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Vendetta - Die Gangs von New Orleans
Vendetta
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Regie
Nicholas Meyer
Drehbuch
Timothy Prager
Produzenten
Sue Jett, Tony Mark
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 113 min Land USA, 1999 DVD-Start 09.12.2010 Verleih 3L Filmverleih |
Story
1890: Amerika ist für viele Europäer das gelobte Land. In die Stadt New Orleans zieht es viele Italiener. Über die Jahre hat es hier Joseph Macheca zu Wohlstand und Einfluss gebracht. Er hat die Docks fest in der Hand und sorgt für Ruhe zwischen den verfeindeten italienischen Clans. Damit wird er zur Bedrohung für die etablierten Amerikaner. Insbesondere Baumwoll-Mogul James Houston will lieber heute als morgen Machecas Geschäft übernehmen. Er spinnt eine Intrige an deren Ende die mysteriöse Ermordung des örtlichen Polizeichefs Hennessy steht. Durch geschickte Einflussnahme wird Joseph Macheca als einer der hauptverdächtigen ausgemacht und zusammen mit acht weiteren Italienern gefangen genommen. Der Prozess gerät zu Farce, wird von Machecas Anwalt letztlich jedoch gewonnen. Was nun folgt ist einer der wohl unrühmlichsten Taten in der amerikanischen Geschichte. Angestachelt durch gezielte rassistische Polemik nimmt der Mob die vermeintliche Gerechtigkeit selbst in die Hand.
Schauspieler
Christopher Walken, Clancy Brown, Bruce Davison, Luke Askew, Alessandro Colla, Joaquim de Almeida, Andrew Connolly, Andrea Di Stefano, Edward Herrmann, Richard Libertini
Filmkritik von Melanie Frommholz
1999 verfilmte Regisseur Nicholas Meyer („Star Trek II: Der Zorn des Khan“) für den amerikanischen Pay-TV-Sender HBO mit „Vendetta – Die Gangs von New Orleans“ ein dunkles Stück US-Geschichte. Die Lynch-Justiz 1890 in New Orleans durch den angestachelten Mob gehört zu den unrühmlichen Kapiteln der amerikanischen Einwanderungsgeschichte. Ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung solcher Vorkommnisse, zeigt er doch wie die einfachen Menschen für persönliche Machtinteressen manipuliert und instrumentalisiert wurden. Gezielt hatte man sie mit der Angst vor der Mafia aufgeputscht. Gerechtigkeit und Justiz hatten hier keine Chance. Der Präsident „regelte“ die Vorkommnisse mit 25.000$ an den italienischen Staat, doch die betroffenen Menschen vergaßen wohl nie. Meyers Film beleuchtet die Fakten beginnend mit der Zeit kurz vor der Ermordung des Polizeichefs. Er kann dabei auf eine gute Besetzung bauen, deren prominentes Zugpferd Christopher Walken ist. Dennoch kommt der Film, nicht zuletzt durch seine nicht immer ansprechende TV-Optik, über ein solides Niveau nicht hinaus. Nicht nur die Kulissen sind immer überdeutlich als solche zu erkennen, auch die gesamte Inszenierung wirkt insgesamt eher nüchtern als mitreißend emotional. Erst mit Beginn der Gerichtsverhandlung fesselt die Handlung durchgehend. So wird „Vendetta - Die Gangs von New Orleans“ zwar ein interessantes aber wenig berührendes Stück verfilmte Geschichte.
Das Drehbuch basiert auf dem Buch "Vendetta" des Autors Richard Gambino.
