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Königreich des Verbrechens
Animal Kingdom
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Regie
David Michôd
Drehbuch
David Michôd
Produzent
Liz Watts
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 113 min Land Australien, 2010 DVD-Start 25.03.2011 Blu-ray-Start 25.03.2011 Verleih Atlas Film Home Entertainment |
Story
Die drogensüchtige Julia Cody hatte ihren Sohn erfolgreich von ihrem verbrecherischen Familienclan ferngehalten. Doch als sie sich eine Überdosis Heroin spitzt und stirbt, geht der inzwischen 17jährige Joshua doch zu seiner Großmutter, die über dessen vier Onkel mit eifersüchtiger Liebe wacht. Die Cody-Brüder sind bekannt für ihre brutalen Raubüberfälle und insbesondere der älteste „Pope“ ist die Nummer eins auf der Fahndungsliste. Als die Ermittler des Morddezernates beginnen offen Jagd auf die Codys zu machen spitzt sich die Lage zu. Joshua gerät in den Focus der Fahnder, die versuchen ihn auf ihre Seite zu ziehen. Für den Jungen beginnt ein lebensgefährliches Tauziehen…
Schauspieler
James Frecheville, Guy Pearce, Joel Edgerton, Luke Ford, Ben Mendelsohn, Jacki Weaver, Sullivan Stapleton, Dan Wyllie, Anthony Hayes, Laura Wheelwright, Mirrah Foulkes
Filmkritik von Melanie Frommholz
Gleich mit seinem ersten Langfilm „Königreich des Verbrechens“ ist dem Kurz- und Dokumentarfilmer David Michôd ein äußerst sehenswerter Thriller gelungen, der sich auf eindringliche Art und Weise mit dem facettenreichen Typus des weißen Verbrechers befasst, aber auch eine packende Situationsanalyse des Kampfes der Unterwelt mit den staatlichen Ermittlungsbehörden ist, die sich mit Nichten an die Buchstaben der Gesetze halten und erst schießen und dann fragen. Zusammen mit der unschuldigen Hauptfigur Joshua „J“ Cody führt uns der Filmemacher, der auch das Drehbuch zu seinem Film schrieb, ein in diese düstere und von Gewalt und Drogen beherrschte Welt und in das besondere Rudel von J’s Verbrecherfamilie. Wir haben den Mitläufer, den unkontrolliert Panischen, den Psychopathen und den überlegten Strategen. Sie alle sind Teil des Rudels, von Michôd prägnant und in schnellen Strichen charakterisiert. Dazwischen erscheint die Mutter – eindrücklich und Angst einflössend in ihrer inzestuös angehauchten Liebe zu ihren Jungs Jacki Weaver – wie die scheinbar unwissende Spinne im Netz, die für das Überleben der Brut alles tut. David Michôd kann sich bei seiner kraftvollen Inszenierung auf ausdruckstarke Darsteller verlassen, die die sich immer weiter zuspitzende Handlung gekonnt tragen. Glaubt man zu Beginn noch an ein eher Klischee beladenes Drama, gewinnt „Königreich der Verbrechen“ nicht zuletzt durch die Entwicklung seiner Hauptfigur „J“ bald an Atmosphäre und Spannung. Hauptdarsteller James Frecheville spielt sich in dieser Rolle zusehends warm und überzeugt insbesondere im zweiten Filmteil. In einer Nebenrolle als aufrichtiger Ermittler im Kampf um die Seele des jungen Protagonisten ist Guy Pearce zu sehen.
Trotz seiner Gewalt ist „Königreich des Verbrechens“ ein in seiner Inszenierung ruhiger Thriller, der seine eindringliche Atmosphäre erst langsam entwickelt. David Michôd gelingt es jedoch trefflich, dass man sich des Schicksals seiner Hauptfigur nicht entziehen kann und bis zuletzt mitfiebert, ob er sich nun für oder gegen sein Verbrechererbe entscheidet.
Wissenswertes
David Michôd gewann für seinen Film bei Robert Redfords Sundance Film Festival 2010 den großen Preis der Jury.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Nebendarstellerin (Jacki Weaver)
OSCAR-Nominierungen
Beste Nebendarstellerin (Jacki Weaver)
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