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Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 2
Star Trek: Deep Space Nine - Season 2
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Regie
Winrich Kolbe, Corey Allen, Les Landau, Cliff Bole, David Livingston, James L. Conway, Alexander Singer, David Carson, Robert Scheerer, Robert Wiemer, Kim Friedman, Avery Brooks
Drehbuch
Rick Berman, Ira Steven Behr, Jeri Taylor, Peter Allan Fields, Michael Piller, John Whelpley, Robert Hewitt Wolfe, Gene Wolande, John Wright, Evan Somers, James Crocker, Steve Baum, Hilary Bader, Mark Gehred-O'Connell, Frederick Rappaport, Kelley Miles, Gabe Essoe, Jim Trombetta, Joe Menosky, Bill Dial, Morgan Gendel, Paul Robert Coyle, Hans Beimler, Richard Manning, Cindy Marcus, Flip Kobler, Gary Holland
Produzenten
Peter Lauritson, Peter Allan Fields
Genre TV-Serie (Science-Fiction) FSK 12 Filmlänge 1144 min Land USA, 1993-1994 DVD-Start 29.04.2003 Verleih Paramount Pictures |
Story
Während sich Major Kira und Chief O´Brien auf den Weg nach Cardassia machen, um einen bejoranischen Kriegshelden zu befreien, gewinnt eine Splittergruppe der bajoranischen Regierung immer mehr an Macht. Commander Sisko muss sich bald einem potentiellen Bürgerkrieg stellen, der seinen Ursprung auf Deep Space Nine haben könnte, wenn er nicht interveniert. Vedek Winn nimmt dabei die Schlüsselrolle ein: Er versucht hinter den Kulissen die Fäden zu ziehen und plant, während seines Besuches auf Deep Space Nine, einen Anschlag auf die religiösen und politischen Gegner. Während dieser Entwicklungen muss aber trotzdem das normale Geschäft auf der Station weitergehen, wofür unter anderem Constable Odo sorgen muss, der bald einem Aufstand entgegenblicken muss...
Schauspieler
Avery Brooks, Nana Visitor, Terry Farrell, Colm Meaney, Rene Auberjonois, Alexander Siddig, Armin Shimerman, Cirroc Lofton, Aron Eisenberg, Andrew Robinson, Max Grodénchik, Marc Alaimo, Rosalind Chao, John Glover, Daphne Ashbrook, Julia Nickson, Philip Anglim, Geoffrey Blake, Richard Poe, Mary Crosby, Tony Plana, Bernie Casey, John Beck, Alan Oppenheimer, Molly Hagan, Michael Jace, John Cothran Jr., Camille Saviola, Andrew Koenig, Louise Fletcher
Kritik von Sascha Koch
Nach einem nicht durchweg überzeugenden Start, geht „Star Trek: Deep Space Nine“ in seine zweite Runde. Doch auch in der zweiten Staffel lässt sich die Serie viel Zeit, wenn es darum geht, die eigentlichen Geschichten zu erzählen. Die Spanne zwischen ziemlich guten und eher langweiligen Episode ist ziemlich groß, was bedeutet, dass die Qualität der 26 Episoden sehr schwankend ist. Immer noch gelingt es nicht vollständig, die Serie von den Charakteren tragen zu lassen, was eigentlich zwingend notwendig ist, bei einer Serie, die so auf einen Ort festgelegt ist, wie „Deep Space Nine“. Zwar sorgt eben dies für eine gute Kontinuität im Gesamtbild der Season, doch sind die Figuren im Zusammenspiel noch nicht so überzeugend, wie sie eigentlich sein müssten. Interessant wird es jedoch erneut bei den Reibungsflächen, die sich aus den verschiedenen Hintergründen der Protagonisten ergeben. Dabei konnten sich einige Figuren wie Major Kira oder auch Doktor Bashir tatsächlich weiterentwickeln, was Hoffnung auf einen besseren Gesamteindruck des Ensembles macht. Allerdings ist Avery Brooks immer noch nicht vollständig dazu imstande, die Serie als Hauptdarsteller komplett zu schultern. Wieder bleibt sein Schauspiel recht eindimensional und unausgereift. An Sisko zeichnet sich leider noch keine Führungspersönlichkeit ab – zumindest nicht in der Form, wie man es aus den anderen „Star Trek“-Abenteuern gewohnt ist.
Trotz der schwankenden Qualität bietet die zweite Staffel einige sehr interessante Ansätze im Hinblick auf das „Star Trek“-Universum im Allgemeinen und Gene Roddenberry´s Vision.
„Wissen Sie, ich weiß, warum die Menschen uns Ferengi nicht leiden können. So wie ich das sehe, waren die Menschen früher genau wie die Ferengi: gierig, raffsüchtig und nur gewinnorientiert. Wir erinnern sie ständig an den Teil ihrer Vergangenheit, den sie gerne verdrängen. Aber sie übersehen da etwas: Die Menschen waren zu der Zeit noch viel schlechter als die Ferengi! Sklaverei, Konzentrationslager, interstellare Kriege. Wir haben nichts in unserer Vergangenheit, das auch nur annähernd dieser Barbarei gleichkommt! Sehen Sie… wir sind nicht wie sie… wir sind besser!“ (Quark zu Com. Sisko)
Als Quark Commander Sisko diese Zeilen an den Kopf wirft, fasst er sehr gut zusammen, worin die Kernaussagen bei „Deep Space Nine“ liegen. Und genau hier offenbart sich die größte Stärke dieser Staffel. Gene Roddenberry´s Vision von „Star Trek“ war stets geprägt von einer heilen Welt, in der die Föderation den Frieden und den Wohlstand verbreitet. Doch in „Deep Space Nine“ trauen sich die Produzenten, dieses Konzept ein Stück weit zu hinterfragen. Denn am Rande der Föderation herrschen eben kein Frieden und Wohlstand mehr. Die Belagerung der Cardassianer auf Bajor hat tiefe Wunden bei beiden Spezies hinterlassen und tiefe Hassgefühle verankert. Nur die Präsenz der Sternenflotte kann verhindern, dass sich diese beiden Parteien angreifen.
Außerdem spielt auch die religiöse und spirituelle Sicht auf das Universum in „Deep Space Nine“ durch die bajoranischen Weltanschauungen eine große Rolle. So nimmt der Kai den Platz eines religiösen Führers, ähnlich des Papstes, ein.
Nun stellt sich allerdings oft die Frage, inwieweit die Prinzipien der Föderation funktionieren und inwieweit sie anwendbar sind, wenn es um Terrorismus, Bürgerkrieg oder Guerillakrieg geht. „Deep Space Nine“ stellt sich diesen Realitäten, womit „Star Trek“ als Ganzes auch wieder mehr geerdet wird. Folglich sind die politischen und gesellschaftlichen Aspekte an „Deep Space Nine“ bisweilen noch der interessanteste Part an der Serie - der sich nur allzu gut auch auf die heutige Welt, in der wir leben, übertragen lässt.
„Deep Space Nine“ zeigt, dass nicht alle Völker die Sprache des Friedens, des Wohlstandes oder der Freiheit verstehen - die Sprache der Gewalt scheinen hingegen jedoch alle zu verstehen. Traurige Realitäten also, die mit der Roddenberry-Welt aufeinandertreffen und zusammen eine Art Mischung aus Theorie und Praxis ergeben, von der die Erkenntnis bleibt, dass weder „Deep Space Nine“ noch „The Next Generation“ Recht oder Unrecht haben in ihren Aussagen.
Insgesamt bleibt eine zweite Staffel mit noch nicht ganz befriedigendem und sehr unkontinuierlichem Niveau. Während Charaktere wie Quark und Odo weiterhin brillant in ihren Interaktionen überzeugen können, brauchen andere Figuren sehr viel länger, um „warmzulaufen“. Gerade aber die soziologischen Blickpunkte machen „Deep Space Nine“ dann doch zu durchaus sehenswerter Science-Fiction, die langsam ihren Weg gefunden zu haben scheint. Wichtige Grundlagen wurden also gelegt, die der Serie später noch zu Gute kommen werden.
Wissenswertes
In einer Episode dieser Staffel ist Andrew Koenig, Sohn des Chekov-Darstellers Walter Koenig, zu sehen. Anfang 2010 wurde der erst 42-jährige Andrew als vermisst gemeldet und schließlich tot im Stanley Park in Vancouver aufgefunden. Vater Walter gab daraufhin bekannt, dass es sich um Suizid handelte und Andrew schon länger an Depressionen litt.
Die beiden Serien „Deep Space Nine“ und „Babylon5“ starteten fast gleichzeitig im US-Fernsehen. „Babylon5“-Schöpfer J. Michael Straczynski bezichtigte Paramount daraufhin des Ideenklau. Straczynski hatte Paramount schon in den 80er Jahren ein Konzept für „Babylon5“ vorgelegt und zeigte sich verärgert, da seiner Meinung nach sein Konzept, welches abgelehnt wurde, später als Vorlage für „Deep Space Nine“ diente. Dies und die Tatsache, dass beide Serien ähnlich aufgebaut waren und so um die gleiche Zielgruppe kämpften, ließ eine Antipathie zwischen beiden Franchises aufkommen, die bis heute anhält.
In der Episode "Das Tribunal" führte Hauptdarsteller Avery Brooks selbst Regie.
Episodenguide:
• Die Heimkehr
• Der Kreis
• Die Belagerung
• Der Symbiont
• Die Konspiration
• Das „Melora“-Problem
• Profit oder Partner!
• Die Ermittlung
• Rätselhafte Fenna
• Auge des Universums
• Rivalen
• Metamorphosen
• Das Harvester-Desaster
• O'Briens Identität
• Das Paradiesexperiment
• Die Illusion
• Der Trill-Kandidat
• Profit und Verlust
• Der Blutschwur
• Der Maquis (1)
• Der Maquis (2)
• Das Implantat
• Die andere Seite
• Die Wahl des Kai
• Das Tribunal
• Der Plan des Dominion
Diese TV-Serie umfasst folgende Staffeln:
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 3
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 4
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 5
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 6
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 7
Weitere "Star Trek"- Links:
“Star Trek: Raumschiff Enterprise” (1966-1969):
• Star Trek: Raumschiff Enterprise (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: Raumschiff Enterprise (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: Raumschiff Enterprise (TV-Serie) - Staffel 3
“Star Trek: The Next Generation" (1987-1994):
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 3
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 4
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 5
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 6
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 7
”Star Trek: Voyager” (1994-2001):
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 3
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 4
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 5
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 6
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 7
“Star Trek: Enterprise" (2001-2006):
• Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 3
• Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 4
Die Kult-Kino-Reihe "Star Trek" umfasst folgende Filme:
• Star Trek - Der Film
• Star Trek II - Der Zorn des Khan
• Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock
• Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart
• Star Trek V - Am Rande des Universums
• Star Trek VI - Das unentdeckte Land
• Star Trek VII - Treffen der Generationen
• Star Trek: Der erste Kontakt
• Star Trek: Der Aufstand
• Star Trek: Nemesis
• Star Trek
Auszeichnungen
Emmy Nominierungen: Beste Maske („Profit oder Partner!“), Bestes Hairstyling („Das Harvester-Desaster“), Beste visuelle Effekte ("Der Plan des Dominion")
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