Barney's Version

Filmplakat Barney's Version
Regie Richard J. Lewis  Drehbuch Michael Konyves  Produzent Robert Lantos 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 132 min
Land Kanada, Italien  Kinostart 14.07.2011  DVD-Start 17.11.2011  Blu-ray-Start 17.11.2011  Verleih Universal Pictures

Story

Für Fernsehproduzent Barney Panofsky ist es an der Zeit zurückzublicken. Sein Intimfeind hat gerade seine Memoiren herausgebracht und Barney kommt dabei nicht gut weg. Zeit sich an die Wahrheit zu erinnern, oder an das, woran er sich noch erinnern kann. Nur scheinbar ist er einer dieser unauffälligen Jedermänner. Drei Ehen und ein unaufgeklärter Todesfall sprechen eine andere Sprache. Barney erinnert sich an wilde Tage in Rom, den Tod seiner ersten Frau und die anstrengenden Verstrickungen mit der zweiten. An dunkle, durchzechte Stunden mit seinem besten Freund Boogie, bis dieser plötzlich spurlos verschwand und Barney als Hauptverdächtigen eines vermeintlichen Mordes zurückließ. Barneys Leben war ein Auf und Ab, lange Zeit mit seiner großen Liebe Mariam als Mittelpunkt. Doch auch diese Ehe bleibt nicht ohne Probleme.

Schauspieler

Barney's Version Paul Giamatti, Rosamund Pike, Minnie Driver, Scott Speedman, Mark Addy, Dustin Hoffman, Jake HoffmanSaul Rubinek, Rachelle Lefevre, Bruce Greenwood

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Barney's Version „Barney’s Version“ ist eine jener Geschichte, die uns von der Tragik und dem Glück des Lebens erzählen. Ein gefilmtes Stück Lebensweg, das wir zusammen mit dem eigenwilligen Protagonisten beschreiten und ihm dabei emotional nahe kommen. Die Geschichte von Barney ist so gewöhnlich wie besonders und eignet sich gerade daher wunderbar als Reflektionsfläche für mancherlei menschliche Schwächen und große Gefühle. Auf der Grundlage von Mordecai Richlers Roman hat Drehbuchautor Michael Konyves die herzerwärmende Geschichte eines klassischen Anti-Helden kreiert, der uns gerade wegen all seiner Fehler erheitert, zum Schmunzeln bringt und in seinem Scheitern berührt. Barney ist egoistisch, großzügig, blind gegenüber seinen Schwächen und denen seiner Freunde, aber ausgestattet mit einem großen Herz. Er trinkt zu viel, raucht wie ein Schlot und ist zynisch. Kurz: eine facettenreiche Figur – ein Mensch wie Du und ich. Grandios wird er verkörpert von Paul Giamatti, der dank einer überzeugenden Maske, optisch wie schauspielerisch Barney in jeder seiner Lebensphasen mit Charme, Tiefe und Authentizität verkörpert. An seiner Seite schillern Dustin Hoffmann als sein Vater Izzy, der auch auf dem Friedhof jedem hübschen Rock hinterher schaut, Minnie Driver als laute Ehefrau Nummer zwei und Rosamunde Pike als die charmante Ausgeglichenheit in Person.

Regisseur Richard J. Lewis hat für Barneys Lebensgeschichte eine Episodenaufteilung gewählt, die über weite Strecken das richtige Stilmittel ist, um Gegenwart und Rückblicke zu verbinden und die Handlung vorantreibt. An manchen Stellen hält die Geschichte jedoch zu kurz inne, bleibt die Episode abgeschottet. So sehr Paul Giamatti es auch versteht, uns für den unperfekten Barney einzunehmen, seinen Werdegang glaubwürdig spielt, es bleibt der Eindruck, dass bestimmte Ereignisse nur in ihrem jeweiligen Moment eine Rolle spielen. So fragt man sich zum Beispiel, warum das Verschwinden seines besten Freundes Barney nicht immer wieder grübeln lässt. Es würde zu ihm passen, nur zeigt uns Lewis diese Momente nicht. Ein Wehrmutstropfen, in einem ansonsten zwischen Tragik, Ernst und Witz ausbalanciertem Drama, das uns das Menschsein zeigt.

Wissenswertes

Barney's Version Das Drehbuch basiert auf einem Roman von Mordecai Richler.

Auszeichnungen

Barney's Version
Gewonnene Golden Globes

Bester Schauspieler - Musical / Comedy (Paul Giamatti)

OSCAR-Nominierungen

Beste Maske



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