr als zweifelhafte Angebote der stahlharten Karrierefrau Nadia an: Damit sie selber in Ruhe ihre außereheliche Affäre genießen kann, soll Susanne Nadia zu gewissen Stunden bei deren Ehemann vertreten. Ihrer Aussage nach ist die Ehe der beiden sowieso derart distanziert, dass es kaum zu mehr als flüchtigen Kontakten kommen wird. Aus Geldnot willigt Susanne schließlich ein und sieht nach einem ausgedehnten Styling-Programm tatsächlich haargenau so aus, wie die mondäne Nadia.
Doch bald schon wird aus dem so harmlos scheinenden Spiel bitterer Ernst, denn ganz offensichtlich betreibt die clevere Nadia Geschäfte im großen Stil und mit nicht immer ganz legalem Hintergrund. Susanne wird klar, dass ihr eigentlich eine ganz andere Rolle, als die der treuen Ehefrau zugedacht wurde, denn immerhin hat Nadia ihre Lebensversicherung erheblich erhöht. Was als einfache Lüge begann, entwickelt sich allmählich zu einem Netz aus tödlichen Verstrickungen.
Schauspieler
Natalia Wörner, Mark Waschke, Manfred Zapatka, Uwe Bohm, Monika Hansen, Joachim Paul Assböck
Filmkritik von Stefanie Rufle
Seine intensive Spannung und Überzeugungskraft verdankt dieser TV-Film, der auf einem Roman der deutschen Thriller-Autorin Petra Hammesfahr basiert, in allererster Linie einer absolut überzeugend agierenden Natalia Wörner. Die Mimin, die hier in einer Doppelrolle zu sehen ist, verkörpert ihre beiden Charaktere Susanne und Nadia derart intensiv und in jeglicher Hinsicht unterschiedlich, dass man das ganz einfach als eine Meisterleistung bezeichnen muss. Es gelingt ihr, zwei völlig unterschiedliche Frauen – nämlich die schüchterne und sanfte Susanne und die berechnende und selbstsichere Nadia so darzustellen, dass man von der ersten Minute an vergisst, dass es sich hier um ein und dieselbe Schauspielerin handelt. Auch die in diesem Zusammenhang eingesetzten unaufdringlichen Spezialeffekte tragen ihren Anteil dazu bei, dass „Die Lüge“ derart überzeugend auf den Zuschauer wirkt.
Die Story an sich verfügt allerdings über die eine oder andere Logikschwäche, was daran liegen mag, dass Drehbuchautorin Katrin Bühlig die Romanvorlage stellenweise sehr gekürzt hat. Vor allem die Tatsache, dass die beiden Frauen der Ursache ihrer frappierenden Ähnlichkeit nicht einmal ansatzweise auf den Grund zu gehen zu versuchen, ist hier zu bemängeln. Dass „Die Lüge“ trotzdem eine derart intensive Sogwirkung beim Zuschauer verursacht, ist vor allem auf eine absolut starke Natalia Wörner zurückzuführen, neben der Schauspielkollegen wie Mark Waschke als frustrierter Ehemann und Uwe Bohm förmlich verblassen.
„Die Lüge“ basiert auf dem gleichnamigen Thriller der deutschen Autorin Petra Hammesfahr.