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The Fighter
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Regie
David O. Russell
Drehbuch
Scott Silver, Paul Tamasy, Eric Johnson
Produzenten
Dorothy Aufiero, David Hoberman, Ryan Kavanaugh, Todd Lieberman, Paul Tamasy, Mark Wahlberg
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 114 min Land USA, 2010 Kinostart 07.04.2011 DVD-Start 14.10.2011 Blu-ray-Start 14.10.2011 Verleih Senator Film |
Story
Micky Ward wäre vermutlich schon lange vom rechten Weg abgekommen und an seinem Leben verzweifelt, hätte er nicht weiterhin einen Traum, den es zu träumen gilt. Er will Boxer werden. Boxer, wie sein viel älterer Halbbruder Dicky, der früher als echtes Box-Wunderkind galt. Heute sollte Dicky eigentlich seinen kleinen Bruder trainieren, stattdessen verbringt er seine Zeit lieber in diversen Crack-Höhlen, um high zu werden. Die gemeinsame Mutter der beiden, Alice, soll Micky managen, schafft das aber auch überhaupt nicht und ist zudem noch vollkommen unfähig, zu lieben. Stattdessen weiß sie alle und jeden um sich herum mit ihren Tränen zu beeinflussen. Beide sollen eigentlich gute Kämpfe für ihren Zögling besorgen, scheitern aber daran kläglich und bewirken nur, das Selbstvertrauen von Micky kontinuierlich zu zerstören.
Als Micky die schöne Barkeeperin Charlene kennenlernt, ändern sich auch seine Ansichten. Sie streut Zweifel in ihm, ob es seine Familie immer gut mit ihm meint. Durch sie wacht er auf und kämpft das erste Mal außerhalb des Ringes um viel Wichtigeres – um sein Leben…
Schauspieler
Mark Wahlberg, Christian Bale, Amy Adams, Melissa Leo, Jack McGee, Melissa McMeekin, Bianca Hunter, Erica McDermott, Jill Quigg, Dendrie Taylor, Kate B. O'Brien, Jenna Lamia, Frank Renzulli, Paul Campbell
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur David O. Russell ist dafür bekannt und berüchtigt, keine einfachen Filmstoffe zu wählen und dabei oft sein Kinopublikum zu überraschen. Im Fall von „The Fighter“ ist die Handschrift des Regisseurs ebenfalls ganz klar erkennbar, was sich jedoch nicht durchweg positiv auswirkt. Die erste halbe Stunde dieses Box- und Familiendramas ist zäh und unwirklich, als ob man buchstäblich im falschen Film sitzen würde. Vielleicht liegt das an den Dialogen von Scott Silver, Paul Tamasy und Eric Johnson in Verbindung mit dem gewählten Stil, dass zu Anfang aus „The Fighter“ ein gewöhnungsbedürftiges Filmchen wird. Doch dann fängt sich Russell und lässt seine Schauspieler vor seiner Kamera buchstäblich über sich hinauswachsen. Dafür ist das Skript da. Dafür wurde es geschrieben. Christian Bale, für die Rolle des Dicky OSCAR-geadelt, tut, was er immer tut, wenn er schwierige Figuren zu meistern hat: Er gibt alles, dreht auf und geht dabei über Leichen (meist die seine) und lässt seine Co-Stars in manchen Szenen weit hinter sich. Dies gelingt ihm auch in „The Fighter“ wieder vom Feinsten – und Russell lässt ihn gewähren. Ebenbürtige Gegner findet Bale nur in Melissa Leo als Mutter Alice, ebenfalls mit dem OSCAR ausgezeichnet, und in Amy Adams als Charlene. Beide Frauenfiguren haben wichtige Dinge zu tun und zu sagen und dürfen auch mit außergewöhnlichen Performances glänzen. Dabei kommt Mark Wahlberg eher schlecht weg, was jedoch nicht sehr fair ist. Wahlberg hat keine Rolle, die es ihm erlauben würde, über sich hinaus zu wachsen und liefert (in seinem Rahmen) eine ebenso glaubhafte, wie überzeugende Leistung ab, wie die seiner Kollegen. Er passt in die Titelrolle des Micky Ward vortrefflich und scheint wie dafür gemacht.
Gegen Ende ist es dann wahrlich vorbei mit den befremdlichen Gedanken, die man sich noch zu Anfang machte. Dann nämlich wird „The Fighter“ großartiges Box-Kino und dürfte jeden erreichen, der bis dorthin durchgehalten hat.
Wissenswertes
Sowohl Matt Damon, als auch Brad Pitt waren im Gespräch für die Rolle des Dick Eklund, bis Mark Wahlberg, der "The Fighter" mitproduzierte, kurzerhand Christian Bale fragte - die Kinder der beiden Hollywood-Stars gehen in die gleiche Schule.
Christian Bale verlor für seinen Part erneut zahlreiche Kilos, um so glaubhaft, wie nur möglich zu sein und um dem Original so nah wie möglich zu kommen.
Der Film wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bester Schauspieler - Drama (Mark Wahlberg), Beste Nebendarstellerin (Amy Adams)
Gewonnene Golden Globes
Beste Nebendarstellerin (Melissa Leo), Bester Nebendarsteller (Christian Bale)
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Amy Adams), Bestes Drehbuch (Original), Bester Schnitt
Gewonnene OSCARs
Bester Nebendarsteller (Christian Bale), Beste Nebendarstellerin (Melissa Leo)
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