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Der letzte Tempelritter
Season of the Witch
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Regie
Dominic Sena
Drehbuch
Bragi Schut
Produzenten
Alex Gartner, Charles Roven
Genre Mystery-Thriller FSK 16 Filmlänge 95 min Land USA Kinostart 24.03.2011 DVD-Start 19.08.2011 Blu-ray-Start 19.08.2011 Verleih Universum Film |
Story
Im Europa des 14. Jahrhunderts fallen tausende Menschen der Pest zum Opfer. Niemand scheint vor ihr sicher, niemand kann sich schützen. Die beiden Ritter Behman und Felson kämpfen im Namen der christlichen Kirche gegen Ungläubige im heiligen Krieg und müssen feststellen, dass sie nicht für eine gute Sache Blut vergießen, sondern auch Frauen und Kinder morden. Jene, die sich nicht verteidigen können. Ist das der richtige Weg? Behman und Felson entscheiden sich zu desertieren und folgen fortan ihren eigenen Regeln. Doch wenig später geraten sie in Gefangenschaft und der an der Pest erkrankte Cardinal D’Ambroise bittet die beiden edlen und mutigen Krieger, eine für eine Hexe gehaltene junge Frau in ein sechs Tage entferntes Kloster zu bringen, wo sie einem geheimnisvollen Ritual unterzogen werden soll. Nach kurzem Zögern willigen die Ritter ein – und die Reise beginnt…
Schauspieler
Nicolas Cage, Ron Perlman, Stephen Campbell Moore, Stephen Graham, Ulrich Thomsen, Claire Foy, Robert Sheehan, Christopher Lee, Rebekah Kennedy, Andrew Hefler, Fernanda Dorogi, Kevin Rees, Matt Devere, Róbert Bánlaki, Barna Illyés
Filmkritik von Thomas Ays
Wie man in Deutschland von dem englischen Originaltitel „Season of the Witch“ auf den vollkommen unpassenden und unoriginellen Namen „Der letzte Tempelritter“ kommt, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben. Wollte man tatsächlich einen plumpen und auch sehr hirnrissigen Vergleich zu „Das Vermächtnis der Tempelritter“ herstellen, in dem ebenfalls Nicholas Cage zu sehen ist? Sollte dem so sein, sollte an der betreffenden Stelle schnell ein Kündigungsschreiben aufgesetzt werden. Das kann doch nicht wahr sein.
Regisseur Dominic Sena hatte bereits bei dem Actionstreifen „Nur noch 60 Sekunden“ die Möglichkeit, mit Nicolas Cage zu drehen. Nun folgt mit diesem Mystery-Thriller die zweite Zusammenarbeit. Neben Cage, der einen Film nach dem anderen zu drehen scheint, sind auch Ron Perlman („Hellboy“) und die britische Newcomerin Claire Foy zu sehen, die mit diesem Film ihr Kinodebüt feiert.
Es ist der erste Langfilm, den Bragi Schut geschrieben hat, was man dem Skript durchaus anmerkt. Die Vorhersehbarkeit der Geschichte ist der schärfste Kritikpunkt. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass einfach keine Spannung aufkommen will. Der Rest ist durchweg gut, aber nie besonders oder besonders kreativ geraten. Die Effekte, die Schauspieler, die Geschichte, die Inszenierung und die Ausstattung bilden zusammen einen wirklich netten Mystery-Thriller (mit jedoch eher weniger Thrill), aber eben nicht mehr. Alles ist solide, alles ist annehmbar. Kreative und originelle Kinounterhaltung sieht jedoch anders aus – da kann lange die PR-Floskel verwendet werden, dass „Der letzte Tempelritter“ vom Produzenten von „The Dark Knight“ ist. Das sagt in diesem Fall überhaupt nichts aus.
„Der letzte Tempelritter“ ist somit ein durchschnittlich guter, netter Kinozeitvertreib geworden, dem ein wenig Schneid, ein paar Ecken und Kanten und eine ordentliche Portion Originalität durchaus gut gestanden hätte.
"Der letzte Tempelritter" wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
