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Rabbit Hole
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Regie
John Cameron Mitchell
Drehbuch
David Lindsay-Abaire
Produzenten
Nicole Kidman, Gigi Pritzker, Per Saari, Leslie Urdang, Dean Vanech
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 87 min Land USA, 2010 DVD-Start 15.11.2011 Blu-ray-Start 15.11.2011 Verleih Planet Media Home Entertainment |
Story
Acht Monate ist es her, seit Becca und ihr Mann Howie ihren kleinen Sohn durch einen schrecklichen Autounfall direkt vor ihrem Haus verloren haben. Es waren acht quälende Monate, die das Paar total verändert haben. Während Howie aufarbeiten und verarbeiten will, hat sich Becca abgeschaltet. Howie will die Fingertapser seines Sohnes sehen, wenn er nach Hause kommt, seine Bilder am Kühlschrank betrachten und in sein altes Kinderzimmer gehen, verarbeiten. Becca will vernichten. Stück für Stück will sie die Erinnerungen an ihr Kind verdrängen und hat im Grunde nur eine Emotion in sich: Wut. Unbändige Wut auf sich und ihre Fehler.
Nur durch einen Zufall trifft sie Jason wieder, einen jungen Mann kurz vor dem Highschoolabschluss, der Comics zeichnet, die sich um Paralleluniversen drehen, die Rabbit Holes. Jason saß hinterm Steuer, als Beccas Kind überfahren wurde und ausgerechnet ihn sucht sie aus, um sich zu öffnen...
Schauspieler
Nicole Kidman, Aaron Eckhart, Dianne Wiest, Miles Teller, Tammy Blanchard, Sandra Oh, Giancarlo Esposito, Jon Tenney, Stephen Mailer, Mike Doyle, Roberta Wallach, Patricia Kalember
Filmkritik von Thomas Ays
Nun ist es offiziell. Regisseur John Cameron Mitchell, der schon mit "Shortbus" eindrucksvoll auf sich aufmerksam machte, liefert mit "Rabbit Hole" einen Film ab, der aufwühlt und betroffen macht. Ein solcher Film kann nur entstehen, wenn derjenige, der ihn inszeniert, selbst Verluste kennt, sie irgendwann in seinem Leben spürte. In Interviews rund um "Rabbit Hole" erzählte er, dass er durch das Drehbuch sehr berührt wurde, da er mit 14 Jahren seinen zehn Jahre alten Bruder an ein Herzleiden verlor. Es habe seine Familie komplett verändert. Genau darum geht es in "Rabbit Hole". Um Veränderungen und darum, Dinge zu verarbeiten. Dabei trifft der Untertitel des Films ins Schwarze: "Der einzige Ausweg ist durch die Hölle zu gehen." Bei dem einen geht das Durchschreiten schneller, bei einem anderen länger. In jedem Fall kann bei einem solchen Verlust niemand mitreden, der es nicht schon einmal erlebt hat. Nicole Kidman macht diesen Verlust spürbar und zwar so, dass es dem Zuschauer körperlich weh tut. Die OSCAR-Preisträgerin liefert in diesem Film eine ihrer besten Leistungen ab, die sie je in einem Film erbracht hat. Mit Zurückhaltung, aber auch mit wohl dosiertem Einsatz, macht sie Schmerz und Wut spürbar und berührt den Zuschauer tief. An ihrer Seite ist ein fantastischer Aaron Eckhart zu sehen, der mit Kidman eine wunderbare Symbiose eingeht. Ein stimmiges Leinwandpaar ist es geworden, so, als ob sie schon immer zusammen wären. In Nebenrollen glänzen Dianne Wiest als Beccas Mutter und ein herausragender Miles Teller als Todesfahrer Jason.
"Rabbit Hole" ist ein wunderbarer und wichtiger Film und darüber hinaus der Inbegriff eines Dramas. Die Musik, das Drehbuch und die Inszenierung treffen emotionale Punkte beim Zuschauer und lassen ihn auch nach dem Film nicht einfach so ziehen. Hinsehen. Verarbeiten. Aufräumen. "Rabbit Hole" macht deutlich, was wichtig ist in unserem Leben.
Wissenswertes
Drehbuchautor David Lindsay-Abaire adaptierte sein Theaterstück auch fürs Kino.
"Rabbit Hole" wurde in nur 28 Tagen gedreht und wurde nur produziert, weil Nicole Kidman einen Artikel über das Theaterstück gelesen hatte. Sie tritt hier auch als Produzentin auf und besetzte Aaron Eckhart als männliche Hauptrolle höchstpersönlich.
Cynthia Nixon gewann einen Tony Award für die Rolle der Becca im Bühnenstück.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Schauspielerin - Drama (Nicole Kidman)
OSCAR-Nominierungen
Beste Hauptdarstellerin (Nicole Kidman)
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